Kundgebung: Refugees Welcome!

Am Samstag, den 1.3 wird im Schiffbauerweg in Gröpelingen ein neues Wohngebäude für Flüchtlinge eröffnet .

Kommt alle am 01.03.2014 zur Rasenfläche vor dem Lichthof (Ludwig-Plate-Straße, gegenüber der Waterfront, Haltestelle Use Akschen!

Wir freuen uns darüber, dass diesen Menschen die Möglichkeit gegeben wird hier Fuß fassen zu können. Doch müssen Wir auch kritisieren, dass neben unzureichenden Bedingungen, wie eingeschränkte Privatsphäre, Residenzpflicht, diverse Sachmängel und der alltägliche Rassismus den Flüchtlingen der temporäre Aufenthalt hier erschwert wird.

Uns allen bekannt ist die bisher über diese Menschen ergangene Tortur, der schmale Grad zwischen Abschiebeknast, Ängsten aus dem „heimatlichen Krisengebiet“ bzw. das gezwungene Verlassen dieser oder auch die oftmals tödliche Reise in die sog. „Festung Europa“.

Nach Vorkommnissen wie Hellersdorf, Hamburg und im nahen Vegesack, ist eine Präsenz unsererseits von Anfang an nicht von ungefähr! Daher würden wir uns darüber freuen, wenn sich noch weiter Unterstützer*innen sich angesprochen fühlen, die Flüchtlinge zu unterstützen und Ihnen ein angenehmes Umfeld zu bieten.

Eine genaue Zeit kann leider noch nicht bestimmt werden, aber Wir würden uns freuen über den ganzen Tag verteilt, euch begrüßen zu dürfen!


7 Antworten auf „Kundgebung: Refugees Welcome!“


  1. 1 Nachtrag 16. Februar 2014 um 19:11 Uhr

    Mehr Infos unter http://weser.blogsport.de/

  2. 2 Clock 21. Februar 2014 um 20:26 Uhr

    Hinweis:

    Die Uhrzeit fehlt noch. Vielleicht konntet ihr dazu aber auch noch nix angeben – wer weiß. Jedenfalls

    Solidarische Grüße!

  3. 3 Fragen: 24. Februar 2014 um 2:07 Uhr

    Liebe Leute von der Aktionsgruppe Weser (in der Hoffnung, dass ihr das lest, weil auf eurer Seite kein Mail-Kontakt ist),
    ich hätte da mal ein paar Fragen, weil mir der Charakter der Geschichte nicht ganz klar ist und ich eine unüberlegte Sache ziemlich kontraproduktiv fände:
    - Eine Kundgebung mag ja für Aktivist_innen eine schöne Sache sein, ich würde aber schon fragen, ob das die richtige Form ist, einen Einzug zu begleiten. Ich erinnere da grad an Hellersdorf, wo Leute direkt wieder aus der Unterkunft abgehauen sind, weil sie die Antiras für Nazis gehalten haben. Schlecht kommuniziertes, Demo-/Kundgebungsartiges Auftreten von großen Gruppen kann auch ziemlich scheiße ankommen. Wie wär’s denn mit nem Fest, Kaffee und Kuchen, etc. Da gibt’s ja auch schon Erfahrungen zu – gerne mal beim Antira-Plenum nachfragen.
    - Der Vergleich Hellersdorf, Hamburg, Vegesack scheint mir bisschen konstruiert. In Hamburg geht es um die (spezielle) Situation der Lampedusa-Leute, in Hellersdorf gab es schon vorher sehr konkrete Drohungen gegen die Unterkunft, eine riesige Bürger_innen-Ini und 10% NPD-Wähler_innen im Stadtteil. Das ist ja so in Gröpelingen nicht gegeben – eher im Gegenteil – und es ist bisschen uncool, das so im Nebensatz in einen Topf zu werfen.
    - Deshalb: Was soll da passieren? Wenn ihr die Leute in der Unterkunft supporten wollt, Kontakte knüpfen und pflegen – absolut super!! Wenn da ein paar Linke einen Tag lang auftauchen und dann nie wieder, ist es vielleicht besser, gar nicht erst so zu tun als ob. Präsenz allein hilft nämlich erstmal niemandem (es geht ja in Bremen zum Glück grad nicht um Schutz vor Nazis).
    - Es gibt ja in Gröpelingen auch Strukturen, Stadtteil-Initiativen, etc. die damals, als beim Ortsbeirat die Einrichtung beschlossen wurde, ihre Unterstützung zugesagt haben. Gibt es da Kontakte? Sind die auch eingeladen?
    - Habt ihr auf dem Schirm, dass die Leute erst am 2. und 3. März einziehen?
    - Manchmal macht es auch Sinn, erstmal leisere Töne anzuschlagen, mal mit paar Leuten in die Unterkunft gehen, quatschen, Kontakte knüpfen, checken, welcher Support eigentlich gewünscht ist.

    Das ist nicht unsolidarisch gemeint – im Gegenteil. Also entschuldigt, wenn ich euch Unrecht tue und ihr das alles schon bedacht und geplant habt. Aus dem Aufruf wird nur so wenig klar, was ihr vorhabt.

  4. 4 Antworten: 24. Februar 2014 um 22:48 Uhr

    Ein paar Antworten auf die Fragen:

    Eine Kundgebung mag ja für Aktivist_innen eine schöne Sache sein, ich würde aber schon fragen, ob das die richtige Form ist, einen Einzug zu begleiten. Ich erinnere da grad an Hellersdorf, wo Leute direkt wieder aus der Unterkunft abgehauen sind, weil sie die Antiras für Nazis gehalten haben. Schlecht kommuniziertes, Demo-/Kundgebungsartiges Auftreten von großen Gruppen kann auch ziemlich scheiße ankommen. Wie wär’s denn mit nem Fest, Kaffee und Kuchen, etc. Da gibt’s ja auch schon Erfahrungen zu – gerne mal beim Antira-Plenum nachfragen.“
    Antwort: Es wird z.b Musik und Vokü geben alles in ruhiger Stimmung

    „– Deshalb: Was soll da passieren? Wenn ihr die Leute in der Unterkunft supporten wollt, Kontakte knüpfen und pflegen – absolut super!! Wenn da ein paar Linke einen Tag lang auftauchen und dann nie wieder, ist es vielleicht besser, gar nicht erst so zu tun als ob. Präsenz allein hilft nämlich erstmal niemandem (es geht ja in Bremen zum Glück grad nicht um Schutz vor Nazis).“
    Antwort: Wir haben Langfristig geplant und ein paar Aktionen an der Hand.
    „Es gibt ja in Gröpelingen auch Strukturen, Stadtteil-Initiativen, etc. die damals, als beim Ortsbeirat die Einrichtung beschlossen wurde, ihre Unterstützung zugesagt haben. Gibt es da Kontakte? Sind die auch eingeladen?“
    Antwort: Ja Kontakt besteht.

    Wir Versuchen grade Kurzfristig ein offenes Treffen zu Organisieren um alle Fragen zu besprechen.
    Checkt daher:http://weser.blogsport.de/

  5. 5 Clock 25. Februar 2014 um 16:34 Uhr

    Die Intelligenz der Masse wird leider überschätzt. Warum soll eine Gruppe all diese Fragen nicht bedacht haben?

    Ich werte den Beitrag von „Fragen:“ ‚mal als lobenswertes Interesse und Hilfsangebot. Stichwort Vernetzung. Das offene Plenum ist daher eine super Idee, denn mehr Leute können mehr Unterstützung bedeuten. Und Leuten, die aus was-weiß-ich für Situationen hier Zuflucht finden von vornherein zu zeigen, dass sie auf Hilfe zählen können, ist ’ne tolle Sache.

    Zum Zitat „Wenn da ein paar Linke einen Tag lang auftauchen und dann nie wieder, ist es vielleicht besser, gar nicht erst so zu tun als ob. Präsenz allein hilft nämlich erstmal niemandem (es geht ja in Bremen zum Glück grad nicht um Schutz vor Nazis.“:

    Evtl. wird den Nazis so frühzeitig klar, dass sie „keinen Stich“ bekommen werden. Allein schon als Teil der Prävention ist die Aktion toll. Und ‚mal ehrlich: Demos etc. werden immer von mehr Leuten besucht, als später am Ball bleiben. So what?

    In diesem Sinne: Walk on, walk on – never walk alone.

  6. 6 Antworten: 26. Februar 2014 um 22:27 Uhr

    Am Samstag, den 1.3 wird im Schiffbauerweg in Gröpelingen ein neues Wohngebäude für Flüchtlinge eröffnet. Bei leckerer Vokal und Musik vollen wir mit euch ein Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen setzen also…

    Kommt alle am 01.03.2014 ab 13 Uhr ! zur Rasenfläche vor dem Lichthof (Ludwig-Plate-Straße, gegenüber der Waterfront, Haltestelle Use Akschen.

    Für mehr Infos laden wir euch Kurzfristig zu einem Infoabend am 28.02 um18 Uhr im Luftschutzkeller Use Akeschen 91 ein.

  7. 7 Weser Kurier 03.03.2014 03. März 2014 um 23:03 Uhr

    Übergangseinrichtung am Schiffbauerweg
    Flüchtlingsheim ist bezugsfertig

    Neue Flüchtlingsunterkunft in Gröpelingen: Noch in dieser Woche werden 60 Flüchtlinge in das neue Übergangswohnheim am Schiffbauerweg ziehen. Das ehemalige Sozialzentrum war dafür umgebaut worden.

    So gibt es nun mehrere Küchen, in denen die Bewohner sich ganz nach ihren Wünschen und Gebräuchen Essen zubereiten können. Ursprünglich war eine Gemeinschaftsversorgung vorgesehen gewesen. Doch der Beirat West hatte sich für den Einbau der Küchen stark gemacht. „Für die Flüchtlinge, die hier einziehen werden, ist das eine klare Verbesserung“, findet Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Das Geld hatte die Bürgerschaft bereitgestellt.

    Die Flüchtlinge, die noch diese Woche in das Gebäude einziehen werden, haben bisher in der zentralen Aufnahmeeinrichtung in der Steinsetzer Straße in Habenhausen gewohnt. Etwa ein Drittel von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Sie stammen überwiegend aus Syrien und Afghanistan. In dem neuen Übergangswohnheim stehen ihnen 40 Räume zur Verfügung für jeweils zwei bis fünf Personen.

    Im Januar 2014 hat Bremen 71 Prozent mehr Flüchtlinge aufgenommen als im Januar ein Jahr zuvor.

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