„Gewalttätern droht weiterhin der Führerscheinentzug“

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Schläger oder Drogenkonsumenten müssen in Bremen weiter damit rechnen, dass ihnen der Führerschein abgenommen wird – selbst, wenn ein Auto bei ihren Straftaten gar keine Rolle gespielt hat. Ein entsprechendes Projekt namens „Gelbe Karte“ soll verlängert werden. Damit befasst sich am Nachmittag die Bremer Innendeputation.

Es soll ein „Schuss vor den Bug“ sein: Wer häufiger durch Gewalttaten auffällt, den schreibt in Bremen die Führerscheinstelle an und weist darauf hin, dass auch der Entzug der Fahrerlaubnis droht. Vor allem jüngere Straftäter lassen sich offenbar durch den Brief abschrecken. Die Initiative für eine Ermahnung kommt dabei von der Polizei, die Führerscheinbehörde droht dem Fahrer mit einer psychologischen Untersuchung. In den vergangenen zwei Jahren hat das Amt rund 80 Mal solch einen Brief auf gelbem Papier rausgeschickt. Mehr als die Hälfte der Empfänger waren junge Männer unter 20 Jahren.

Die Innenpolitiker in Bremen sind davon überzeugt, dass die „Gelbe Karte“ wirkt. Deswegen soll das Verfahren nach zwei Jahren im Test jetzt zur Regel werden.

Die Bremer Warnungen an Gewalttäter haben nichts mit der jüngsten Initiative von SPD und CDU auf Bundesebene zu tun. Danach müssten zum Beispiel auch Ladendiebe damit rechnen, dass ihnen der Führerschein zur Strafe entzogen wird.

Quelle: Radio Bremen