VA: Anschlag auf die Republik

Donnerstag, 9. Oktober 2014 | 20 Uhr | Schlachthof (in der Theaterwerkstatt)

Dokumentarfilm und Lesung: Anschlag auf die Republik

Am 26.10.1980 explodiert am Haupteingang des Oktoberfestes eine Bombe. Politiker der CSU warten nicht auf Ermittlungsergebnisse, sondern beschuldigen im Bundestagswahlkampf die RAF verantwortlich für die Bombe zu sein. Ihr Kanzlerkandidat ist Franz Josef Strauß. Während einige schwer verletzte Opfer des Anschlages noch um ihr Leben ringen, läuft das Besäufnis auf der Theresienwiese weiter.
Wie beim NSU, bekommt die Öffentlichkeit schnell einen toten Täter präsentiert. Mit 13 Toten und mehr als 200 Verletzten ist der Bombenanschlag das größte Verbrechen in der Geschichte der BRD. Offene Fragen bleiben nicht nur für die Opfer und Hinterbliebenen.
Der Film „Anschlag auf die Republik“ lässt sie in Interviews zu Wort kommen. Doch 26 Jahre nach dem Attentat, werden nicht neue technische Methoden genutzt um den Tätern auf die Spur zu kommen, sondern eingelagerte Akten und Asservate vernichtet.
Wolfgang Schorlau hat mit seinem Krimi „Das München-Komplott“ die Zusammenarbeit zwischen NPD und Wehrsport­gruppe Hoffmann mit dem Verfassungsschutz vor dem Hintergrund des Oktoberfestanschlags literarisch verarbeitet. Seine Arbeit an diesem Projekt nahm er auf,
nachdem sich zwei Polizisten mit Materialien an ihn wandten.

Ein Dokumentarfilm trifft auf eine kurze Lesung.
Es geht vor dem Hintergrund des NSU um die Frage der Aufklärung der von Nazis begangenen Verbrechen und das Mitwirken des Deutschen Staates, welches bis heute andauert.

Eine Veranstaltung von Standpunkt- Antifaschismus und Kultur e.V. in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative Bremen