Antifaschistische Kundegebung gegen Antisemitismus

Dienstag, 22.07.14 | 17.00 Uhr | Am Marktplatz (Roland)

Am kommenden Mittwoch, den 23.07.14, soll eine pro-palästinensische Großdemonstration unter dem Motto „Für Gerechtigkeit und Frieden in Palästina“ durch Bremen ziehen.

Der selbe Personenkreis, der diesen Aufzug organisiert, war maßgeblich an mehreren antisemitischen Spontandemonstrationen beteiligt.
Seit der er­neu­ten Es­ka­la­ti­on des Nah­ost-​Kon­flikts kam es deutsch­land­weit zu ähn­li­chen Ver­samm­lun­gen.

In der Nacht vom Sams­tag, den 12.07.14, auf Sonntag, lie­fen rund 150 Men­schen durch die Bre­mer In­nen­stadt sowie das Stein­tor­vier­tel.
Teil­neh­mer rie­fen Pa­ro­len wie: „Kin­der­mör­der Is­ra­el!“, „Is­ra­el – Ter­ro­ris­ten!“, „Zio­nis­ten sind Fa­schis­ten!“. Aus dem
Auf­zug her­aus wur­den Pas­san­t_in­nen unter an­de­rem als „Scheiß Juden“ be­schimpft.

Am Rande kam es zudem zu ge­walt­tä­ti­gen Ak­tio­nen. So grif­fen De­mons­tra­ti­ons­teil­neh­mer Pas­san­ten an. Die an­we­sen­de Polizei ver­hin­der­ten diese Über­grif­fe nicht. Die De­mons­tran­ten konn­ten un­be­hel­ligt wei­ter­lau­fen. Noch rund eine Stun­de zogen diese in Be­glei­tung der Ein­satz­kräf­te ungehindert bis zum Bahn­hofs­vor­platz.

Aufgrund der deutschlandweiten „Friedensdemonstrationen“ mit antisemitschen Inhalten, den Ereignissen am 12.07.14, sowie der Großdemonstration in Bremen am 23.07.14, rufen wir zu einer Kundgebung gegen Antisemitismus auf.

Dienstag, 22.07.14 | 17.00 Uhr | Am Marktplatz (Roland)

Auch wenn es im Bündnis keine einheitliche Meinung bezüglich des Zeigens von Nationalfahnen auf der Kundgebung gibt, bitten wir euch, auf diese zu verzichten.

Zu­sam­men gegen An­ti­se­mi­tis­mus!


8 Antworten auf „Antifaschistische Kundegebung gegen Antisemitismus“


  1. 1 Silvia 21. Juli 2014 um 14:30 Uhr

    Danke für die Information! Gut find ich auch die Bitte, , „die Fahne“ nicht mitzubringen.Das erhöht (hoffentlich) die Chance auf ein breites Bündnis. Bis morgen! :)

  2. 2 Nach wie vor aktuell: 21. Juli 2014 um 14:51 Uhr
  3. 3 spinnt ihr? 21. Juli 2014 um 17:44 Uhr

    Ihr habt den Aufruf verfälscht, das ist super dreist.

    „Auch wenn es im Bünd­nis keine ein­heit­li­che Mei­nung be­züg­lich des Zei­gens von Na­tio­nal­fah­nen auf der Kund­ge­bung gibt, bit­ten wir euch, auf diese zu ver­zich­ten.“ entstammt nicht dem Original!

    ---

    Spinnt ihr? Stellt das bitte richtig.

    Korrekt war:

    Wir bitten zu beachten, dass es im Bündnis keinen Konsens gibt, was das Zeigen von Nationalfahnen bei der Kundgebung betrifft.

  4. 4 einleser 21. Juli 2014 um 17:50 Uhr

    also entweder macht ihr deutlich, dass ihr den Ankündigungstext zitiert und verändert nicht mittendrin einen Absatz – nämlich, welch Zufall: den Absatz mit den Fahnen – oder ihr schreibt einen eigenen Text. das Übernehmen des beinahe gesamten Textes und unkommentierte Ändern einer Passage ist aber ziemlich schäbig.

  5. 5 Dr.Volker Thieme 21. Juli 2014 um 20:08 Uhr

    Der Krieg zwischen Hamas und Israel hat zu einer dramatischen Eskalation geführt, die auf beiden Seiten zu großem Leid unschuldiger Zivilisten führt. Ein umgehendes Ende des Blutvergießens ist dringend geboten. Bei aller Empörung und Wut geben die Ereignisse im Nahen Osten niemanden das Recht, antisemitische, menschenverachtende Parolen auf deutschen Strassen zu brüllen oder friedliche Passanten niederzuschlagen.Die jüngere deutsche Geschichte verpflichtet uns,dies nicht zu dulden und den Anfängen von Hass und Gewalt in unserer Gesellschaft Einhalt zu gebieten. Jeder Mitbürger in dieser Republik muss begreifen, dass ein friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Ethnien nur auf der Basis von Toleranz und gegenseitigem Respekt möglich ist.
    Ich unterstütze die am 22.07.2014 geplante Demonstration gegen Antisemitismus auf dem Bremer Markt.
    Dr.Volker Thieme

  6. 6 endofroad 21. Juli 2014 um 22:03 Uhr

    Das sind harte Anschuldigungen… wir haben den Ankündigungstext allerdings genau so zugesendet bekommen, wie er hier auftaucht. Wir haben daran nichts verändert.

    Besser als die Pöbelei wäre natürlich ein Hinweis per E-Mail auf die vermeintlich veränderte Passage oder immerhin ein Link zum „richtigen“ Aufruf, damit wir die Anschludigungen nachvollziehen (und eventuell berichtigen) können.

    EDIT:
    Wir haben übrigens inzwischen eine zweite Mail mit dem selben Aufruf wie oben von einer anderen vertrauenswüdrigen Quelle erhalten. Ebenso ist unter https://linksunten.indymedia.org/de/node/118829, unter https://linksunten.indymedia.org/de/node/118903 und unter http://beschissen.blogsport.de/2014/07/19/kundgebung-gegen-antisemitsmus/ der Auruf so zu finden, wie er hier oben steht.
    Das spricht nicht unbedingt für die Behauptung, dass die Textpassage eine andere sein müsste…

  7. 7 wer, wie, was 22. Juli 2014 um 1:33 Uhr

    Hallo,

    aus dem hier veröffentlichten Aufruf geht zwar hervor, dass ein Bündnis zur Demo aufruft, nicht aber um welches bzw. was für ein Bündnis es sich handelt.

    Das ist ärgerlich, zumal an diesen Prozessen nicht beteiligten Menschen wie mir dadurch erschwert wird, im Aufruf kolportierte Behauptungen zu überprüfen und z.B. festzustellen, ob diese tatsächlich auf Recherchen beruhen oder lediglich auf Mutmaßungen.

    Beispiel: Im Aufruf heißt es „Der selbe Personenkreis, der diesen Aufzug organisiert, war maßgeblich an mehreren antisemitischen Spontandemonstrationen beteiligt.“ In einer Mail, die über den Bremer Sozialfourms-Verteiler ging, klingt das hingegen ganz anders; dort heißt es „In mehreren Vorbesprechungen haben die an der Demonstration beteiligten Gruppen Maßnahmen getroffen, damit es weder zu Gewalt noch zu antisemitischen Ausschreitungen und anderen Provokationen kommt. So werden über 100 Ordner mit genauen Anweisungen im Einsatz sein. In einem Video werden die Teilnehmer zu ordentlichem und diszipliniertem Verhalten aufgefordert: [https://www.facebook.com/photo.php?v=828905423796113] Niemand von den Gruppen oder Personen, die die Demonstration am Mittwoch planen, war an der nächtlichen Demonstration am vorvergangenen Wochenende beteiligt, bei der ein Journalist und ein Passant angegriffen wurden. “ (zitiert aus einer Mail des „Bremer Friedensforum“ im Verteiler vom 21.7.)

    Ich kann zur Zeit wie gesagt nicht beurteilen, welche Darstellung die Tatsachen verzerrt (oder ob es beide tun).
    In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass weder das Bremer Friedensforum noch Bremens im weitesten Sinne „antideutsche“ Zusammenhänge es in derartigen Auseinandersetzungen mit der Wahrheit allzu genau nehmen.

    Jedenfalls werde ich mich nicht an irgendeiner Demo beteiligen, auf der meine Anwesenheit möglicherweise für die Zwecke von Leuten instrumentalisiert wird, denen es vor allem darum geht, eine Form von Terror gegen die Zivilbevölkerung zu legitimieren – egal, ob es sich dabei um den Terror einer Staatsarmee handelt oder um den nicht staatlich legitimierter bewaffneter oder paramilitärischer Gruppen.

    Unabhängig von all dem wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, eine Demo oder Mahnwache zu den konkreten Übergriffen und gegen Antisemitismus zu machen.

    Emanzipatorische Grüße,
    m.

    P.S.: noch ein Verweis auf einen lesenswerten Denkanstoss in der Debatte um hiesige Reaktionen auf die aktuelle Eskalation des Konfliktes: http://lowerclassmagazine.blogsport.eu/2014/07/irre-debatte/

  8. 8 nebu 22. Juli 2014 um 12:43 Uhr

    liebe leute,

    ist es möglich, derartig schwierige auseinandersetzungen flaggen und symbole ja/nein nicht übers netz zu führen? ich glaube diese auseinandersetzung ist a) zu komplex für die kommentarfunktion und b) können missverständnisse nicht ausgeräumt werden, sondern verfestigen sich nur noch. derartiger streit hilft der sache keinen meter.

    was uns in dem bündnis verbindet, ist sich zusammen gegen antisemitismus zu engagieren. die frage, ob auf der kundgebung flaggen gezeigt werden sollten, gehört in den bereich persönlicher entscheidung und daher ist es in dem aufruf auf flaggen zu verzichten, auch als bitte formuliert. veränderungen des textes sind sicherlich keine böse absicht. sondern möglicherweise einem missverständnis geschuldet. wie auch immer, es geht um das zusammenstehen gegen antisemitismus und nicht so sehr um die frage, ob flaggen ja/nein.

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