Aufruf zum 1. Mai in Bremen

Treffpunkt Blockupy Block: 10.00 Uhr vor dem Paradox

Aufruf:

Die Krise heißt Kapitalismus
Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist längst nicht vorüber. Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern scheinen so gut wie pleite und sind auf die „Rettung“ durch IWF, EZB und EU angewiesen. In all diesen Ländern wird deutlich, was diese Abhängigkeit für die Menschen bedeutet. Der Ausverkauf der Länder ist in vollem Gange. Im Zuge der Privatisierungspolitik werden öffentliche Bereiche an private, nicht zuletzt auch an deutsche Investoren, verkauft. Erkämpfte soziale Standards werden beschnitten, das Renteneintrittsalter wird heraufgesetzt, die Löhne sinken. Die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben ist für die Menschen dort brutaler Alltag.

Armes Bremen, reiches Bremen
Aber auch in Bremen wächst die soziale Spaltung. In kaum einem anderen Bundesland gibt es mehr überschuldete Menschen, mehr Kinder in Armut, mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen. Stark betroffen sind Erwerbslose, MigrantInnen, Alleinerziehende, Jugendliche und vor allem auch Kinder. Die Schere zwischen arm und reich hat sich im Land Bremen, wie in Deutschland insgesamt, weiter geöffnet. Das betrifft nicht nur Einkommen und Vermögen, sondern nahezu alle Lebenslagen.

Gewerkschaft ist nicht gleich Gewerkschaft
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“ (Warren Buffett, Großinvestor) Klassenkampf wird also weiterhin offensiv geführt, nur eben nicht von der ArbeiterInnenklasse. Das scheinheilige Konzept der Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden wird nun nicht mehr gebraucht. Der DGB hat in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen, wie er mit dieser Situation der Kräfteverhältnisse zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern umgeht. Durch die jahrelange Verzichtspolitik, in Kombination mit den HartzIV-Gesetzen, hat er in Deutschland Sozialkahlschlagsprogramme mitgetragen, die nun auch den Krisenverlierern per Austeritätspolitik aufgezwungen werden. Die dadurch einsetzende Prekarisierung raubt den Menschen ihre Träume und Zuversicht auf ein schönes Leben. Versuchen wir diesem schwerfälligen, bürokratischen Apparat eine Alternative entgegenzusetzen! Basisdemokratisch und mit dem Wissen, dass es bei der Konkurrenz zwischen Menschen immer Verlierer gibt, wollen wir versuchen gemeinsam der Ungerechtigkeit etwas entgegenzusetzen und für eine solidarische Gesellschaft kämpfen.

Aus diesem Grund rufen wir für den 1.Mai, den Tag der ArbeiterInnenklasse, zur Teilnahme am alternativen Block des Blockupy-Bündnisses auf der jährlichen Bremer Mai-Demo auf!

Krise lösen heißt Kapitalismus überwinden!
Keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen!
Grenzenlose Solidarität statt beschränktem Nationalismus!

Freie ArbeiterInnen Union Bremen

Direkt im Anschluss gehts weiter zum traditionellen Buchtstraßenfest, auf dem wir mit einem Bücher- und Infotisch vertreten sein werden.


3 Antworten auf „Aufruf zum 1. Mai in Bremen“


  1. 1 GDP? Neeeeeeeeee! 29. April 2013 um 11:12 Uhr

    Fett, da können wir zusammen mit den rechten Spinnern der Polizeigewerkschaften demonstrieren! Geile Sache!!!

    gdp.de/gdp/gdphb.nsf/id/0246D18D00EA6FE3C1257B5800569384/$file/1_-Mai_Aufruf_2013.pdf?open

  2. 2 Keepon rockin' 30. April 2013 um 14:16 Uhr

    Nein natürlich mit dem kritisch-alternativen Block !
    Treffpunkt 10:00h vor dem Paradox

    Ein gutes Leben für alle gemeinsam erkämpfen!
    Blockupy Widerstand im Herzen des Krisenregimes
    sind die beiden Transpis

    anderes alles willkommen.
    Wir versuchen immer wieder erneut zu agitieren.

  1. 1 1. Mai in Bremen! | linksjugend ['solid] bremen Pingback am 29. April 2013 um 16:22 Uhr
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