Brände in Flüchtlingsunterkünften in Niedersachsen

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Innerhalb von zehn Tagen haben drei Asylunterkünfte in Niedersachsen gebrannt. Ein Mensch ist gestorben und zehn weitere wurden verletzt. Am 17.08. wurde in Scheeßel (Landkreis Rotenburg) in einer Unterkunft für Asylbewerber_innen und Wohnungslose ein Brand gelegt. Bei dem Feuer starb ein 59-jähriger Mann aus Sri Lanka, der nach Deutschland geflüchtet war. Es wurden fünf weitere Menschen durch das Feuer verletzt. Brandermittlungen haben ergeben, dass es sich dabei um Brandstiftung handelt.
Quelle: http://www.kreiszeitung.de/

In Haren (Emsland) brach am 21.08. Donnerstagmorgen gegen 3.25 Uhr ein Feuer aus, wodurch fünf Menschen verletzt wurden. Die Polizei gibt seitdem keine weiteren Informationen zur Brandursache bekannt.
Quelle: http://www.noz.de/

Am 25.08. gegen 2 Uhr wurde in Bothfeld (Hannover) ein Anschlag auf einen Neubau, in dem Asylbewerber_innen untergebracht werden sollen, verübt.
Quelle: http://www.haz.de/

In den Fällen Scheeßel und Bothfeld ist die Polizei äußerst bemüht ein mögliches rassistisches Motiv herunterzuspielen: „Explizit betont die Staatsanwaltschaft, dass es keine Hinweise auf einen politisch motivierten Brandanschlag auf das auch von Ausländern bewohnte Haus gibt“.
Quelle: http://www.kreiszeitung.de/

Die Ereignisse der Vergangenheit haben uns gezeigt, dass bei Brandsftiftungen in Flüchtlingsunterkünften niemals vorschnell ein rassistisches Motiv ausgeschlossen werden darf.

Daher sollten die Ermittlungen in diesem Zusammenhang immer zuerst in die Neonaziszene führen.

Auch 2014 bleibt es die Aufgabe von Antifaschist_innen, unabhängig von staatlichen Institutionen Aufmerksamkeit zu schaffen, Druck aufzubauen, Solidarität zu zeigen und in solchen Fällen auf vielen Ebenen zu intervenieren.

Seid aufmerksam, informiert euch, recherchiert selbst, macht Druck auf Presse, Politik und Behörden und unterstützt die Betroffenen!

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