Archiv für Dezember 2012

In Erinnerung an Layé Conde

Gedenk-Kundgebung am Samstag, 5. Januar, 12.00 Uhr, Ziegenmarkt

Am 7. Januar 2005 starb der ursprünglich aus Sierra Leone stammende Flüchtling Laye Condé an den Folgen der zwangsweisen Vergabe von Brechmitteln im Bremer Polizeirevier in der Vahr. Der Einsatz wurde auch dann noch fortgesetzt, als Laye Conde bereits im Koma lag. Der damalige Innensentator Röwekamp rechtfertigte den Brechmitteleinsatz mit den Worten, „Schwerstkriminelle“ (gemeint waren mutmaßliche Kleindealer) müssten halt „mit körperlichen Nachteilen rechnen“, zugleich demonstrierten unter dem Motto „Das war Mord, Herr Röwekamp!“ rund 1.000 Menschen gegen „Brechmittelfolter“ und Rassismus. (mehr…)

„schwedische gardinen statt deutsches reich“

kopiert von regentied.blogsport.de

Für zwei »Ka­me­ra­den« der Ol­den­bur­ger Na­zi­ban­de ist der »Kampf um die Stra­ße« erstein­mal be­en­det – statt­des­sen kön­nen sie in den nächs­ten Mo­na­ten ihre Ge­fänd­nis­zel­le zur »Na­tio­nal­be­frei­ten Zone« hal­lu­zi­nie­ren. Hin­ter­grund ist die Bil­dung des Lynch­mobs, der am 19. März ver­such­te ein Wohn­haus in Nor­den­ham zu stür­men. Wie be­reits be­rich­tet, wurde des­halb am 6. De­zember 2012 ein Pro­zess wegen des Vor­wurfs des schwe­ren Land­frie­dens­bruchs gegen 6 Nazis aus Hude und Ol­den­burg er­öff­net. Ges­tern fie­len nun die Ur­tei­le: Der 24-​jäh­ri­ge Haupt­tä­ter, wel­cher auch zur Er­stür­mung des Hau­ses auf­ge­ru­fen hatte, muss für 15 Mo­na­te ins Ge­fäng­nis. Etwas glimpf­li­cher ging es für einen zwei­ten ge­stän­di­gen An­ge­klag­ten aus, wel­cher nur zu einer Haft­stra­fe von 8 Mo­na­ten ver­ur­teilt wurde. Die üb­ri­gen vier An­ge­klag­ten wur­den »wegen Man­gel an Be­wei­sen« erstein­mal frei­ge­spro­chen – die Staats­an­walt­schaft will al­ler­dings in drei Fäl­len in Be­ru­fung gehen. (mehr…)

Silvester zum Knast!

Spaziergang | keine Demo | keine Kundgebung | keine Anmeldung

31.12.2012 | 20 Uhr | JVA Oslebshausen (Haupteingang)

Es gibt in vielen Städten seit Jahren die Tradition am Silvesterabend zu den Knästen zu gehen, um gegen das System Knast zu demonstrieren. Letztes Jahr gab es auch in Bremen wieder eine Knastdemo; dieses Jahr wollen wir am Silvesterabend mit euch zusammen der JVA Oslebshausen einen unangemeldeten Besuch abstatten und einen Spaziergang um den Knast machen. Da es am schönsten wäre, wenn die Gefangenen auch was von uns mitbekommen und wir gesehen und gehört werden, sollten wir uns
alle überlegen, wie wir am besten auf uns aufmerksam machen. Wir wollen gemeinsam und laut Stimmung gegen Knäste und die beschissenen kapitalistischen, rassistischen und sexistischen Gewaltverhältnisse machen, also vergesst nicht eure Ghettoblaster, Taschenlampen und Feuerwerk einzupacken! Seid kreativ und denkt euch auch gerne sonstwie coolen Kram aus und bringt ihn mit. Packt euch warm ein und passt aufeinander auf!

Ein ausführlicher Aufruf folgt ist inzwischen [hier] zu finden.

Armut in Bremen

Bremen hat nach einem Bericht des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands den höchsten Anteil an armutsgefährdeten Menschen aller Bundesländer.
Mit einer Quote von 22,3 Prozent (2010: 21,1) rutsche das kleinste Bundesland um einen Platz hinter Mecklenburg-Vorpommern (22,2 Prozent) ab, teilte der Verband am Donnerstag mit. Damit trägt erstmals ein westdeutsches Land die rote Laterne. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens erzielt. Für einen Alleinlebenden liegt die Grenze bei 848 Euro im Monat, für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 1781 Euro. Am besten schneidet Baden-Württemberg mit 11,2 Prozent ab.

Quelle: kreiszeitung.de

Kinderarmut in Bremen
Laut einer gestern veröffentlichten Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung hat Bremen die bundesweit höchste Armutsquote bei Kindern. Laut Studie sind knapp 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland von Armut betroffen, in Bremen lebt fast jedes dritte Kind unterhalb der Armutsgrenze. Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Bremen mit einem Anteil von 32,6 Prozent armer Kinder wird gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 30,1 und Sachsen-Anhalt mit 28,1 Prozent.

Quelle: taz.de

Aufruf zum unversöhnlichen Akt der Negation des zu-alt-werdens

Es geht ein Gespenst um in der radikalen Linken — und das auch nicht seit gestern. Die radikale Linke ist geprägt von einem faktischen Jugendwahn, Strukturen mit mehren Treffen in der Woche ergänzt um Aktionen, Abendveranstaltungen und Wochendworkshops sind keine Seltenheit. Wer da Mithalten will, nicht nur passiv „mal“ Termine wahrnehmen möchte, Teil von Entscheidungsstrukuren sein und die, nicht nur manchmal obskuren, Winkelzüge linksradikaler Praxis und Theoriedebatten nachvollziehen möchte, muss nicht nur ein gehöriges Maß an Energie und Begeisterung mitbringen sondern vor allem auch viel Zeit.
Zeit die ganz schnell, bei aller Begeisterung, nicht mehr da ist. Ausschlusskriterien finden sich zu Hauf und, biografisch betrachtet, auch immer schneller Dank verkürzter Schul- und Unizeiten, Niedriglohn und immer höherer Taktung der Arbeitszeit. Ist Schule oder Uni vorbei, beginnt mensch eine Ausbildung, geht sie*er einer Lohnarbeit nach oder sind sogar Kinder da, ist es rasch vorbei mit der Zeit. Nicht zu vergessen bei alledem, bei aller Kritik an Biologismen, werden mit fortschreitenden Alter auch die eigenen Kräfte geringer, die Zeit die mensch zum eigenen Ausruhen braucht immer länger.

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Magdeburg-Mobiveranstaltung

28.12.12 | 19 Uhr | Infoladen

Mobiveranstaltung zusammen mit Aktivist_innen aus Magdeburg für die Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch in Magdeburg am 12./19. Januar.

checkt 365tageoffensiv.blogsport.eu

siehe auch

Im Schatten von Rosa und Karl.

Für den 13.01.2013 ruft das Bündnis “Rosa & Karl” zu einer alternativen Gedenkdemonstration in Berlin auf. Das Bündnis distanziert sich vom Traditionsmarxismus und anderen Formen autoritärer Kommunismusrezeptionen und möchte “eine emanzipatorische Alternative zur traditionellen LL-Demonstration” initiieren.
Wir befinden die Stoßrichtung, sowie das Anliegen des Aufrufes “Gedenken in der Krise”, den wir im folgenden dokumentieren, größtenteils als unterstützenswert: www.rosaundkarl.de
In den letzten Wochen wurde vermehrt Kritik an dem vorwiegend aus sozialdemokratischen Jugendorganisationen bestehenden Bündnis formuliert (1). Und dies mit Recht. Auch wir sehen ein Gedenken mit Organisationen die im historischen Erbe derer stehen, die die Ermordung derer billigten, der sie zu gedenken wünschen, als problematisch. Doch unsere Kritik verläuft nicht nur an der historischen Tat der Sozialdemokratie und ihres vermeintlichen Verrates, sondern an der aus der sozialdemokratischen Theorie und Praxis resultierenden Kontinuität. Dabei sind wir uns über das Anliegen der beteiligten Sozialdemokrat*innen, die eigene Vergangenheit kritisch zu verhandeln, bewusst und heißen dies gut. 
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte der eigenen Bewegung wäre auch bei der LL-Demonstration wünschenswert. (mehr…)

„Wie schade, wie schade, die schöne Fassade“

16. November 2012, Bremen

Das Verbindungshaus des rechten „Verein Deutscher Studenten zu Bremen“ (VDSt) in der Lilienthaler Heerstraße 5 wird zu nächtlicher Stunde Opfer einer Farbattacke: Unbekannte besudeln die Frontseite des Gebäudes großflächig mit brauner Farbe.

Einer Passantin zufolge sieht es aus, als hätten „Außerirdische Durchfall gehabt“, womit eine direkte Überleitung zu den politischen Inhalten des schwarz-weiß-roten Männerclubs möglich wäre, auf die an dieser Stelle aber nicht weiter eingegangen werden soll.

Quelle: antifa-bremen.org

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700×50 für Oury Jalloh

Am 7. Januar 2004 verbrannte der Asylsuchende Oury Jalloh in Dessau in einer Polizeizelle. Wir haben versucht, euch aus den verfügbaren Quellen eine Übersicht über die Ereignisse zu geben.
Derzeit sammelt die “Initiative Oury Jalloh” Geld, um einen neuen Brandgutachter zu bezahlen. Da sowohl die Zelle nachgebaut als auch viele baugleiche Matratzen und ähnliches gebraucht werden, wird eine Menge Geld benötigt. Das konkrete Ziel, um diesen wichtigen Teil der Aufklärung zu bewerkstelligen, sind 40.000€.
Deswegen wird nun mit dem Slogan 700×50€ um Spenden geworben. Die Idee dahinter ist, dass, wenn 700 Menschen 50€ spenden, genug verfügbar ist. Doch auch kleinere oder größere Beträge sind der Initiative sehr willkommen.
Auch wir haben intern gesammelt und werden kurz vor Weihnachten das Geld der Initiative zukommen lassen. Wenn Ihr auch helfen wollt, dann sammelt unter Freund_innen, in der Familie, der politischen Gruppe oder überweist einfach selbst, was Ihr entbehren könnt.
Die Spende lässt sich übrigens auch von der Steuer absetzen.

Spendenaufruf als PDF [hier]

akj-bremen.org

War Starts Here !!

Folgende Auftritte der Bundeswehr in Bremen
sind für 2013 angekündigt:

Messe:
12.01.2013-13.01.2013 Horizon
08.02.2013-09.02.2013 Top Job Weserpark
13.02.2013-15.02.2013 Symposium Intensivmedizin und
Intensivpflege

Schul-Kooperation:
15.01.13-17.01.13 Simulation „Politik und Internationale Sicherheit“
(Johannes Althusius Gymnasium Emden)
Scharnhorst-Kaserne (mehr…)