Samstag: Keinen Meter den Nazis in Weyhe

UPDATE: Nazikundgebung in Kirchweyhe

UPDATE 2 [22.3.]: Laut Weser Kurier wurde die Demonstration der Nazis in Weyhe inzwischen verboten.

Für den 23. März 2013 wurde von Neonazi Christian Worch eine Demonstration der Partei „Die Rechte“ in Weyhe unter dem Motto „Mord an Daniel S. (25) – Gegen Versammlungsverbote“ angemeldet. Die Nazis mobilisieren für Samstagmittag um 12 Uhr zum Bahnhof Weyhe. Zudem haben sie im Internet eine Sonderseite für die Demonstration erstellt [siehe unten].

Heute gab u.a. der Runde Tisches gegen Rechts für Integration in Weyhe bekannt, dass dieser eine Mahnwache am Samstag von 10 bis 18 Uhr am Bahnhof durchführen will. Integrationsrat, Präventionsrat und Runder Tisch rufen dazu auf, „Flagge gegen Rechts“ zu zeigen.
Bürgermeister Lemmermann sagte zum Weser Kurier, dass eine Entscheidung, ob die Demo der Nazis verboten wird, noch nicht gefallen sei. „Wir sind dabei, den Antrag zu prüfen. Momentan haben wir aber mit einer Veranstaltung der Rechten zu rechnen. Wir wissen aber nicht, wann sie hier aufschlagen werden.“

siehe auch:
blick nach rechts: Worch-Partei demonstriert in Kirchweyhe
kreiszeitung.de: „Die braune Suppe gehört nicht hierher“
Weser Kurier: Weitere Mahnwache in Kirchweyhe

Einen Pressespiegel zu den Geschehnissen in Kirchweyhe gibt es [hier].


Screenshot der Sonderseite der Nazis (kirchweyhe.nw.am)


6 Antworten auf „Samstag: Keinen Meter den Nazis in Weyhe“


  1. 1 HKG 22. März 2013 um 9:01 Uhr

    Ich bekam die ganze Sache mit, da eine Freundin wahllos Bilder und Parolen teilte, die mich reichlich wunderten. Ich sah mir dann die Gruppen an, die zum Mord entstanden sind. Die Parolen, die da geschwungen wurden, waren erschreckend. Rechte Gruppierungen nutzen den Tod eines Menschen für ihre politische Zwecke schamlos aus!

  2. 2 endofroad 22. März 2013 um 9:20 Uhr

    In diesem Zusammenhang auch interessant:

    • Der rassistische Leserbrief (pdf) von Lore Cordes im Achimer Kreisblatt vom 16.3.
      Frau Cordes ist die Mutter von Neonazikader Florian Cordes und im Rat der Gemeinde Oyten für die SPD tätig.
    • Dazu: Reaktion auf kreiszeitung.de: „Über Lore Cordes’ Rassismus empört“
  3. 3 Vorlaäufiges Verbot bedeutet nichts. 22. März 2013 um 16:39 Uhr

    Die Faschoschweine werden vermutlich wieder das Verbot vor dem Verwaltungsgericht anfechten. Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende besteht ein verwaltungsgerichtlicher Not– und Eildienst.

    Nazis zu Kartoffelpüree!

  4. 4 leser_in 22. März 2013 um 17:41 Uhr

    letztendlich wird das ganz wohl vors gericht gehen, welches entscheidet ob die nazidemo verboten bleibt oder nicht. von der nazimobilisierungsseite:

    „Anders als am vergangenen Wochenende aber ist diesmal ein verwaltungsgerichtlicher Not– und Eildienst beantragt und vom zuständigen Gericht auch bestätigt worden. Eine neuerliche Aushebelung unserer Rechte aus Artikel 19 Abs. 4 – Rechtswegegarantie – wird es nicht geben. Das Verwaltungsgericht wird auf den Eilantrag hin entscheiden. Und wenn nötig, auch das Oberverwaltungsgericht.“

    heißt also: augen und ohren offen halten, checken was geht und vielleicht doch nach weyhe.

  5. 5 @ leser_in 22. März 2013 um 22:06 Uhr

    Ist inzwischen ja eine eindeutige Sache, oder? Die Nasen marschieren…
    http://endofroad.blogsport.de/2013/03/22/demonstrationsverbot-in-weyhe-aufgehoben/

  6. 6 Nicht Lore 22. März 2013 um 22:15 Uhr
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