Archiv für Juni 2012

„Die üblichen Verdächtigen“

kopiert aus dem Weser Kurier

Polizei erkennt nach Überfall rechte Hooligans – und hat keine Anhaltspunkte für ein politisches Tatmotiv

18 Verdächtige hat die Polizei nach dem Überfall auf Partygäste in Wunstorf notiert. Rund ein halbes Dutzend von ihnen sind Anhänger der Bremer Hooligan-Gruppe „Nordsturm Brema“.

Die Polizeidirektion Hannover bleibt dabei: Der Überfall mutmaßlicher rechter Werder-Hooligans auf Gäste einer Party in Wunstorf am 19. Mai war nicht politisch motiviert – obwohl sich unter den Verdächtigen Anhänger von „Nordsturm Brema“ befanden. Das zeigt die Liste der 18 Tatverdächtigen, die dieser Zeitung vorliegt. „Nordsturm Brema“ gilt wie die „Standarte Bremen“ als rechte Fußballschlägertruppe, manche ihrer Anhänger sind auch mit beiden Gruppen unterwegs. 2008 sorgten „Nordsturm Brema“ Anhänger bundesweit für Schlagzeilen, als sie im Bochumer Ruhrstadion ein Transparent ausrollen wollten. Auf dem prangte groß die Abkürzung „NS HB“: „NS“ kann für „Nordsturm“ stehen, aber auch für „Nationalsozialismus“. An der neonazistischen Aktion waren Mirco H., Florian L. und Nicoley S. beteiligt – alle drei hat die Polizei in Wunstorf wieder als Tatverdächtige notiert. (mehr…)

Nazis ordnen Hurricane

Nach Angaben des Weser Kurier haben sich einige „Anhänger der rechten Bremer Hooligan-Gruppe Nordsturm Brema […] am Wochenende als Ordner auf dem Hurricane-Festival in Scheeßel gearbeitet: Gerhardus B. und Nicoley S. […] waren dort im Auftrag des Syker Unternehmens ‚OKS Security & Training‘ unterwegs.“
Der Geschäftsführer von OKS begründet seine Personalwahl damit, dass er für Großveranstaltungen wie das Hurricane-Festival auch Mitarbeiter_innen engagieren müsse, die nicht zu seinem Kernteam gehören. Die Aushilfen, die mit eindeutiger Nazi-Bekleidung erschienen seinen, hätten dabei gleich wieder gehen müssen. Gerhardus B. und Nicoley S. sollen hingegen unauffällig gekleidet gewesen sein.
Die Unternehmen OKS und FKP Scorpio (Hauptveranstalter) distanzieren sich derweil „von der Hooligan- und Neonazi-Szene. ‚Wir wollen auf keinen Fall Personen mit rechter Gesinnung beschäftigen‘, sagte Scorpio-Sprecher Carsten Christians. Doch beim Einsatz von mehr als 700 Ordnern gebe es ein ‚Restrisiko‘, dass ‚Menschen mit derartigem Gedankengut‘ durch die intensiven Kontrollen kämen.“

Quelle: Printausgabe des Weser Kurier vom 28. Juni 2012

Öffentliche Fahndung nach Nazis

Die Polizei Delmenhorst fahndet inzwischen mit 13 Fotos nach Zeug_innen und Täter_innen der Übergriffe auf alternative Jugendliche während eines Kategorie C-Konzerts im Februar diesen Jahres in Delmenhorst [Info].

Seifenkisten-WaWe?

Am kommenden Sonntag wird auch die Polizei Bremen mit einer eigenen Seifenkiste an der Großen Wallfahrt teilnehmen. Dabei handelt es sich um ein Seifenkistenrennen mit drei Wertungsläufen auf der Straße Am Wall. Ob die Bullen dabei wie üblich ihre Gegner_innen mit einem Wasserwerfer (Seifenkisten-WaWe?) oder doch nur mit Pfefferspray angehen werden, um die Demokratie zu verteidigen, bleibt offen.
Auf jeden Fall wollen die Bullen mit einem eigenen Beratungsstand und einer Uniformenausstellung vor Ort sein.

zum Selberlesen:
Polizeipresse Bremen: Polizei nimmt an Seifenkistenrennen teil

VA: Agitare Bene – EM & Nationalismus

agitare bene – kaffee und kritik
5. Juli | 19.30 Uhr | Kurzschluss

Endlich: die Europameisterschaft ist vorbei und Deutschland raus. Die Fähnchen werden wieder weniger, das dazugehörende Gefühl leider nicht. Beim Agitare Bene wollen wir darüber reden, warum erstens das entspannte Flaggezeigen hochpolitisch ist und Kritik daran kein „Spaßverderben“. Zweitens fragen wir, warum Fussball Volkssport ist und was das mit Gewalt, Unterdrückung und Ausgrenzung zu tun hat.
Agitare Bene ist ein offener Diskussionstermin, für den keine Vorbereitung nötig ist. Die vertretenen Inhalte stellen nicht unbedingt eine Konsensposition dar. Vorbereitet werden die Treffen von Leuten aus den jeweiligen Gruppen oder „externen“ Teilnehmer_innen.

VA: Critical Whiteness Workshop

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Camps im Sommer

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Bullen fordern fordern „Spuck-Haube“

gefunden in der taz

Sack übern Kopp und Ruhe

Die Polizei-Gewerkschaft fordert, Gefangenen eine Haube überziehen zu können, als Spuck-Schutz. Innensenator und Politiker sind skeptisch – wegen Guantanamo.


Viele, die von Häftlings-Hauben hören, denken an Bilder von Guantanamo-Häftlingen, wie hier bei einer Protest-Aktion.

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Zu viel Radau auf dem Marktplatz

Einigen Bremer Parteien geht der Vorstoß zur Radaubekämpfung auf dem Marktplatz nicht weit genug…

mal wieder Critical Mass

29. Juni | 19 Uhr | Hbf

checkt criticalmass-bremen.de