VA: Uranbergbau, Atomindustrie & Widerstand in Afrika

Vortrag von Golden Misabiko, anschließend Film

Donnerstag, 6. Juni | 20 Uhr | Paradox (Bernhardstr. 12)

Der kongolesische Umwelt- & Menschenrechtsaktivist Golden Misabiko macht im Rahmen der Fertigstellung des Dokumentarfilms ATOMIC AFRICA, in dem er eine zentrale Rolle spielt, eine Deutschlandrundreise. In Bremen referiert Golden schwerpunktmäßig zum Thema des Uranabbaus und seiner Folgen in Afrika. Im Anschluß zeigen wir den Film, der an diesem Tag erstmals ausgestrahlt wird, wer gerne noch so lange bleiben möchte, ist herzlich eingeladen zum gemeinsamen Anschauen.

Golden Misabiko ist Aktivist in der Afrikanischen Vereinigung für den Schutz der Menschenrechte (ASADHO) und der African Uranium Alliance. Er veröffentlichte in seinem Heimatland 2009 einen Bericht über die Folgen des Uranabbaus durch den französischen Konzern AREVA und wurde darufhin verhaftet. Nur aufgrund internationaler Proteste wurde Golden Misabiko aus der Haft entlassen. Er musste sein Land jedoch verlassen. Nun lebt er in Südafrika, weist unermüdlich auf die Folgen des Uranabbaus hin und benennt die Verantwortlichen.

Die AREVA-Gruppe ist Weltmarktführer im Bereich der Atomtechnik. AREVA ist nicht nur im Kongo, sondern u.a. auch in Mali und Niger aktiv. Der Konzern ist dort der größte Arbeitgeber im Land, die Uranmine die weltweit größte. Rund um die Städte Arlit und Akokan sollen sich mittlerweile ca. 35 Mio. Tonnen Abraum türmen, jährlich sollen einige 100.000 Tonnen hinzukommen. KritikerInnen werfen der AREVA vor, die Gesundheit der Menschen zu gefährden und die Umgebung radioaktiv zu kontaminieren.

Die Zustände um den Uranbergbau werden zunehmend schlimmer und die NGOs in Afrika und anderen vom Uranbergbau bedrohten Regionen, die sich dagegen zur Wehr setzen, werden bedrängt. Sie brauchen dringend internationale Solidarität.

Wir wollen auf den viel zu wenig beachteten Uranbergbau und seine Gefahren aufmerksam machen. Nicht zuletzt wird das in Afrika und anderen Regionen der Welt unter oft haarsträubenden Bedingungen nach neokolonialem Muster abgebaute Uran z.B. in der UAA Gronau weiterverarbeitet. Von dort wird es in Form von Brennstäben für den Betrieb von AKWs in alle Welt transportiert, um dann als Jahrmillionen strahlender Atommüll anzufallen, der nirgendwo sicher eingelagert werden kann.

Stilllegung aller AKWs, weltweit und sofort!
Schluß mit dem Uranabbau, Kampf der Atomindustrie hier, in Afrika und überall!

http://antiatombremen.blogsport.de/