Sylvester am Knast 2012

Am Sylvesterabend gab es in Bremen einen unangemeldeten Knastbesuch.

Etwa 70 Menschen spazierten an Sylvester 2012 zweimal rund um die JVA Oslebshausen um ein Zeichen gegen das Knastsystem und für eine Gesellschaft ohne Gefängnisse zu setzen. Erfreulicherweise hatten mehrere Leute ihre Ghettoblaster mitgebracht – Feuerwerk und die unvermeidliche Böllerei gab es natürlich sowieso. So bekamen auch die Eingesperrten etwas von der Aktion mit, die sie mit Jubel begrüßten. Die tristen Knastmauern wurden mit fröhlichen Farben aufgepeppt (Supi-Aktion!) und die Ansage „Fight Law and Order“ gesprüht. Die Bullen hielten sich zurück, begleitet wurde der Spaziergang von zwei Wannen und einem Mann in Zivil, der offenbar ebenfalls in staatlicher Mission unterwegs war. Die Grußbotschaft vom Anarchist Black Cross Berlin wurde verlesen. Ansonsten gab es keine Redebeiträge, allerdings auch keine Anlage mit soviel Wumms, dass innerhalb der Mauern was zu hören gewesen wäre. Es sei angemerkt, dass es schön wäre, wenn den Menschen im Knast bei ähnlichen Aktionen zukünftig irgendwie noch mehr zum inhaltlichen Anliegen vermittelt werden könnte. Im Vorfeld war in einem Aufruf bereits der inhaltliche Rahmen abgesteckt und eine grundsätzliche Kritik am Knast als Element der Aufrechterhaltung herrschender Ordnung gesponnen worden. Siehe hier: http://endofroad.blogsport.de/2012/12/20/silvester-zum-knast-2/


4 Antworten auf „Sylvester am Knast 2012“


  1. 1 ähmmm... 03. Januar 2013 um 15:53 Uhr

    ich hab eine etwas andere wahrnehmung des kontaktes mit den beiden im nicht ummauerten bereich (bei der ersten runde). während einer pause des ewigen geböllers hörte ich etwas mit „arschlöcher“. das mag daran liegen, dass einige von uns böller direkt in deren richtung warfen. is wahrscheinlich nen blödes gefühl, wenn böller richtung geschlossener räume angeflogen kommen.

    und um unser auftauchen nicht im falschen licht stehen zu lassen. das zusammentreffen war zwar nicht angemeldet, aber durchaus (öffentlich) angekündigt. und dafür wiederum finde ich 70 leutz eher spar.

  2. 2 naja 07. Januar 2013 um 1:10 Uhr

    die szene wo du eine person „arschlöcher“ rufen gehört hast konnten wir nicht richtig rekonstruieren. uns ist unklar ob und wer das warum zu wem gerufen hat. es haben auf jeden fall mehrere inhaftierte sehr eindeutig gejubelt und geklatscht. dass zu nah auf die keine böller geworfen werden ist auch weiterhin wünschenswert…

  1. 1 In actie tegen de gevangenismaatschappij | Anarchistische Groep Nijmegen Pingback am 08. Januar 2013 um 0:59 Uhr
  2. 2 In actie tegen de gevangenismaatschappij | Anarchist Black Cross Nijmegen Pingback am 09. Januar 2013 um 17:48 Uhr
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