Interview: „So­li­da­risch gegen Rassismus”

Anti­fa­schis­tIn­nen aus Bre­men rufen zu einer Demons­tra­tion gegen Ras­sis­mus auf. Am 26. April wol­len sie gegen die „deut­sche Nor­ma­li­tät” auf die Straße gehen. Der BREMER SCHATTENBERICHT sprach mit Maren Mül­ler, Spre­che­rin der Gruppe, über die geplante Demonstration.

Bre­mer Schat­ten­be­richt: Euer Auf­ruf zur Demons­tra­tion ist rund 14.000 Zei­chen lang. Könnt Ihr euer Anlie­gen an die­ser Stelle kurz zusammenfassen?

Maren Mül­ler: Wir wol­len mit unse­rer Demons­tra­tion natür­lich Öffent­lich­keit schaf­fen. Unser Auf­ruf ist der Ver­such einer Ana­lyse der, unse­rer Mei­nung nach, herr­schen­den ras­sis­ti­schen deut­schen Nor­ma­li­tät. Vom NSU– Pro­zess ist kaum noch etwas in den Medien zu lesen oder zu hören. Täg­lich ster­ben Men­schen an den EU-Außengrenzen, weil ver­sucht wird, ihnen den Zugang nach Europa zu ver­un­mög­li­chen. Men­schen wer­den auf­grund ihrer Haut­farbe oder Haar­farbe von der Poli­zei kon­trol­liert und drang­sa­liert. All das sind Gründe um für uns eine Demo zuma­chen und diese Ver­hält­nisse zu kritisieren. (mehr…)


1 Antwort auf „Interview: „So­li­da­risch gegen Rassismus”“


  1. 1 naja 18. April 2014 um 14:39 Uhr

    Das is ja wohl n schlechter Witz dass der Aufruf als Analyse durchgehen soll. Das ist nichts als Phrasengedresche!
    Nicht falsch verstehen das Anliegen is wichtig aber der Aufruf ist schrott. Der Höhepunkt ist aber die verdrehte Logik, in die Offensive gehen zu wollen und einen Aufruf zu schreiben der durchweg einer rein reaktiven Argumentationslinie folgt.
    Auf mich wirkt dass so als wäre euer Verständnis von Offensive, einfach mal ohne konkreten Anlass ne Demo zu machen. Das ist irgendwie ein bischen schwach. Vorallem wenn man berücksichtigt dass das Ganze auch noch vor der Europawahl stattfindet und kein Wort zu dem europäischen Rechtstrend fällt.
    Das Problem der Antifa(schistischen Linken) ist doch ihre Profillosigkeit. Antifa heißt mehr als „Gegen Nazis“ ist ja nett, aber was dieses mehr ist wird selten Artikuliert. Dass hat zur Folge dass in dem Aufruf immer wieder dem Staat das „nicht Reagieren“ vorwerft um dann zu sagen, achja der Staat is ja eh doof.

    Wir sollten die letzten 20 Jahre Antifa vergessen und einmal zurück in die Neunziger. Und dann nochmal von vorne, wie war das mit dem revolutionären Antifaschismus noch gleich?

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