VA: 4.9. – Kulturdinner

Donnerstag, 4. September 2014 | 20 Uhr | Paradox

Nach langer Pause, in der die Karawane Bremen von einigen schon für aufgelöst gehalten wurde, wird jetzt von einigen Aktivisten die Initiative einer Wiederbelebung ergriffen. Entsprechend beginnen wir am Donnerstag, den 04.09.14 mit einem Kulturdinner.
Aus leider allzu aktuellem Anlass widmen wir uns nicht nur kulinarisch Paläztina.
Am Rande wird es die Möglichkeit geben, über die weiteren Aktivitäten der Karawane in Bremen und Bundesweit zu sprechen.

Palästinensisches Buffet
im Anschluss:
Palästinensische Flüchtlinge erzählen, berichten und diskutieren mit Euch.

Wir verzichten auf das Zeigen schockierender Bilder. Die Veranstaltung findet als Ausdruck der internationalen Solidarität mit Palästina, in der Hoffnung auf einen gerechten Frieden, im Sinne der Völkerfreundschaft statt.
Eine Verhöhnung der Opfer von Krieg und Besatzung wird nicht geduldet.


5 Antworten auf „VA: 4.9. – Kulturdinner“


  1. 1 antisemitismuskeule 31. August 2014 um 15:17 Uhr

    der einladungstext vom kulturdinner wirkt so fröhlich versteckt antisemitisch/antizionistisch wie wir es geradezu durch die vertreter_innen des bremer friedensforums seit jahr und tag gewöhnt sind.

    das verwendete bild der hier verharmlosten opfer-seite palästina, deren „schreckliche bilder“ so derart schrecklich sind, dass sie gar nicht erst „gezeigt“ werden, wirkt schon in der sprachlichen ausformulierung grotesk zynisch und unnötig dramatiserend. klar sein dürfte, ohne großartig sich bei dem konflikt positionieren zu müssen, dass auf allen seiten dieses konflikts schreckliche „bilder“ produziert werden und nicht nur leiden zum nachteil der palästinenser_innen.

    „verhöhnung“… ? die einladung verhöhnt bereits alle opfer auf der israelischen seite des konflikts, da braucht es gar nicht erst kritische gäste, die die von israel einfach mal „besetzten“ palästinenser_innen vor ort verunglimpfen könnten. was für eine dumm-dreiste unterstellung an die leser_innen der einladung, dass jemand leidtragende zeug_innen des elends im paradox verunglimpfen wollte! was die veranstalter_innen wollen ist offensichtlich berechtigte kritik automatisch als verunglimpfung zu verstehen.

    die leidtragenden auf der palästinensichen seite des konflikts, sollen schlichtweg dem publikum vorgeführt und für sie schließlich ungestört die antisemtische verwertbarkeit des elends ermöglichen. seid unbesorgt: kritische gäste tauchen sicherlich gar nicht erst auf bei dieser antizionistisch/antisemitistischen veranstaltung.

    weiter im text: die umkehrung des von den gastgeber_innen in der einladung verwendeten begriffs „opfer“ führt zu der denklogischen frage, wie kommt es wohl zu den opfern auf palästinensischer seite? die durch sprachliche manipulation im einladungstext erreichte antwort, kann also nur zu der von den autor_innen herbeigesehnten täter-seite des staates israel sowie ihren jüdischen bewohner_innen führen. eine differenzierung ist in dem einladungstext bewusst nicht gewollt. warum sollte sie also auf der veranstaltung zu finden sein?

    diese immer gleiche schwarz-weiß positionierung zu lasten der israelischen seite, hier durch die gastgeber_in des kulturdinners, ist die ausgangslage für versteckten antisemitismus/antizionismus.

    auch ist der begriff „völker“-freundschaft, wie in dem einladungstext verwendet, unerträglich.

    was soll dieser volksbegriff? volk, egal ob staatsvolk oder volksgemeinschaft, bedient stets die vorstellung von einem kulturell/biologisch determinierten „natürlichen“ nebeneinander der völker. versteht sich also in dem bild der national eingebetteten co-existenzen und findet stets ausdruck im immer wieder zu krieg führenden ekelhaften nationalismus. wie auch der begriff der hier verwendeten „inter-nationalen solidarität“ mit palästina. das nebenbei den begriff solidarität missbraucht, wiederum das nebeneinander der nationen abfeiert. also auch den begriff des volkes in der gesellschaft legitimiert.

    aber schön wenn sich das wort volk ganz in deutscher tradition an einen anderen begriff ketten lässt. so wie völkerfreundschaft? was soll das sein? also auch zwischen dem „deutschen volk“, das sich auch nach der shoa noch immer biologisch-genealogisch, also im weitesten sinne auch in form der blut-und-boden-ideologie versteht? sowie dem palästinenischen „volk“ das in großen teilen durch religiösen fanatismus durch die hamas instrumentalisiert wird, und sich eben auch nicht zuletzt durch die hamas in dieser anti-emanzipatorischen blut/boden ideologie begreift. so wie viele der bio-deutschen auch. eine grandiose schnittmenge die sich dann freundschaft nennt? –

    das paradox kann leute einladen in ein linkes zentrum das mit begriffen wie volk und nation um sich schmeißt, als obs kein gestern gebe. warum kann es nicht auch gleich diese veranstaltung im haus der landes-cdu durchführen.

    zurück zum punkt: da müssen wir jetzt also am 04.09.2014 den opfern kritiklos applaudieren, dass hier sich zwei antisemitisch positionierende vertreter_innen aus vorzeige „völker“ gefunden haben, die in weiten teilen in der zivilbevölkerung die jüd_innen als das ur-übel der welt stigmatisieren und die echten leidtragenden des konflikts stellvertretend eingeladen sind, über dieses übel zu berichten? bis alle im saal unter tränen wissen sollen, die jüd_innen und ihr staat, die sind die verursacher_innen des leids und palästinenser_innen sind uneingeschränkt ihre opfer daraus?

    bei der frage, wer solidarisiert sich eigentlich mit „palästina“, wären gerade staaten zu nennen, die agressiv antisemitisch gegen jüd_innen agitieren und bis hin zur bereitstellung und forderung von waffenlieferung die vernichtung der jüd_innen und israel anstreben. ansonsten solidarisiere sich der vernünftige mensch mit den leidtragenden menschen und nicht mit kriegsbefürwortern aus aller welt, die mal mehr mal weniger die vernichtung israels und der juden anstreben.

    gerechter frieden meint hier im bekannten verständnis des bremer friedensforums, krieg so zu führen, dass dieser in der folge einen „gerechten frieden“ erreichen soll. der wohl erst dann gerecht sein dürfte, wenn israel sich nicht mehr gegen die angriffe der hamas oder sonst einer terrorgruppe zur wehr setzt. mit der folge das israel und jüd_innen wehrlos ihrer eigenen beseitigung durch steigender angriffe von außen beihelfen müssten.

    wir fordern die antifaschistische und radikale linke bremen auf, diese veranstaltung in dieser konzeption zu boykottieren.

    kein antisemitismus durch die hintertür!

    free gaza from hamas!

  2. 2 genervt 01. September 2014 um 3:11 Uhr

    deine/eure unterstellungen werden nicht besser je schneller un döfter sie unter artikel gepostet werden. die konzeption der veranstaltung lautet: „Palästinensisches Buffet. im Anschluss: Palästinensische Flüchtlinge erzählen, berichten und diskutieren mit Euch.“ wie du/ihr da einen antisemitismus-vorwurf rein interpretiert, erstaunt mich und überzeugt nicht. die kritik am konzept der völkerverständigung finde ich immerhin teilweise nachvollziehbar, aber viel unerträglicher als völkerfreundschaft ist es, wenn deutsche flüchtlingen erklären, dass deren vorstellung von völkerfreundschaft ausdruck der blut-und-boden-ideologie sein soll.
    p.s.:free gaza from hamas reicht wohl leider nicht.

  3. 3 kreidekreis 01. September 2014 um 12:53 Uhr

    Was ist eigentlich mit der internationalen Solidarität mit Israel? Findet da aus dem Paradox heraus demnächst auch eine Einladung statt? Damit Jüdisch-Israelisch Betroffene erzählen können wie es ist unter Bombenangriffe zu leiden oder zusehen zu müssen wie ihre Familien sterben. Wie es ist weltweit verfolgt und gehasst zu werden, wie es ist unter ständiger Angst zu leben, weil Palästinenser, Hamas und andere sie in ihrem einzigen Schutzraum Israel töten wollen? Wahrscheinlich nicht. Alles Heuchelei! Bremer Elfenbeinturm Linke halt.

  4. 4 und alle haben sich lieb 02. September 2014 um 16:16 Uhr

    Wer oder was hindert dich daran,selbst eine solche Veranstaltung dort zu veranstalten? Deine Eigeninitiative? Angst, mit Leuten fern ab vom PC reden zu müssen?

    Ich würde mich über eine solche Veranstaltung im Paradox freuen!

    Also lass doch den markigen Worten Taten folgen und organisiere ein israelisches Kulturdinner! Wäre geil!!!

  5. 5 Karawane 05. September 2014 um 0:33 Uhr

    Hey Antisemitismuskeule,
    die Vernanstalter haben seit Tagen Verbalraketen gebastelt, um es mit Dir aufzunehmen. Und was ist mit Dir? Du bist einfach nicht gekommen. Auf Dich ist kein Verlass!

    Hör zu, liebe Antisemitismuskeule: Du bist gar keine Keule! Du bist nix als ein schleimiges Antisemitismusfeuchttuch mit dem eine narzistische deutsche Seele versucht, sich den eigenen Dreck abzuwischen.

    Die Veranstaltung war gut besucht und international besetzt. Es wurde bis in den späten Abend diskutiert, und dabei kam ein facettenreiches Bild der komplizierten politischen Lage Palästinas zutage.

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