Veranstaltungsreihe zum Tag der politischen Gefangenen

Sams­tag 15.​03.​2014 Schwank­hal­le, Alter Saal: So­li-​Kon­zert: FRÜCH­TE DES ZORNS / STROM & WAS­SER / OP­TI­ON WEG
Ein­lass 18:30, Be­ginn 19:30 Uhr

Drei Bands geben sich die Ehre zum So­li-​Kon­zert zum Tag der po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen am 15. März in der Schwank­hal­le. „Strom & Was­ser“ mit Heinz Ratz prä­sen­tie­ren sich an­griffs­lus­ti­ger denn je mit ihrem Ska­punk­pol­ka-​Rand­fi­gu­ren-​Wal­zer­Rock. Da­nach spie­len die „Früch­te des Zorns“ ihre Lie­der voll Wut, Trau­er und Sehn­sucht nach einem bes­se­ren Leben. Die drit­ten im Bunde sind „op­ti­on weg“ eine Ber­li­ner Spaß­ka­pel­le zwi­schen Punk­rock, Walda­mei­se und Tanz­bein.

Ein­tritts­prei­se:
Zahlt was ihr wollt: 3 – 30 Euro, Re­ser­vie­run­gen unter 0421 520 8070 (Mo – Fr 10 – 15 Uhr oder AB).

Sonn­tag 16.​03 2014 Ci­ne­ma Os­ter­tor: Film „Ver­bo­ten, ver­folgt, ver­ges­sen“
Doku zur Ver­fol­gung der po­li­ti­schen Op­po­si­ti­on in der Ade­nau­er-​Ära, D 2013, Dauer: 62 Mi­nu­ten.
Be­ginn: 12 Uhr, Ein­tritt: 5 Euro.
Ein Film von Da­ni­el Burk­holz und Sy­bil­le Fezer. Re­gis­seur Da­ni­el Burk­holz wird an­we­send sein.
Ci­ne­ma Os­ter­tor, Os­ter­tor­stein­weg 105, 28203 Bre­men

Diens­tag 18.​03.​2013 Pa­ra­dox: So­li-​Kon­zert am Tag des po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen mit Özden Cicek und Ersen Bucak
(SAZ und Ge­sang von tür­ki­schen Ge­nos­s_in­nen aus Han­no­ver)
Ein­lass: 19.​30h, Be­ginn: 20h
Ein­tritt gegen Spen­de
Kul­tur­zen­trum Pa­ra­dox, Bern­hard­stra­ße 10 – 12, 28203 Bre­men

Über den 18. März
Der 18. März als Kampf­tag für die Frei­las­sung aller po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen knüpft an eine lange Tra­di­ti­on der re­vo­lu­tio­nä­ren Ar­bei­ter_in­nen­be­we­gung an. Am 18.​3.​1848 stand das sich ge­ra­de ent­wi­ckeln­de Pro­le­ta­ri­at auf den Bar­ri­ka­den, 23 Jahre spä­ter, am 18.​3.​1871, kam es zum ers­ten Mal zu einer breit in der ver­arm­ten Be­völ­ke­rung ver­an­ker­ten Zer­schla­gung par­la­men­ta­risch-​mon­ar­chis­ti­scher Macht­struk­tu­ren durch die pro­le­ta­ri­sche Klas­se. An die­sem Tag grif­fen die Pa­ri­ser Ar­bei­te­rin­nen und Ar­bei­ter zu den Waf­fen und schu­fen für einen kur­zen Zeit­raum eine selbst­ver­wal­te­te Ge­sell­schaft ohne Aus­beu­tung und Un­ter­drü­ckung, die als Pa­ri­ser Com­mu­ne be­kannt wurde. Nach nur 71 Tagen wurde der Ver­such, sich von den Fes­seln der Herr­schaft zu be­frei­en, bru­tal nie­der­ge­schla­gen. Mehr als 20.​000 Män­ner und Frau­en wur­den ge­tö­tet, über 13.​000 Men­schen zu meist le­bens­läng­li­chen Haft­stra­fen ver­ur­teilt. 1923 er­klär­te die ein Jahr zuvor ge­grün­de­te In­ter­na­tio­na­le Rote Hilfe (RHI) den Tag zum „In­ter­na­tio­na­len Tag der Hilfe für die po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen“. Der Fa­schis­mus setz­te die­ser Tra­di­ti­on ein Ende. 1996 in­iti­ier­te der „För­der­ver­ein Li­bertad! für in­ter­na­tio­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­on und So­li­da­ri­tät“ zu­sam­men mit der Roten Hilfe e.V. zum ers­ten Mal wie­der einen Ak­ti­ons­tag für die Frei­heit der po­li­ti­schen Ge­fan­ge­nen. Seit­dem wer­den an die­sem Tag viel­fäl­ti­ge Ak­tio­nen und Ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt.

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