Archiv für Juli 2012

DEMO: rassismus bekämpfen!

3.8.12 | 17 Uhr | Delmemarkt (Neustadt)

checkt 03august.blogsport.de

Demoaufruf (eine Aufruf auf Türkisch gibt es [hier])

Am Samstagmorgen (28.7.2012) wurde in Woltmershausen ein Brandanschlag auf ein Einfamilienhaus verübt. Zur Tatzeit befanden sich acht Personen im Haus. Deren Tod wurde billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar beabsichtigt. Aus welcher Motivation die Täter_innen handelten, ist offensichtlich. Dem Anschlag vorausgegangen waren rassistische Äußerungen und die konkrete Ankündigung der Tat.

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Atomtransporte über Nordenham

Da die Bremer Häfen durch die Hafenentwidmung für den Umschlag von Kernbrennstoffen gesperrt wurden, musste nun in der vergangenen Woche ein Atomtransport auf den Nordenhamer Hafen ausweichen. Bei dem Transport handelte es sich um die letzte Ladung von nuklearen Brennstäben aus dem Ex-Forschungsreaktor Geesthacht. Abgebrannte Brennelemente wurden in der Vergagnenheit immer über Bremerhaven in die USA verschifft, wo sie dann „entsorgt“ werden sollten.
Ärger gibt es zudem „im Stadtrat von Nordenham, weil unklar ist, ob die Verwaltung über die brisante Fracht vom vergangenen Mittwoch informiert war. Besonders beunruhigend finden die Stadtpolitiker, dass neben den Brennelementen auch Spezialcontainer mit hochgiftigem Plutonium aus der ehemaligen DDR verschifft wurden.“ (Radio Bremen)

siehe auch:
buten un binnen: Nordenham wickelt Atomtransporte ab
Radio Bremen: Bremen reagiert auf Kritik aus Niedersachsen

4. August: „Neonazis wollen auch in Hannover marschieren“

kopiert von ndr.de

Für Niedersachsens Sicherheitskräfte ist es ein Schlag ins Kontor. Die Polizeidirektion Hannover hat NDR Informationen bestätigt, nach denen der Rechtsextremist Dieter Riefling aus Hildesheim für den Tag des sogenannten Trauermarsches von Rechtsextremisten in Bad Nenndorf am 4. August eine weitere Neonazi-Demonstration angemeldet hat. Schauplatz dieses Aufmarsches soll die Landeshauptstadt sein, unmittelbar im Anschluss an das braune Spektakel in der Kurstadt. Die Anmeldung zu dieser Kundgebung ist am Freitagvormittag bei der Polizeidirektion als zuständiger Versammlungsbehörde eingegangen. (mehr…)

Nach Brandanschlag in Woltmershausen

Nachdem es am frühen Samstagmorgen einen rassistisch motivierten Brandanschlag auf das Haus einer Familie im Bremer Stadtteil Woltmershausen kam (siehe auch: taz.de), laden wir in Absprache mit der betroffenen Familie zu einem Info- und Vorbereitungstreffen für eine Demonstration gegen rassistische Gewalt ein.
Mit dieser Demonstration wollen wir unsere Solidarität mit der Familie zum Ausdruck bringen und für ein Ende der rassistischen Gewalt eintreten!
Das Treffen soll am Mittwoch, den 01.08. um 19.00 Uhr im Lagerhaus stattfinden, die Demonstration schon am Freitag, den 03.08. Wir entschuldigen die Kurzfristigkeit der Einladung, doch die erschreckenden Ereignisse sind Anlass zu schnellem Handeln.

Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen, das Bündnis „Rechte Gewalt stoppen!“

Rassismus tötet!

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„Miegel-Straße umbenannt“

Das Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen“ hat am Sonntag in Bremen, Hude und Delmenhorst die örtlichen Agnes-Miegel-Straßen symbolisch umbenannt. Die Schriftstellerin Agnes Miegel (1879-1964) wird in Habenhausen gemeinsam mit den Schriftstellern Bertolt Brecht und Erich Maria Remarque geehrt, war aber im Gegensatz zu diesen eine glühende Nationalsozialistin und treue Anhängerin Adolf Hitlers. Eine Sprecherin des Bündnisses sagte: „Mit der Straßenumbenennung wollen wir ein Zeichen gegen Geschichtsrevisionismus setzen und die Diskussion um diesen Missstand vorantreiben.“

Quelle: taz.de

Angriff auf Neubau am Ziegenmarkt

folgendes Schreiben haben wir erhalten:

In der Nacht vom 26. auf den 27. Juli haben wir die Fassade des Neubaus am Ziegenmarkt in farblicher Hinsicht mitbestimmt. Dieser Angriff soll weder einen Bezug zu dem dortigen Rewe Markt, noch zu den darin entstehenden Yuppi-Wohnungen im Speziellen sein. Es handelt sich um einen symbolischen Akt gegen all das, was hier und überall den Gestank neoliberaler Stadtveränderung, Yuppiesierung, geldgeiler Wohnungspolitik, Zerstörung und Aussortierung (Segregation) gewachsener Nachbarschaften verbreitet. Dass tausende von Sozialwohnungen fehlen, während im Boutiquenparadies Steintorviertel exklusiver Wohnraum entsteht, welcher dem Großteil der Wohnungssuchenden allein schon aus finanziellen Gründen verwehrt bleiben wird, ist kein Zufall. Es ist eiskaltes Kalkül des Wirtschaftsunternehmens Stadt.
Wer keine Kohle hat, schnorrt oder klaut. Politisch unbequem sind aber auch Migrant_innen, Obdachlose und unkommerzielle Kultur. Wer sonst noch nicht in das Konzept „bunte kreative Stadt“ passt ist aus Sicht der Planer_innen und (Quatiers-)Manager_innen nicht erwünscht, überflüssig und wird an den Stadtrand vertrieben. Aus den Augen – aus dem Sinn.
Um Kritiker_innen ruhig zu stellen, werden Verarschungen, wie die sogenannte „Bürgerbeteiligung“ zur oberflächlichen Mitbestimmung der Hausfassade des neuen Ziegenmarktgebäudes, gezielt eingesetzt. Ein, wie auch immer konstruiertes „Recht“, das einzig und allein gewalttätige Verhältnisse aufrecht erhält, um Profitinteressen einiger weniger durchzusetzen, sollte im Milchkaffee ersaufen.
Wir streben nach einer Bewegung, die sich selbst zu helfen weiß, offensiv Aneignung von selbstbestimmten Räumen lebt, und in offener Feindschaft zu jeder Fremdbestimmung den Alltag gestaltet.

Egal wo, unabhängig und ungehorsam im Hier und Jetzt!

Für den Anarchismus!

Temporäres Projekt autonomes Actionpainting

PS: Der Plan war gut. Wegen der gummiartigen Außendämmung haben wir mehr den Platz davor, als die Fassade selbst dekoriert. Aber Stein auf Glas funktioniert Immer !!!

Rassistischer Brandanschlag in Woltmershausen

aus der Polizeipresse Bremen:

Versuchte Brandstiftung in Woltmershausen

Drei Männer und eine Frau stehen im Verdacht, am frühen Samstagmorgen in Bremen-Woltmershausen an der Haustür einer Familie mit Migrationshintergrund einen brennenden Lappen gelegt und anschließend die Scheibe eingeschlagen zu haben. Sie sollen dabei ausländerfeindliche Parolen gerufen haben. Die Polizei traf schnell ein und nahm die alkoholisierten Täter fest. Verletzt wurde niemand.

Der 20 Jahre alte Sohn einer Familie mit Migrationshintergrund kam am frühen Samstagmorgen, gegen kurz vor halb vier nach Hause. Wenige Häuser weiter feierten noch Nachbarn mit Bekannten auf der Terrasse. Als sie den 20-Jährigen sahen, skandierten sie lautstark „Ausländer raus!“ Der Sohn ignorierte die Rufe und ging ins Haus. Kurze Zeit später klingelte es mehrfach an der Haustür der Familie. Der 20-Jährige sah einen Feuerschein vor dem Hauseingang und löschte umgehend einen vor der Türschwelle positionierten brennenden Lappen mit Wasser. Der Sohn ging kurz aus dem Haus, hörte wieder ausländerfeindliche Parolen aus der Nachbarschaft und verständigte sofort die Polizei. Wenige Augenblicke später hörte er ein Klirren und stellte fest, dass die Scheibe der Eingangstür eingeschlagen wurde. Kräfte des Einsatzdienstes der Polizei Bremen trafen schnell ein und konnten mit Hilfe von Zeugen und Beweismitteln drei Männer, 25, 31 und 33 alt und eine 43 Jahre alte Frau als Tatverdächtige ermitteln. Alle Beteiligten waren alkoholisiert und wurden vorläufig festgenommen. Bei ihnen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme durchgeführt. Sie wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. (mehr…)

VA: Freiraum-Diskussionsrunde

Sonntag, 29.7.12 | 16 Uhr | Infoladen | mit Kaffee und Kuchen

Seit dem 17.6. läuft die Vortrags- und Diskussionsreihe (Frei) Räume!?. Die Veranstaltungen mit dem L!z, dem Haus Friedensbruch, der Roten Flora und mit Jürgen Mümken waren gut besucht, die Beteiligung an den Diskussionen danach hat uns sehr positiv überrascht. Dies haben wir zum Anlass genommen, nochmals zu einer Diskussionsrunde einzuladen, um mit vielen Menschen bei Kaffee und Kuchen ausführlicher diskutieren zu können. [Info]

Im Folgenden haben wir hier bruchstückhaft einiges an Gedanken aus den Veranstaltungen zusammen getragen und ergänzt. Dabei stellen die Thesen keine einheitliche Positionierung dar, sondern können sich durchaus widersprechen und sind teilweise bewusst provokativ formuliert. Folgendes könnten wir zur Grundlage nehmen, um ins Gespräch über die Bremer Verhältnisse zu kommen und welche Perspektiven sich daraus ableiten lassen: (mehr…)

AK-Bar und Antifacamp

checkt antifacamp.org

Einen Überblick über andere Camps in diesem Sommer gibt es [hier]