VA: Antisemitismus und Geschlecht

Don­ners­tag, 23.​01.​2014 |19 Uhr | In­fo­la­den

Um 1900 zir­ku­lier­te in der Öf­fent­lich­keit eine Viel­falt an­ti­se­mi­ti­scher Bil­der, Pam­phle­te und „wis­sen­schaft­li­cher“ Ab­hand­lun­gen. Be­son­ders be­kannt sind die Ideen von einer „jü­di­schen Welt­ver­schwö­rung“ oder dem „jü­di­schen Ka­pi­ta­lis­mus“. Doch auch Ge­schlecht und Kör­per spie­len im An­ti­se­mi­tis­mus des Kai­ser­reichs eine zen­tra­le Rolle. So wird der Jude z.B. als „ver­weib­licht“ und schwäch­lich ge­zeich­net. Die Jüdin da­ge­gen als „ver­männ­licht“ dar­ge­stellt, zudem sei sie un­fä­hig sich in die (zeit­ge­nös­si­sche) Frau­en­rol­le ein­zu­fü­gen. In dem Vor­trag soll es um se­xua­li­sier­te und ver­ge­schlecht­lich­te an­ti­se­mi­ti­sche Ste­reo­ty­pe und ihren his­to­ri­schen Ent­ste­hungs­kon­text gehen. Zudem soll auf­ge­zeigt wer­den, wel­che Ste­reo­ty­pe exis­tier­ten und wel­che Funk­ti­on sie im Zu­sam­men­hang mit der Fes­ti­gung von Na­tio­nal­staat und Zwei­ge­schlecht­lich­keit er­füll­ten.

Die Ver­an­stal­tung wird or­ga­ni­siert in Ko­ope­ra­ti­on mit der Ro­sa-​Lu­xem­burg-​In­itia­ti­ve und dem Fem­Ref der Uni­ver­si­tät Bre­men.

Lei­der ist der In­fo­la­den zur Zeit nicht bar­rie­re­frei zu­gäng­lich

checkt beschissen.blogsport.de