Atomtransporte unmöglich machen – in Nordenham und überall anderswo

November 2012: Atomtransport von Sellafield über Nordenham nach Grohnde!
Für November ist ein weiterer Transport von 8 Plutonium-Mischoxid-Brennelementen aus der britischen Atomfabrik Sellafield nach Deutschland angekündigt. Wie schon im September soll die hochradioaktive Fracht mit dem Schiff zum privaten Rhenus-Midgard-Hafen nach Nordenham genracht und dann per LKW quer durch Niedersachsen und Bremen zum AKW Grohnde gefahren werden.
Nordenham droht zum Ausweichhafen für die Bremer Häfen zu werden, nachdem hier im Januar 2012 ein gesetzliches Transportverbot für Kernbrennstoffe durchgesetzt werden konnte (unzulänglich weil NUR für Kernbrennstoffe und mit Ausnahmemöglichkeit!). Das muss verhindert werden! Mit einem massiven Polizeiaufgebot wurde der Transport im September durchgesetzt gegen den Protest entlang der Strecke und trotz Ablehnung durch den Kreistag Wesermarsch, den Stadtrat Nordenham und Intervention von Oppositionsparteien im niedersächsischen Landtag. Deswegen gilt es umso mehr aktiv zu werden und sich der Atomindustrie und einer verlogenen Ausstiegs-Politik in den Weg zu stellen.

Atomtransporte sind die Achillesferse der Atomindustrie.
Vom abgebauten Uran über diverse radioaktive Zwischenprodukte, die Brennelemente und wiederaufzubereitende Stoffe bis hin zum radioaktiv verseuchten Abfall: Atomtransporte sind nicht nur ein ebenso hochgefährliches wie hochlukratives weltweites Geschäft, sondern essentiell für den Betrieb der Atomanlagen. Um die Atomindustrie an diesem wunden Punkt zu treffen gibt es mehr Gelegenheiten als nur die bekannten und immer wieder heiß umkämpften Castortransporte nach Gorleben. Allein in Deutschland finden überwiegend im Geheimen – jährlich 10.000 Transporte von allen möglichen radioaktiven Stoffen statt, die in direktem Zusammenhang mit der Energiegewinnung durch Atomkraft stehen. Diese Atomtransporte stoppen heißt deshalb Atomanlagen stilllegen und das ist genau unser Ziel! Dabei ist es illusorisch sich auf Parteien und StellvertreterInnenpolitik zu verlassen, das müssen wir schon selber tun: Atomausstieg bleibt Handarbeit.

Ausstiegspropaganda und menschenfeindliche Interessen
Die Atomtransporte entlarven den vermeintlichen Atomausstieg der Bundesregierung als Propaganda. Über die Garantie der Laufzeiten bis zum angeblichen Abschalten der letzten AKWs Ende 2022 hinaus wird in deutschen Brennelementfabriken und Urananreicherungsanlagen weiter für den Weltmarkt produziert und das Risiko eines atomaren GAUs in die ganze Welt exportiert.
Diese Politik ist kein Auswuchs sondern konsequenter Ausdruck herrschender Verhältnisse, in denen kapitalistische Wachstumslogik und Profitinteressen statt menschlicher Bedürfnisse und Wünsche in den Mittelpunkt von Denken und Handeln gestellt werden. Dagegen wehren wir uns:

Atomtransporte unmöglich machen – in Nordenham und überall anderswo!
Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!
Herrschende Verhältnisse angreifen!

Antiatomplenum Bremen

    Termine:

  • em>3.11.2012 um 12:15 Uhr in Nordenham:
    Demo zum Protestauftakt, Anreise per Zug aus Bremen: 11:10 Uhr, Gleis 1.
  • Tag X:
    In Nordenham wird es Anlaufpunkte und Aktionen geben, Infos dazu und
    zur Transportstrecke auf antiatombremen.blogsport.de
  • Das Antiatomplenum trifft sich jeden Donnerstag um 20 Uhr im Paradox- kommt vorbei!