„nur die Spitze des Eisbergs“

33 Tonnen Waffen pro Tag
2011 und 2012 wurden im Land Bremen 24.031 Tonnen an Waffen und Munition für den Export verladen. Die Explosivstoffmasse betrug 1.640 Tonnen. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Den größten Anteil machen demzufolge Patronen aus, gefolgt von Gefechtsköpfen und Raketen. Laut Hafenpolitiker Klaus-Rainer Rupp erfasst die jetzt veröffentlichte Liste „nur die Spitze des Eisbergs“. Rüstungselektronik, Panzer ohne Munition oder ungeladene Sturmgewehre fielen nicht unter die Meldepflicht, weil von ihnen keine Explosionsgefahr ausgeht. Jeden Tag würden 33 Tonnen todbringende Fracht verladen. Die Linkspartei fordert ein Umschlagverbot solcher Transporte, ähnlich wie es sie bei den Kernbrennstoffen gibt. Nach Angaben des Hafenressorts entscheidet die Bundesregierung über den Export von Waffen und Rüstungsgütern. Deshalb sei den Landesbehörden nicht bekannt, wohin die Lieferungen gingen, sagte ein Ressortsprecher.

kopiert aus der taz