Aktionswochenende gegen Tierausbeutung

GEGEN TIERVERSUCHE UND JEDE FORM DER TIERAUSBEUTUNG
AUFRUF ZUM AKTIONSWOCHENENDE 27. BIS 28. APRIL IN BREMEN

Am letzten Aprilwochenende werden wir in Bremen vielfältig und entschlossen gegen die Ausbeutung von Tieren demonstrieren. Neben einer Kundgebung gegen den Transport von Versuchstieren durch Air France werden wir uns mit einem Tierbefreiungsblock an der von den Ärzten gegen Tierversuche organisierten Großdemonstration am 28. April beteiligen. Darüber wird am Samstag um 19 Uhr eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel: Tiere essen? Tiere schützen? Tiere befreien? – Kritik und Perspektiven der Tierbefreiungsbewegung auf das Mensch-Tier-Verhältnis“ im Paradox (Bernhardstraße 10-12) stattfinden.

  • Kundgebung gegen den Transport von Versuchstieren durch Air France

    Fr., 27. April 2012 | Air France Schalter, Airport HB | 15 bis 18 Uhr

    KEIN PROFIT AUF KOSTEN DER TIERE – GEGEN DEN VERSUCHSTIERHANDEL DURCH AIR FRANCE AM 27. APRIL
    Allein in Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 2,5 Millionen so genannter Versuchstiere in den Laboren von Pharmakonzernen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Was dabei zählt, sind einzig die Interessen von Menschen und der Zweck, den sie für die betreffenden Individuen vorsehen: eben nur dafür zu leben, damit ihnen unter Bedingungen der völligen Beherrschung vermeintlich wissenschaftliche Erkenntnisse abgepresst werden können. Für die betroffenen Individuen heißt dies nichts anderes als gezüchtet, eingesperrt, benutzt, verbraucht und letzten Endes getötet zu werden. Hiergegen müssen wir protestieren.
    Wir können es jedoch nicht bei moralischen Appellen belassen. Schließlich lassen sich diejenigen, die von der Ausbeutung von Tieren profitieren, kaum von vernünftigen Argumenten überzeugen. Wollen wir dem Elend in den Versuchsanstalten ein Ende setzen, dann müssen wir unseren Protest auch gegen die Akteure der Versuchsindustrie und ihre Profiteure richten. Weltweite Kampagnen führten z.B. bereits zum Ausstieg von Fluglinien aus dem Handel mit Tieren zu Versuchszwecken. Wir lassen nicht locker: Deshalb werden wir am Freitag, den 27. April am Flughafen Bremen gegen den Transport von Versuchstieren durch Air France demonstrieren.

  • Tierbefreiungsblock auf der Demo zum Tag zur Abschaffung der Tierversuche

    Sa., 28.04.2012 | Bahnhofsvorplatz | Treffen um 12:00h | Demobeginn um 12.30h

    Wir werden, wie auch die Ärzte gegen Tierversuche e.V. und andere beteiligte Gruppen, für die Abschaffung von Tierversuchen auf die Straße gehen. Wir richten uns gegen Tierversuche jedoch nicht nur, weil sie eine gewalttätige Form der Tierausbeutung darstellen, sondern weil Tierversuche die systematische Gewalt, die Tieren in unserer Gesellschaft widerfährt, verdeutlichen. Weil sie ein Sinnbild einer Gesellschaft sind, die auf der Nutzung, Beherrschung und Tötung von Tieren beruht. Im Gegensatz zu einigen auf der Demonstration und der nachfolgenden Kundgebung anwesenden Organisationen wie z.B. dem Deutschen Tierschutzbund, sprechen wir uns nicht nur gegen Tierversuche aus, sondern gegen jegliche Form der Tierausbeutung. Wir fordern keine größeren Käfige oder bessere Haltungsbedingungen, sondern die Abschaffung der Nutzung nicht-menschlicher Tiere durch den Menschen. Wir stehen nicht für einen reformistischen Tierschutz, der die Ausbeutung von Tieren sogar noch zementiert, sondern verfolgen einen abolitionistischen Ansatz: Wir rufen dazu auf Tiere zu befreien aus einer gesellschaftlichen Postion der Minderwertigkeit und Verfügbarkeit, in der sie gefangen gehalten werden.
    Mit Hilfe von Redebeiträgen, Schildern, Flyern, Transparenten und einzelnen Gesprächen wollen wir unsere Botschaft auf dem Demonstrationszug durch die Innenstadt und der Abschlussveranstaltung unüberseh- und unüberhörbar machen. Damit dies gelingt und der Tierbefreiungsgedanke eine eindrucksvolle Kraft entfalten kann, rufen wir zu einem Tierbefreiungsblock beim Demozug auf. Machen wir deutlich, dass es uns nicht um die Verbesserung der Haltungsbedingungen, größere Käfige und Ställe sowie schmerzfreie Tötungsmethoden geht, sondern um die Abschaffung der Käfige und die Beendigung der Gewalt gegen Tiere.

  • Vortrag und Diskussion zu Kritik und Perspektive der Tierbefreiungsbewegung auf das Mensch-Tier-Verhältnis

    Sa., 28.04.12 | 19 Uhr | Paradox

    Im April 2011 beteiligten sich das erste Mal AktivistInnen am Internationalen Tag für die Abschaffung von Tierversuchen in Hamburg mit einem Tierbefreiungsblock. Dabei reagierten andere TeilnehmerInnen teils mit Unverständnis, komme es doch gerade darauf an nach außen Geschlossenheit zu demonstrieren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Tatsächlich bestehen zwischen den Forderungen nach Tierbefreiung und Tierschutz aber eklatante Differenzen. In einem Einführungsvortrag sollen diese zunächst anhand eines historischen Exkurses erläutert werden, um dann aufzuzeigen, welche Ansätze sich heute gegenüberstehen. Im Fokus wird dann schließlich die Frage stehen, warum es notwendig ist, einen abilitionistischen Ansatz zu vertreten und warum der Ruf nach besseren Haltungsbedingungen sogar eher kontraproduktiv für die Überwindung von Tierausbeutung ist. Dabei sollen nicht nur Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten diskutiert werden, sondern auch zentrale Einwände gegen das Anliegen einer Tierbefreiung als haltlos entblößt werden.

Weitere Informationen findet ihr unter:
www.veganconnection.blogsport.de und www.tierbefreiung-hamburg.org/bremen