BIW drohen mit Volksaufstand gegen Geflüchtete

kopiert aus der taz

Vegesacks Volksmob

Nach einer Sitzung des Beirats Vegesack in agressiver Stimmung sprachen sich die OrtsteilpolitikerInnen gegen die Errichtung von Mobilbauten für Flüchtlinge aus.


Die Fremden-Angst treibt BürgerInnen-Massen in den Ortsbeirat Vegesack.

Der Beirat Vegesack hat am späten Donnerstagabend nach einer Sitzung in aggressiver Atmosphäre die Einrichtung einer neuen Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil abgelehnt. Bremens grüne Sozialsenatorin Anja Stahmann wollte auf dem Sportplatz „Fährer Flur“ Mobilbauten für 120 Personen errichten. Beirat und Ortsamt wurden sehr kurzfristig informiert. SPD, CDU, FDP und „Bürger in Wut“ stimmten gemeinsamen gegen den Ort. Es solle nach „sozial verträglichen“ Alternativen gesucht werden, heißt es in ihrem Beschluss.

Zuvor hatten BesucherInnen der Beiratssitzung im Stadthaus Vegesack Stahmanns Staatsrat Horst Frehe angebrüllt und ausgebuht. Der Saal war überfüllt, AnwohnerInnen saßen auf dem Boden, standen bis in den Flur. Im Vorfeld hatte die CDU mit Handzetteln mobilisiert.

Als Frehe erklärt, dass die Flüchtlingszahlen steigen, 2013 vermutlich 90.000 bis 100.000 Menschen in Deutschland Schutz suchen würden, geht ein Raunen und Stöhnen durch das Publikum. Die Krisenherde hätten zugenommen, sagt Frehe. „Was sind wir dafür verantwortlich?“, kommt es zurück.

Auch Heiko Hergert, Referatsleiter für Zuwanderung im Sozialressort, kann kaum ausreden. 780 Menschen müssten in der Stadt Bremen untergebracht werden, sagt er. Händeringend würde nach Unterkünften gesucht. Von den 12.000 Quadratmetern des Platzes werde nur ein Viertel in Anspruch genommen. Lautes Lachen erfüllt den Saal.

Mobilbauten seien nicht irgendwelche Hütten, sagt Hergert. Fünf Jahre könnten sie dort stehen. „Arbeit macht frei“, ist in den Reihen zu hören. Vier- und Zwei-Bett-Zimmer seien geplant, so Hergert, mit eigener Dusche und WC und Kochecke. Alternativen in Vegesack wie das Vulkan-Verwaltungsgebäude seien zu groß und zu aufwendig im Umbau. „Der Bunker Valentin ist groß genug“, sagt einer.

Frehe wird laut
Frehe wird nun selber laut: „Die Kommentare sind unplatziert, das höhnische Lachen finde ich nicht in Ordnung.“ Die Beiratssprecherin Heike Sprehe (SPD) beschwert sich, dass der Beirat vom Sozialressort als „wichtigste Institution vollständig überrascht wurde“. Die Aufnahme von Flüchtlingen begrüße sie grundsätzlich. Das sagt auch Beirat Cord Degenhard von den „Bürgern in Wut“, ehemals CDU. Er will sie nur nicht in Vegesack. Degenhard wendet sich an die Gäste: „Ich fühle mich ausgesprochen wohl, weil ich noch andere Wutbürger sehe.“ Breiter Applaus.

CDU-Sprecher Detlef Scharf und FDP-Mann Rainer Buchholz knüpfen an. „Die Bürger im Stadtteil kommen für mich zuerst“, sagt Scharf. Als Thomas Pörschke von den Grünen versucht zu erklären, warum er zwar 120 Flüchtlinge auf diesem Platz für zu viel hält, das Vorhaben aber nicht gänzlich ablehnt, werden die ZuhörerInnen aggressiver. Volker Beringer (SPD) argumentiert, der Platz werde nach der Bebauung kaputt sein. Zum angrenzenden Schwimmbad sei eine Mauer, „das ist natürlich ein Vorteil“, sagt Beringer.

Sabri Kurt, Beiratsmitglied für die Linkspartei, versucht zu sprechen. Er wird niedergebrüllt. Der Ortsamtsleiter greift zum Mikrofon – und ermahnt Kurt, sachlich zu bleiben. Der Linksparteiler ist das einzige Beiratsmitglied mit Migrationshintergrund. Er bricht seine Rede ab.

„Pfui, aufhören!“
Bremens Integrationsbeauftragte Silke Harth meldet sich. Überall gebe es Sorgen, aber der Druck sei gigantisch, erklärt sie und findet kein Gehör. „Das sind doch gar keine Flüchtlinge“, schallt es. Britta Ratsch-Menke vom Verein Zuflucht will etwas sagen. Geschrei, „Pfui, aufhören“. Libuse Cerna, Vorsitzende des Bremer Rats für Integration, wird niedergebrüllt. „Wo ist die Solidarität mit den deutschen Kindern“, wird gerufen, „Drogen“ und „Kriminalität“.

Ein junger Mann in rot-weiß kariertem Hemd steht auf, dreht sich zu den AnwohnerInnen: „Ich als Deutscher bin nicht mehr offen für Integration. Ich als Deutscher …“ FDP-Beirat Rainer Buchholz meldet sich: Die Sitzung sei „keine Anhörung von Interessensverbänden“. Das meint er in Bezug auf Cerna, Harth und Ratsch-Menke, nicht auf den jungen Mann. Buchholz will, dass die Vegesacker weiterreden. Eine ältere Frau meldet sich, zeigt auf Linken-Beirat Sabri Kurt: „Ich muss mir von einem Neu-Bürger nicht sagen lassen, wir sind Nazis. Es ist vorbei“, brüllt sie ins Mikrofon des Ortsamtsleiters. Rasender Applaus.

Frehe versucht nochmals zu erklären. 120 Menschen in Mobilbauten seien kein Ghetto. Es komme auch auf die Nachbarschaft an. Trotz Mikrofon dringt er kaum durch. Wird angeschrien, ausgebuht. Dann sagt er: „Sie haben sich dagegen verwahrt, ausländerfeindlich zu sein. Gleichzeitig haben sie Sachen gesagt, die genauso aufgefasst werden.“

Solidarität erwünscht
Ein junges Ehepaar lehnt die ganze Zeit ruhig an der Wand. Sie sind Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Eduard-Grunow-Straße. Er floh aus dem Iran, sie aus Afghanistan. Die „Demokratie zu sehen ist sehr interessant“, sagt der junge Mann. „Dass Vertreter der großen Parteien mit den Bürgern reden, dass habe ich noch nie gesehen.“ Von den Redebeiträgen habe er nur die Hälfte verstanden, aber die hätten ihn schon ein bisschen geschockt: „Ich hätte mir etwas mehr Solidarität mit den Flüchtlingen gewünscht. Die Leute wissen doch, was in der Welt los ist.“

Die Sitzung endet damit, dass Degenhard von den BiW mit einem Volksaufstand droht: „Herr Frehe, wenn sie das weiter durchziehen, dann gibt es nicht nur einen Platz in Istanbul, dann gibt es auch einen Sedanplatz.“

kopiert aus der taz

siehe auch
taz: Eine Schande
Radio Bremen: Flüchtlingswohnheim im Fährer Flur abgelehnt
Weser Kurier: Beirat gegen Flüchtlingsheim auf Sportplatz
taz: Angst vor Asylheimen
Radio Bremen: „Die Lage ist angespannt“
Weser Kurier: Flüchtlingsheim: Beirat irritiert
Weser Kurier: Frehe: „Schnell handeln“
buten un binnen: Ärger um Flüchtlingsheim in Vegesack


23 Antworten auf „
BIW drohen mit Volksaufstand gegen Geflüchtete


  1. 1 Xenophobia kills! 05. Juli 2013 um 22:29 Uhr

    Das schreit ja förmlich nach Intervention!
    Ekeliger Mob von dummdeutschen RassistInnen.

    Antiracist action!

  2. 2 Scary 05. Juli 2013 um 22:35 Uhr

    Warum war niemand vor Ort und hat den die Typen umgehauen???

  3. 3 Scheiß Rassisten, Nazipack! 06. Juli 2013 um 0:01 Uhr

    Rostock 1992: Nazis zünden ein Asylheim an und der Deutsche Mob klatscht Beifall.
    2013: So weit scheinen viele VegesackerInnen gar nicht entfernt vorm Beifallklatschen sein…
    Scheiß Kartoffeln!

  4. 4 endofroad 06. Juli 2013 um 0:42 Uhr

    An dieser Stelle befand sich bis vor kurzem ein Kommentar mit der im Internet frei zugänglichen Adresse von Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt.
    Um Missverständnisse zu vermeiden, haben wir diese entfernt.

  5. 5 kritz 06. Juli 2013 um 1:00 Uhr

    Was wir jetzt brauchen, ist eine eindeutig
    antagonistische und wütende antirassitistische Demo durch Bremen-Nord.
    solidarische Grüße an alle, die sich diesem faschistischen Furor
    entgegengestellt haben.

  6. 6 Kotze 06. Juli 2013 um 2:06 Uhr

    Die Rassisten um BIW und NPD sind am wüten und SPD und CDU finden’s toll. Einfach ekelig!

    Wo ist die Mauer? Das Volk muss weg!

  7. 7 R bremen 06. Juli 2013 um 11:22 Uhr

    „Die Lage ist angespannt“
    Interview mit Heiko Hergert

    Die Zahl der Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl suchen, hat sich in diesem Jahr fast verdoppelt. Auch Bremen muss nun erheblich mehr von ihnen aufnehmen. Überall in der Stadt entstehen neue Unterkünfte. Nicht alle sind damit glücklich. Keine leichte Aufgabe für Heiko Hergert. Er muss die Flüchtlinge unterbringen.

    Heiko Hergert leitet das Referat für Zuwandererangelegenheiten des Landes Bremen. Er organisiert die Aufnahme und Versorgung von Asylbewerbern, Flüchtlingen und Spätaussiedlern. Auch die Förderung von Migrationsberatungsstellen, der Selbsthilfeförderung und der Härtefallkommission gehört zu seinen Aufgaben.

    Radio Bremen: Herr Hergert, 500 zusätzliche Flüchtlinge in Bremen. Da kommt ganz schön was auf Sie zu, oder?

    Heiko Hergert: Ja, das ist ein schwere Aufgabe. Die Zuwandererzahlen explodieren. Wir hatten bundesweit von Januar bis Juni 90 Prozent mehr Flüchtlingszugänge als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

    Radio Bremen: Stehen denn die Betroffenen jetzt schon an Bremens Pforte?

    Heiko Hergert: Das System der Unterbringung von Asylbewerbern ist in Deutschland so, dass alle Bundesländer eine bestimmte Aufnahmequote erfüllen müssen. Sprich: Alle Asylbewerber werden so verteilt, dass jedes Bundesland seine Quote erfüllt. Jedes Land muss eine entsprechende Aufnahmeeinrichtung vorhalten, auch Bremen. In diesen Einrichtungen melden sich die Flüchtlinge. Insofern stehen die Leute tatsächlich bei uns vor den Türen unserer Aufnahmeeinrichtung und müssen dort versorgt werden.

    Radio Bremen: Ich könnte mir vorstellen, dass bei der aktuell hohen Zahl der Hilfesuchenden die Situation in der Erstaufnahme-Einrichtung nicht gerade einfach ist.

    Heiko Hergert: Ja, die Lage ist in der Tat angespannt. Weil die Einrichtung nur eine bestimmte Platzzahl hat und wir ganz schnell in die Breite gehen müssen, also in andere Bundesländer verteilen oder in die Einrichtungen, die wir schon zur Verfügung haben.

    Radio Bremen: Zu denen sollen nun weitere hinzukommen und nicht jeder ist glücklich darüber. Manche befürchten gar eine Zunahme von Kriminalität.

    Heiko Hergert: Wir betreiben seit vielen Jahren Übergangswohnheime in verschiedenen Stadtteilen und es gibt keinen Stadtteil, in dem wir Wohnumfeldprobleme haben oder Probleme an den Schulen. Kriminalitätsprobleme haben wir schon gar nicht, wie es ja auch die Polizei bestätigt. Dennoch muss man die Ängste der Bevölkerung natürlich ernst nehmen. Es gibt ja aktuell wieder sehr positive Beispiele an zwei Einrichtungen, die wir in den letzten sechs Monaten geschaffen haben: die Eduard-Grunow-Straße und auch in der Notaufnahmestelle in Schwachhausen in der Thomas-Mann-Straße. Dort hat sich gezeigt, dass ein Aufeinanderzugehen der Nachbarn und der Institutionen im Umfeld genau das bewirkt, was wir alle wollen, nämlich eine schnelle Integration und auch ein Willkommen der Menschen auf ihrer Flucht, die sie durch Zufall in unsere Stadt getrieben hat.

    Radio Bremen: Wann erfahre ich als Flüchtling eigentlich, in welchem Bundesland und in welcher Stadt ich untergebracht werde?

    Heiko Hergert: Das weiß ein Flüchtling sofort. Er meldet sich hier in der Einrichtung. Dann kriegt er erstmal für eine oder zwei Nächte ein Bett. Dann muss er sich an der Aufnahmestelle melden. Dort erfährt er sofort, wo er untergebracht wird, in welches Bundesland er gehen muss oder ob er hier bleibt.

    Radio Bremen: Welche Kriterien werden da zu Rate gezogen?

    Heiko Hergert: Das läuft über ein sogenanntes Verteilungsverfahren, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge betrieben wird. Bestimmte Bundesländer haben bestimmte Herkunftsländer aufzunehmen. Das richtet sich nach einem zufälligen System.

    Radio Bremen: Wie kann ich mir die Betreuung der Flüchtlinge in den einzelnen Einrichtungen vorstellen?

    Heiko Hergert: Sowohl die Aufnahmeeinrichtungen als auch die Übergangswohneinrichtungen in den Stadtteilen werden von pädagogischem Personal betreut, das versucht, den Menschen zu helfen: Bei der Freizeitgestaltung, bei der Suche nach Deutschkursen oder nach einer eigenen Wohnung. Es gibt bei uns kein Übergangswohnheim, in dem keine Betreuung stattfindet. Probleme können natürlich trotzdem entstehen, wenn die Betroffenen länger in einer Einrichtung leben müssen, weil sie keine Wohnung finden, was in Bremen natürlich ein großes Problem ist.

    Radio Bremen: Ziel ist es also, die Menschen so schnell wie möglich aus den Einrichtungen heraus in normale Wohnungen zu bekommen?

    Heiko Hergert: Ja, das ist das oberste Ziel. Da gibt es auch einen entsprechenden Senatsbeschluss, dass wir versuchen, Flüchtlinge so schnell wie möglich in Wohnungen zu bringen. Dazu hat auch im Februar die Deputation für Soziales einen entsprechenden Beschluss gefasst, dass es keine Mindestwohndauer mehr in den Wohnheimen gibt, bis auf die gesetzlich vorgegebene Mindestwohndauer in Aufnahmeinrichtungen von drei Monaten.

    Radio Bremen: Gibt es denn eine Höchstwohndauer?

    Heiko Hergert: Nein. Dann müssten wir die Betroffenen ja herauskomplimentieren. Es gibt übrigens auch Menschen, die gerne in den Übergangsheimen leben. Das ist bestimmt nicht die Mehrheit. Aber einige fühlen sich wohl und sicher in dieser sozialen Umgebung. Hier können sie sich austauschen mit Landsleuten. Die Mehrzahl möchte aber in einer eigenen Wohnung leben und wir ergreifen dafür entsprechende Maßnahmen.

    Radio Bremen: Welche sind das?

    Heiko Hergert: Wir haben pädagogische Fachkräfte, die mit den Menschen zusammen versuchen, eine geeignete Wohnung zu finden (…) über Zeitungsanzeigen oder die Wohnungsbaugesellschaften.

    Radio Bremen: Wie sieht es denn dann mit der Betreuung aus, wenn ein Flüchtling tatsächlich die Einrichtung verlässt und in eine eigene Wohnung zieht?

    Heiko Hergert: Die Ansprechpartner aus den Übergangsheimen stehen natürlich weiter zur Verfügung. Wir werden aber auch einen ambulanten Betreuungsdienst organisieren. Der ist gerade im Aufbau befindlich. Damit die Menschen in eigenen Wohnungen in den ersten Monaten einen Ansprechpartner haben und sich Hilfe holen können, um Dinge des täglichen Lebens erledigen zu können.

  8. 8 Mike Werner 06. Juli 2013 um 11:27 Uhr

    Mir ist schlecht…

    Und halten sich dann selbst aber für eine Bürgerbewegung. Klopfen sich wahrscheinlich auf die Schulter, dass sie etwas gemeinsam bewegen können. Halten sich wahrscheinlich für mutig und standhaft…Diesen Menschen gewährt der Staat Grundrechte, Freiheiten und Leistungen…Oh, jetzt geht das Kotzen wieder los…

  9. 9 Flüchtlingsheim: Beirat irritiert 06. Juli 2013 um 13:41 Uhr

    Flüchtlingsheim: Beirat irritiert

    Nachdem der Beirat Vegesack am Donnerstagabend den Plänen für ein Flüchtlingsheim nicht zugestimmt hat, prüft die Sozialbehörde nun das weitere Vorgehen. Wie dieses am Ende aussieht, wenn der Beirat bei seinem Nein bleibt, ist derzeit noch völlig offen.

    http://www.weser-kurier.de/bremen/politik2_artikel,-Fluechtlingsheim-Beirat-irritiert-_arid,609908.html

  10. 10 Ich glaub es geht los 06. Juli 2013 um 13:43 Uhr

    alle nach Bremen-Nord!

  11. 11 endofroad 06. Juli 2013 um 13:53 Uhr

    An Oliver Meier von „Bürger in Wut“, der hier immer wieder rassitsisch rumpöbelt:

    Wir bitten dich, hier keine Kommentare mehr zu verfassen. Deine Kommentare strotzen immer wieder von rassistischen/fremdenfeindlichen/rechten Inhalten.

    Spar dir die Zeit des Kommentarschreibens [wir schalten deine Kommentare eh nicht mehr frei], hau deinen Kopf gegen die nächstbeste Wand und denke über dein Leben bzw. das deiner Mitmenschen nach!

  12. 12 biw 06. Juli 2013 um 14:00 Uhr

    BIW weise eine deutliche Affinität zu fremdenfeindlichen und autoritären Inhalten auf. Ihre kulturalistisch begründete Fremdenfeindlichkeit zeige sich in der Forderung nach „konsequente[r] Integration der bei uns auf Dauer lebenden Ausländer mit dem Ziel der Assimilation“.

  13. 13 Oliver Meier bei Abgeordnetenwatch 06. Juli 2013 um 14:05 Uhr
  14. 14 Alexander 06. Juli 2013 um 17:12 Uhr

    Nach dem Krieg wurden Flüchtlinge aus dem Osten auch nicht herzlich begrüßt, der Deutsche beschränkt eben seine Heimat bis zur Ortsgrenze…

  15. 15 einige anirassist*innen 07. Juli 2013 um 16:15 Uhr

    zur Koordinierung von Aktionen treffen sich am

    kommenden DIENSTAG, 19.00 Uhr, verschiedene Leute im SWH.

  16. 16 peinlich 07. Juli 2013 um 16:48 Uhr

    Kann nich sein, was da für Scheiße passiert.
    Bremen-Nord wird mir immer suspekter und regt mich einerseits mit solchen Aktionen auf und andererseits zum Fremdschämen an.
    Geht einfach nicht klar.

  17. 17 schnell handeln 08. Juli 2013 um 0:06 Uhr
  18. 18 doppel peinlich 08. Juli 2013 um 3:17 Uhr

    wer sich für stadtteile schämt hat irgendwas nicht verstanden

  19. 19 Wer solche Volksparteien hat, braucht keine NPD. 08. Juli 2013 um 11:57 Uhr

    Beirat Vegesack lehnt Flüchtlingswohnheim ab: O-Ton
    http://www.radiobremen.de/bremeneins/audio114358-popup.html

  20. 20 trotzdem auch argumentieren 08. Juli 2013 um 14:59 Uhr

    Es ist beschissen. Diese Reaktionen sind angstbesetzt.

    „Was sind wir dafür verantwortlich?“
    Scheiße, dass niemand von uns da war, und lautstark argumentiert hat.

    Argumente für Flucht aus allen möglichen Gründen, auch aus wirtschaftlichen:
    - die Krisenpolitik der Euro-Länder, v.a. der Inflationsexport der BRD
    - die Repression gegen Aktivist_innen , Gewerkschafter, Homosexuelle in der Welt
    - die Vernichtungspolitik gegenüber der breit gefächterten Opposition in Syrien mit Luftwaffe und Panzern. Es sind inzwischen 100.000 Tote.

    - die Unterstützung von Diktaturen wie in Honduras und in Paraguay durch Dirk Niebel und die Friedrich-Naumann-Stiftung.

    - die CS- und CR-Gas-Lieferungen an die Polizeien Griechenlands und Ägyptens über Wilhelmshaven.

    - unsere Warenproduktion, unser ständige Schadstoff-Ausstoß führt zu den Katastrophen wie den beiden letzten Fluten, in Pakistan, von denen 2010 und 2012 über 10 Millionen Menschen betroffen waren.

    - Deutschlands kaum gebremster Anstieg von CO2-Ausstoß seit Kioto 2001.

    Ich bin so wütend.
    Ja klar sind diese Leute gar nicht bereit sich Argumente anzuhören.
    Aber es ist trotzdem wichtig, sie damit zu konfrontieren im Möchtegern-Idyll.

    In Bremen Nord war es immer wieder dünn mit Opposition, aber eben auch in allen anderen Stadtteilen.

    Die BiW sind eine Variante der neuen rechten Anti-Euro-Parteien, Alternative für Deutschland, Freie Wähler, Zivile Koalition; die schlimmere von denen ist Partei der Vernunft PdV. Die treffen sich in Bremen Horn im Hotel Goedekens.

    Aber, es läuft alles immer auf Rassismus und Hautfarbe hinaus.

    FÜR EINE DEZENTRALE UNTERBRINGUNG – im ganzen Stadtgebiet!

    Und ich dachte schon die Aufstände und sozialen antiautoritären Revolten in arabischen Ländern, 2011 waren es 20 Länder, in denen es Massenproteste und Aufstände gab, die würden anstecken und hätten Sympathie. Aber die Leute hier haben überwiegend Angst vor den Aufbrüchen aus dem Süden.

  21. 21 Hetze 08. Juli 2013 um 21:45 Uhr

    Schaut euch mal die Kommentare unter dem Weserkurier Artikel an: http://www.weser-kurier.de/bremen/vermischtes2_artikel,-Frehe-Schnell-handeln-_arid,610269.html

    Dort wird munter weiter gehtzt. Auch gegen den Taz Redakteur. Eklig!

  22. 22 b+b 08. Juli 2013 um 23:37 Uhr
  23. 23 Heiko 09. Juli 2013 um 8:25 Uhr

    Ich wohne in der Nähe, wusste aber nichts von der Sonderbeiratssitzung in der vergangenen Woche.
    Über den besagten TAZ-Artikel erfuhr ich erst über Facebook. Zunächst regte mich dabei die eher reißerisch anmutende Überschrift auf, beim Lesen des Artikels und auch des Kommentars, stellte ich aber fest, dass es dem Verfasser darauf ankam, den Ablauf der Sitzung 1:1 wiederzugeben, also eher im Sinne eines Protokolls.
    Natürlich sollte man die Anwohner nicht alle in die rechte Ecke schieben, da sie größtenteils auch überfordert sind. Einerseits werden sie vor vollendete Tatsachen gestellt, andererseits wird wenig gegen die organisierte Kriminalität von Seiten der Politik unternommen. Stattdessen hat man dafür gesorgt, dass die nächstgelegene Polizeiwache am Sedanplatz am Wochenende nicht besetzt ist. Hier wäre also eine bessere Aufklärung vor Ort bitter nötig. Die Bürger, die meistenteils der sog. bürgerlichen Mitte angehören, müssen wieder das Gefühl bekommen, dass man ihre Ängste und Sorgen teilt.
    Besorgniserregend, nein besser gesagt wiederlich finde ich dagegen das Verhalten der Ortsamtsvertreter um Dornstedt und Co., die die sog. Mitte der Politik repräsentieren sollten. Unfähigkeit kommt noch dazu, denn bevor irgendwelche Alternativvorschläge für die Unterbringung gemacht werden, sollte sich auch eine Frau Sprehe vorher kundig machen, ob diese Alternativlösung (Unterbringung im ehemaligen Verwaltungsgebäude des früheren „Bremer Vulkan“)auch gangbar ist. Nur die Vertreter der Linken haben hier noch versucht, zu retten was noch zu retten ist. Leider ohne Erfolg.
    Ich bin einfach nur wütend auf diese sog. Volksvertreter der SPD/CDU/FDP, die den Vegesacker Ortsbeirat bilden! Herrn Degenhard rate ich, sich möglichst in Gebiete des Ostens abzusetzen, wo die Bevölkerungsdichte in einigen Gebieten relativ gering ist. Dort kann er politisch in der Folge nicht mehr so viel Schaden anrichten…

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