Archiv für Juli 2013

„Prozess um falsche Benutzung des Sozialtickets“

kopiert von radiobremen.de

Ein Mann muss sich vor dem Amtsgericht Bremen verantworten, weil er sein vergünstiges Monatsticket der BSAG immer wieder falsch benutzt hatte. Der Mann besitzt ein sogenanntes Sozialticket, auf dem er eine Kundennummer eintragen muss. Das tat er jedoch absichtlich nicht. Der Angeklagte wollte damit Berichten zufolge gegen die bisherige Form des Sozialtickets protestieren. (mehr…)

„Geschmacklos: Werbung mit Panzerstahl“

kopiert von weserreporter.de

In den letzten Tagen verzierte die Werbung eines Baumarkts zahlreiche Werbetafeln der BSAG an den Haltestellen. Auf ihnen wurde für ein Produkt, einen Hammer, mit den Worten geworben: „Geboren aus Panzerstahl. Gemacht für die Ewigkeit.“

Hintergrund ist, dass ein einziger Panzer aus Tschechien „abgerüstet“ wurde, um daraus zu Werbezwecken „limitierte“ Hammer herzustellen. Leider war die ganze Aufmachung so gemacht, dass am Ende doch wieder ein militärfreundlicher Panzermythos dabei herauskam: „Gemacht aus Panzerstahl. Gemacht für die Ewigkeit.“, so, als wenn ein Hammer aus Panzerstahl etwas Besseres und Wertvolleres wäre. (mehr…)

OL: Petition für Wagenburg

Um uns, also die Wagenburg, in unseren Forderungen zu unterstützen, möchten wir euch alle bitten, unsere Petition zu unterzeichnen und an alle, die ihr kennt, weiterzuleiten. Danke!!

Link zur Petition

Wir setzen uns für den Erhalt des Wagenplatzes in Oldenburg ein.

Der Wagenplatz ist gleichermaßen Wohn-, Lebens- und Kulturraum für viele Menschen. Im Rahmen weitreichender Stadtumstrukturierung soll er seinen jetzigen Standort am Stau verlassen. In einer vielfältigen „Übermorgenstadt“ darf (sub-) kultureller Raum für ein freies, selbstbestimmtes Leben nicht abgeschafft oder durch neu geschaffene Rahmenbedingungen unterbunden werden. 2008 hat die Stadt Oldenburg mit dem „Wagenburg – Beschluss“ den kulturellen Wert von Wagenplätzen anerkannt und sich bereit erklärt einen möglichst zentral gelegenen
Ausweichstandort zu ermöglichen. Dies konnte so nicht umgesetzt werden. (mehr…)

UMSONSTLADEN GEKÜNDIGT – UMSONSTLADEN BLEIBT!

Die Kündigung
Anlass der Kündigung ist eine sehr unangenehme Auseinandersetzung mit dem Mann und dem Sohn der Vermieterin am Montag den 8. Juli. Wir wollen die Details nicht öffentlich machen.
Ein Kritikpunkt der Vermieterin war seit langem die angebliche Vermüllung des Grundstücks (Foto vom 18.7.2013). Immer wieder werden Tüten oder auch lose Dinge vor der Tür des Umsonstladens abgestellt. Vermüllt? – Nein! Aber immer wieder ein Ärgernis für die Aktiven, die den häufig unbrauchbaren Inhalt entsorgen müssen und sich Beschwerden von Vermieterin / Nachbar*innen anhören müssen! Die Dinge sind oft weder heile noch sauber, also in sehr viel schlechterem Zustand, als das was im Laden abgegeben wird. Es hilft nichts, dass an der Tür steht, dass dort nichts abgestellt werden soll. Ein unlösbares Problem, das wohl nahezu alle Umsonstläden kennen. (mehr…)

Sommerlektüre

Fast pünktlich zum guten Wetter ist nun die LaRage #12 erschienen. Eine schöne Grundlage, um draußen unterwegs zu sein, ein paar gute Texte zu lesen und hinterher noch was zu grillen.
Ab jetzt in jedem gut sortierten Zeitschriftenregal!

„ni oubli, ni pardon“

Für den am 5. Juni 2013 in Paris ermordeten Antifa Clement Meric:

Auch in Deutschland:
Am vergangenen Mittwoch haben Nazis auf dem Tänzelfest in Kaufbeuren mehrere Menschen aus rassistischen Gründen brutal angegriffen. Einer der Attackierten ist nun verstorben [Info].

Alternative für Deutschland – gar nicht mal so alternativ, aber ganz schön Deutschland

Die AfD hat übrigens auch eine eigene Landesliste inklusive Direktkandidat_innen für Bremen für die Bundestagswahl eingereicht [Info].

Am Sonntag, den 30.Juni fand im „Ratskeller“ am Oldenburger Rathausmarkt die Gründung des Verbandes „Stadt Oldenburg / Ammerland“ der Partei „Alternative für Deutschland“ statt. Dazu wurden Kandidat_innen für die anstehende Bundestagswahl bestimmt. Die neu gegründete Partei, in Kurzform „AfD“ genannt, versucht durch populistische, radikal-marktwirtschaftliche und rassistische Positionen auf Stimmenfang zu gehen. Kernthema ist die Forderung nach dem Ausschluss finanzschwacher Staaten aus dem Euro. Auch der Rückzug Deutschlands aus dieser Währung dürfe „kein Tabuthema“ sein. Perspektivisch wird die Auflösung der europäischen Gemeinschaftswährung angestrebt. Dies ist die Antwort der neuen Partei auf die Wirtschaftskrise.
In Oldenburg hat ihr Wahlkampf schon begonnen. Vor allem mit Infoständen versuchen die AfD-Aktivist_innen, Menschen für sich zu begeistern.
Im folgenden Artikel möchten wir aufzeigen, was hinter den schlagwortartig vorgetragenen Forderungen der AfD steckt, wie sie sich bei anderen Themen positioniert und welche Schnittstellen zu nationalistischen und rassistischen Denkmustern existieren. Auch ein bekannter Oldenburger Publizist bietet hierfür Ansätze.


Hinweis am Eingang zur Gründungsveranstaltung der AfD im Oldenburger „Ratskeller“

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checkt antifaelf.blogsport.de

„Korpsgeist und Vertuschung“

kopiert von taz.de

Die Polizei wendet Gewalt an – mal in „Ausübung des Gewaltmonopols“, mal „unverhältnismäßig“. Oft wird Polizeigewalt beklagt, selten bestraft.


Produziert bisweilen Opfer: Polizist.

Plötzlich ist da dieses Video. Überwachungsbilder zeigen Polizisten bei einem Einsatz in der Bremer Disko „Gleis 9“. An einem Sonntagmorgen im Juni nehmen sie einen Besucher fest. Vier halten ihn, zwei sichern, einer schlägt zu – mit dem Tonfa-Schlagstock in Richtung Knie. Sie tragen eine Zahl auf dem Rücken: 221. Der Disko-Besucher wird getreten, zu Boden gerungen. Ein Polizist haut ihm mit dem Tonfa ins Genick. Bekannt wurde der Fall im Juli, durch die Presse, interne Ermittlungen begannen. Der Einsatz sei „völlig korrekt“ gewesen, sagte am vergangenen Dienstag der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). (mehr…)

Oldenburg: Unterstützung für Haus Friedensbruch

Offener Brief an den Eigentümer der Immobilie Theaterwall 24a

Im Frühjahr 2011 besetzte eine Gruppe junger und jung gebliebener Leute das in Oldenburg leerstehende Haus am Theaterwall mit der Nummer 24a. In den folgenden Monaten und Jahren wurde das Gebäude mit viel Engagement „instandbesetzt“ und unter dem Namen „Haus Friedensbruch“ als alternatives Wohn- und Kulturprojekt bekannt. Auch durch Rückschläge wie die Sperrung des Stromanschlusses im Mai 2012 oder das (von behördlicher Seite nicht genehmigte) Abdecken des Daches des denkmalgeschützten Hauses durch den Besitzer im Februar 2013 haben sich die Bewohnerinnen und Bewohner nicht entmutigen lassen. Nun liegt eine Räumungsklage seitens des Besitzers vor.

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Mäurer als Freund und Helfer

kopiert aus der taz

Innensenator Mäurer will helfen
Nirgends Spaßverderber

Veranstalter von unkommerziellen Freiluft-Partys fühlen sich kriminalisiert, spontane Feiern würden ohne Grund aufgelöst. Innensenator Mäurer will nun helfen

Sommerwetter, Wochenende. Das lädt zum Feiern ein. Womöglich wird draußen, irgendwo im Industriegebiet oder auf einer Brache, eine Party steigen – selbstorganisiert und spontan. Irgendwer schafft einen Stromgenerator heran, die eine hat Boxen, der andere Disko-Lichter. In der Stadt hat sich in den letzten Jahren eine alternative Outdoor-Party-Szene entwickelt – „aus Mangel an coolen Locations“, sagt Akifa Taksim vom Kulturkollektiv „Zuckerwerk“, aus dessen Umfeld auch unkommerzielle Outdoor-Partys geschmissen werden. „Vor allem ist es eine eigenständige Kulturform, die sich Raum selbstbestimmt aneignen will“. Doch so sonnig, wie das klingt ist das nicht. (mehr…)