Archiv für Oktober 2012

„Blumenthal außer Rand und Band“

kopiert aus der taz

RASSISMUS Ortsamtsleiter Peter Nowack fordert Sippenhaft für Roma-Familie und steht deshalb in der Kritik. Die hält er für fies. Unterstützung bekommt vor allem von seinen Blumenthaler SPD-Genossen

Wegen der Forderung nach Sippenhaft steht Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack (SPD) in der Kritik. Die Aussagen stehen im Zusammenhang mit Äußerungen über die George-Albrecht-Straße. In einem Wohnkomplex dort leben viele MigrantInnen, darunter etliche Roma-Familien. Mitte Oktober wäre es beinahe zu einer Massenschlägerei gekommen. Die Straße gilt bei der Polizei als „Gefahrenort“. (mehr…)

Ausstellung: Beton im Gleisbett

Interaktive Wanderausstellung:
Ooops da wurde wohl was übersehen – BETON IM GLEISBETT

Öffnungszeiten: 22.11.-02.12.2012: 16-20 Uhr (Mo + Di geschlossen), Wochende 12-20 Uhr
Ort: Paradox (Bernhardstr. 10-12)

Diese Ausstellung informiert über die Geschichte, Hintergründe und Folgen gelungener Ankett-Aktionen in Betonblöcken – eine kreative Widerstandsform, die nicht nach dem Lösen aus dem Gleisbett gegessen und verdaut ist. Mit der Ausstellung wird die Motivation der Aktivist_innen, sich einer solchen Belastung auszusetzen aufzeigt und das zähe juristische Nachspiel beleuchtet. Für die Besucher_innen wird eine Gleisblockade mittels möglichst realistisch nachgebauter Attrappen physisch und psychisch erlebbar. (mehr…)

„Nur Betteln ist schöner“

Nur Betteln ist schöner – Aktionstag am 14. November

In einem Interview mit der jungen Welt, vom 25.10. ließ die Sprecherin der IL „Ani Drießmann“ verlauten: „Wir hätten die IG Metall, die IG BAU oder die IG BCE gerne als Bündnispartner mit im Boot – auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.“

Verkehrte Welt?
Da rufen südeuropäische Gewerkschaften in Portugal, Spanien und Griechenland zum Generalstreik gegen die gigantischen Kürzungsprogramme in ihren Ländern auf und zwingen damit ihren Dachverband, den europäischen Gewerkschaftsbund, diesen Streiktrag am 14. November verbal zu unterstützen. Alle Mitgliedsorganisationen des EGB, in der der DGB die größte ist, werden zum 14. November zu Streiks, Kundgebungen und Solidarität aufgerufen. (mehr…)

Atomtransporte unmöglich machen – in Nordenham und überall anderswo

November 2012: Atomtransport von Sellafield über Nordenham nach Grohnde!
Für November ist ein weiterer Transport von 8 Plutonium-Mischoxid-Brennelementen aus der britischen Atomfabrik Sellafield nach Deutschland angekündigt. Wie schon im September soll die hochradioaktive Fracht mit dem Schiff zum privaten Rhenus-Midgard-Hafen nach Nordenham genracht und dann per LKW quer durch Niedersachsen und Bremen zum AKW Grohnde gefahren werden.
Nordenham droht zum Ausweichhafen für die Bremer Häfen zu werden, nachdem hier im Januar 2012 ein gesetzliches Transportverbot für Kernbrennstoffe durchgesetzt werden konnte (unzulänglich weil NUR für Kernbrennstoffe und mit Ausnahmemöglichkeit!). Das muss verhindert werden! Mit einem massiven Polizeiaufgebot wurde der Transport im September durchgesetzt gegen den Protest entlang der Strecke und trotz Ablehnung durch den Kreistag Wesermarsch, den Stadtrat Nordenham und Intervention von Oppositionsparteien im niedersächsischen Landtag. Deswegen gilt es umso mehr aktiv zu werden und sich der Atomindustrie und einer verlogenen Ausstiegs-Politik in den Weg zu stellen. (mehr…)

Unruh-Squat: Infos von EA & Roter Hilfe!

Der EA Bremen und die Rote Hilfe OG Bremen informieren:

Am Freitag, den 12.10.2012 wurden im Zuge einer Hausbesetzung in der Bremer Neustadt einige Leute in Gewahrsam genommen. Nach eigenen Angaben leitete die Polizei 16 Ermittlungsverfahren wegen verschiedenster Delikte ein.

Wir möchten noch einmal, es kann gar nicht oft genug sein, auf ein paar Basics im Umgang mit Repressionen hinweisen.
Wichtig ist, dass es sich hierbei nur um eine Art „Erste Rechtshilfe“ handelt – eine eigene Auseinandersetzung mit Repressionen und z.B. den hinter diesen Basics stehenden Gründen kann dadurch nicht ersetzt werden! (mehr…)

Brecht das Schweigen – für Wahrheit und Gerechtigkeit!

Informations- und Diskussionsverstanstaltung zum derzeitigen Revisionsprozess im Fall Oury Jalloh. Mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (Dessau-Berlin)

Dienstag, 20. November 2012 | 19:00 Uhr | DGB-Haus Bremen

Am 7. Januar 2005 ist Oury Jalloh im Polizeirevier Dessau bei lebendigem Leib verbrannt. Bis heute weiß die Öffentlichkeit nicht, was an diesem Tag in Zelle Nr. 5 tatsächlich geschehen ist. Während Verwandte, FreundInnen und die Initiative
in Gedenken an Oury Jalloh von Mord sprechen, wurde im ersten Prozess gegen zwei Polizisten lediglich Anklage wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ erhoben. Der Prozess endete mit einem Freispruch, obwohl sich PolizeizeugInnen in eklatante Widersprüche verwickelt hatten. Am 7. Januar 2010 kassierte der Bundesgerichtshof in einer spektakulären Entscheidung das Urteil des Dessauer Landgerichts. Der Fall wird nun seit anderthalb Jahren vorm Landgericht Magdeburg neu aufgerollt. (mehr…)

Veranstaltungsreihe & Extrablatt #8

Jetzt erschienen:
Extrablatt Nr.8: Tod und Kapital

Die Artikel arbeiten an ganz unterschiedlichen Gegenständen den Tod als Schnittstelle von erster und zweiter Natur heraus, den Tod als Motor der Geschichte des Kapitals, die Stillstand ist, und zugleich das Ende der Lebensgeschichte der Individuen bedeutet, deren Dasein unter gegebenen Verhältnissen der Tendenz nach zu dem von Toten wird.
Die Gruppe „les madeleines“ legt mit ihren Thesen zu Materialismus und Tod einen sehr grundsätzlichen Text vor, der Knotenpunkte und Verbindungen der Bedeutung des Todes in der kapitalistischen Gesellschaft aufzeigt. Die anderen Artikel greifen implizit hier formulierte einzelne Punkte auf und entwickeln diese an unterschiedlichsten Gegenständen. Maxi Berger führt die Bedeutung des Herr-Knecht-Verhältnisses bei Hegel mit Adornos Ausführungen zu Becketts Endspiel zusammen. (mehr…)

Maulwurfsarbeit II

Die neueTextsammlung der associazione delle talpe „Maulwurfsarbeit II; Kritik in Zeiten zerstörter Illusionen“ ist erschienen. Mit Beiträgen von Bini Adamczak, Antifaschistischer Frauenblock Leipzig, Jens Benicke, Fritz Burschel, Barbara Fried, Olaf Kistenmacher, Thorsten Mense, Hanning Voigts, Hendrik Wallat, Martin Wassermann. Die Textsammlung ist
gratis als download verfügbar. checkt rosalux.de

DEMO „Solidarität mit den Hausbesetzer_innen“


Foto: kreiszeitung.de

Am Samstag, den 20. Oktober 2012, demonstrierten circa 150 Personen [laut Polizeipresse 65] unter dem Motto „Solidarität mit den Hausbesetzer_innen – Stadt aneignen, staatliche Kontrolle unmöglich machen, Autonomie leben“ gegen die Räumung des Unruh-Squats eine Woche zuvor. Die Demonstration startete am Leibnizplatz,verlief durch die Friedrich-Ebert-Straße., Pappelstraße und Langemarckstraße bis zur Hochschule, wo sie endete. (mehr…)

Dritte Pressemitteilung der Besetzer_innen

Die Berichterstattung der Presse zu der Hausbesetzung am vergangenen Wochenende inszeniert einen Bürgerkrieg. Die Bild schreibt von Polizist_innen in Todesangst, der stellvertretende Polizeipräsident Dirk Fasse redet von „Bombenwerfern“ und auf der Innendeputationssitzung wird ein Hinterhalt für den ersten eintreffenden Streifenwagen konstruiert.

(mehr…)