Archiv für April 2012

LIBERATION CELEBRATION

Proteste gegen neoliberale Stadtumstrukturierung am Ziegenmarkt

gefunden auf linksunten.indymedia.org

Um den 26.4. gab es im Vorfeld, wie am Tag selbst, verschiedene Protestaktionen am Ziegenmarkt und an anderen Orten im Bremer Stadtteil „Das Viertel“. Die Kritik galt u.a. der profit-orientierten Stadttumstrukturierung, die von Regierenden und Geschäftsleuten besonders vorangetrieben wird.

Es wurde sich nicht auf einen Bremer Stadtteil beschränkt, sondern dieser Problematik grundlegend Öffentlichkeit verschafft. Die Folgen solcher städtebaulicher Veränderungen wie Wohnungsnot, Verdrängung ärmerer Milieus aber auch von Subkulturen sowie das Stören und Verhindern eines Lebens jenseits von (Ver)kaufsinteressen wurden dabei thematisiert.

Am Bremer Ziegenmarkt steht ein „Neubau“ kurz vor der Fertigstellung. Seit Bekanntwerden der fertigen Baupläne sorgte dieser nicht nur für kritische Diskussionen unter den Anwohner_innen und in der Bremer Öffentlichkeit, sondern auch für viel Unmut bei den Subkulturen vor Ort. (mehr…)

Lohnarbeit gemeinsam abschaffen!

Kundgebung gegen die Leiharbeitsmesse in der Waterfront Bremen

12. Mai | 13 Uhr | Waterfront (Gröpelingen)

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Wozu Gewerkschaften?

kopiert von einer-von-vielen.de

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Gewerkschaften braucht jeder, der nicht das zweifelhafte Glück hat, mit massenhaft Geld auf dem Konto geboren zu werden. Gewerkschaften braucht jeder, weil wir uns nur so gemeinsam gegen die Zumutungen des Alltags- und Arbeitslebens wehren können.

Umso merkwürdiger, dass bis auf eine verschwindende Minderheit niemand gewerkschaftlich organisiert ist. Stellt sich also die Frage, warum das so ist. Liegt es an den Gewerkschaften, oder liegt es an denen, die sich nicht in ihnen organisieren? Und wenn es an beidem liegt – wovon wir ausgehen – lässt sich das irgendwie ändern? (mehr…)

1500 gegen Tierversuche

Am Samstag, 28. April 2012, protestierten circa 1500 Menschen in Bremen bei strahlendem Sonnenschein gegen Tierversuche. Die Demonstration stellte dabei die zentrale Veranstaltung zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche. Die Demonstration, bei der übrigens unter anderem die private Sicherheitsfirma IQ Security aus Bremen die Ordner_innen stellte, verlief vom Hauptbahnhof über den Wall zur Martinistraße und vom Brill durch die Obernstraße zum Bremer Marktplatz, wo es eine Abschlusskundgebung gab.
An der vom Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ organisierten Demonstration betieligte sich auch ein Block von Tierbefreiungsaktivist_innen, die zuvor zur kritischen Teilnahme an der Demonstraion aufgerufen hatten. Diese kritisierten das Auftreten des früheren Präsidenten des Deutschen Tierschutzbundes Wolfgang Apel, da Apel Vor­stands­vor­sit­zen­der von Neu­land Fleisch ist und somit „das mas­sen­haf­te Töten von Tie­ren le­gi­ti­miert und be­wirbt.“


Foto: weser-kurier.de

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Stadtumstrukturierungsgegner besuchten die Rewe-Eröffnung am Ziegenmarkt

Am 26.04. gegen 15:00 fanden sich ungefähr zwanzig Stadtumstrukturierungsgegner am Ziegenmarkt ein. Vor dem Rewe war ein Luftballonstand, wo Leute kostenlos Glücksrad drehen durften um Kugelschreiber, Schlüsselbänder oder Deutschlandwimpel fürs Auto zu gewinnen. Drinnen gab es gebratene Champignons von Wiesenhof. Ein paar Sicherheitsleute sorgten für Sicherheit.

Die Stadtumstrukturierungsgegner standen erst unschlüssig herum, machten dann aber fröhnlich von dem Angebot Gebrauch. Besonders die Deutschlandfahnen waren beliebt. Aber auch die Champignons wurden gerne gegessen. Später gab es sogar einen Kasi, der mit verzerrtem Punkrock die Rewe-Musik ergänzte.

Insgesamt war die Aktion recht gemütlich. Der Rewe hat sich sicherlich sehr über die zusätzlichen Gäste gefreut.

siehe auch:
taz: Yuppie-Wohnungen unbeliebt

Sandstein oder Glasfassade

Der fast fertige Neubau am Ziegenmarkt veranschaulicht unübersehbar, dass eine Mitbestimmung über die Nutzung des Ortes über eine „Bürgerbeteiligung“ hinaus nicht für Menschen möglich ist, die unmittelbar von den negativen Auswirkungen betroffen sind. Es ist dadurch ein weiteres Mal deutlich geworden, dass einzig und allein auf die Ästhetik Einfluss genommen werden kann. Die sozialen Konsequenzen, wie zum Beispiel Mieterhöhungen und damit einhergehende Verdrängung der ärmeren Menschen aus dem Stadtteil, wurden ohne Skrupel in Kauf genommen.

Entwicklungen im ehemaligen Szeneviertel
Im Viertel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten schleichend aber stetig eine soziale Entmischung vollzogen. Es ist geblieben, wer das Geld dazu hat. Auch die Zeiten, in denen Alt-68er noch für eine gerechtere Verteilung von Eigentum und Besitz gestritten haben, sind hier lange vorbei – wie auch deren Ideale längst Geschichte sind. Stattdessen dient das Viertel heute den Konsum- und Profitinteressen vieler Menschen. Das sich aufdrängende Straßenbild ist voll von Gastro-Monokulturen, unterbrochen von Schickimicki-Läden für eine gutbetuchte Käufer*innenschaft. In diesem Sinne wird seit Längerem eine „Aufwertung“ in Konkurrenz zu anderen Stadtteilen betrieben. Dies trifft auch durchaus auf eine zahlungsfreudige Zielgruppe. Ein äußerst finanzstarkes Ökobürgertum hat nach und nach die Häuser aufgekauft und saniert. In der Folge stiegen die Immobilienpreise kontinuierlich, was für die Verdrängung sozial schwacher Milieus förderlich war, die dem Traum von ungestörter kleinfamiliärer Idylle weichen müssen. (mehr…)

Die BILD hat’s erkannt: Chaoten, ein Vogel und ein Sixpack Bier


Screenshot bild.de

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Bericht: 24-Stunden Belagerung der Deutschen Bank

kopiert von de.indymedia.org

Bremen: Belagerung Deutsche Bank/17.04.
Rund um den Globus haben am 17. April anlässlich des jährlich stattfindenden Aktionstags von Via Campesina über 250 Aktionen gegen Landraub bzw. für Ernährungssouveränität stattgefunden (vgl. zu den einzelnen Orten: http://viacampesina.org/en/). In Bremen wurde in diesem Rahmen die Deutschen Bank auf dem Domshof 24 Stunden belagert – unter dem Titel „Neokolonialen Landraub und Nahrungsmittelspekulation stoppen. Für Ernährungssouveränität und ein gutes Leben für alle!“ (zum Aufruf: vgl. http://www.afrique-europe-interact.net/index.php?article_id=629&clang=0). Insgesamt dürften sich 400 Leute an der nicht angemeldeten Aktion beteiligt haben, wobei sich in das von Afrique-Europe-Interact initiierte Vorbereitungsbündnis neben zahlreichen Einzelpersonen auch AktivistInnen von Avanti/Projekt undogmatische Linke, Echte Demokratie jetzt, attac und Robin Wood eingeklinkt hatten. (mehr…)

VA: Sekundärer Antisemitismus – ein Erklärungsansatz für Israel-Feindschaft in der Linken?

Freitag, 27. April 2012 | 20 Uhr | Infoladen

Die Diskussion über Judenfeindschaft in der Linken ist 2011 wieder entflammt, diesmal in Bezug auf die Partei ‘Die Linke’. Ähnliche Debatten gab es bereits zuvor um Befreiungsnationalismus und Globalisierungskritik. Bis heute streitet man sowohl über die Anerkennung der Tatsache, dass es Judenfeindschaft in der politischen Linken gab und gibt, als auch über die verschiedenen Gründe dafür. (mehr…)