Demo gegen Kürzungspläne

kopiert von radiobremen.de

Mit einem Demonstrationszug durch die Bremer Innenstadt machten rund 150 Schüler, Studierende und Auszubildenden ihrem Ärger Luft. Sie sind mit dem politischen Programm von Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) unzufrieden. Ernst genommen werden und bei politischen Entscheidungen mitbestimmen, das fordern die Demonstranten.

Die Gesamtschülervertretung Bremen (GSV) und das Bremer Aktionsbündnis Mai (BAM) hatten zu der Demonstration aufgerufen. Nach einer Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz zogen die Teilnehmer am Wall entlang in Richtung Domsheide und weiter bis zum Leibnizplatz in der Neustadt zur Abschlusskundgebung. Laut Polizei werden rund 350 Teilnehmer erwartet.

Mehrere Studiengänge vor dem Aus

Die Senatorin hatte vergangene Woche den Entwurf für den „Wissenschaftsplan 2020″ vorgelegt. Darin steht unter anderem, dass mehrere Studiengänge in Bremen und Bremerhaven gestrichen werden sollen. Neben dem Fach „Psychologie“ an der Universität Bremen sollen auch die Studiengänge „Journalistik“, „Volkswirtschaft“und „Politikmanagement“ an der Hochschule Bremen abgeschafft werden. Laut Quante-Brandt handle es sich bei dem Wissenschaftsplan nicht um ein Kürzungsprogramm. Man wolle sich hingegen auf die Stärken der vorhandenen Studienangebote konzentrieren.

Quelle: radiobremen.de

siehe auch
Weser Kurier: Streik für bessere Bildung
taz: Schüler gegen Kürzungen


1 Antwort auf „Demo gegen Kürzungspläne“


  1. 1 Stephan H. 11. Oktober 2014 um 18:17 Uhr

    …Im Grunde könnte man doch die Idee der Abschaffung des Studienganges Journalistik als einen minimalen Angriff auf die Pressefreiheit deuten… Wie wäre es denn mal, die Eva Quante-Brandt (SPD) „abzuschaffen“? Nur mal so als Idee, versteht sich!

    Folgegedanke: Wenn man sich die Medienlandschaft mal ansieht, sollte für jeden, der genauer hinsieht, erkennbar sein, dass es weiterhin einer fundierten Ausbildung wie der an der Hochschule Bremen bedarf, um journalistische Talente zu fördern, und somit die Pressefreiheit unseres Landes zu stärken.

    Wenn nicht an speziellen Standorten wie der sehr gut ausgestatteten Hochschule Bremen – wo sonst sollen Journalisten künftig ihr Handwerk lernen? In den an einer Hand abzählbaren Plätzen an Volontariaten in Deutschland?

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.