Werder Spieler mit Hitlergruß?

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Werder nennt Lübecker Anschuldigungen „haltlos“

Hat ein Werder-Nachwuchs-Spieler einen Hitlergruß gezeigt? Diesen Vorwurf erhebt ein Vorstandsmitglied des VfB Lübeck. In der Regionalligapartie am Freitagabend soll Maik Lukowicz diese Geste vor den gegnerischen Fans gemacht haben. Werder weist die Anschuldigungen zurück und will rechtlich gegen die Vorwürfe vorgehen. Radio Bremen liegt das Video der betreffenden Szene vor.

„Diese Vorwürfe sind absolut haltlos und für unserem 19-Jährigen polnischen Stürmer eine Zumutung. Wir haben mit dem Spieler gesprochen, er distanziert sich ganz klar von jeglicher rechter Gesinnung oder jeder Art damit zusammenhängender Symbolik“, wird Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin in einer schriftlichen Erklärung des Vereins zitiert. Auch nach Durchsicht des Videomaterials gebe es keinen Grund für die schwerwiegenden Unterstellungen.
„Das ist eine Farce, mich in so eine Ecke zu stellen“

Auch der beschuldigte Spieler selbst meldet sich zu Wort. Maik Lukowicz zeigt sich in der Pressemitteilung entsetzt über die Vorwürfe: „Das ist eine Farce, mich in so eine Ecke zu stellen. Ich distanziere mich ganz deutlich von diesem politischen Gedankengut. Ich habe beim Jubeln den Arm gehoben ohne jeden symbolischen Hintergrund. Es tut mir leid, wenn das Menschen anders interpretieren.“ Nach Werder-Angaben war die Stimmung bei dem Spiel insgesamt aufgeheizt. Bei der Partie in Lübeck seien auch immer wieder Gegenstände aufs Feld geflogen.
Werder-Spieler Maik Lukowicz und Co-Trainer Torsten Frings [Quelle: Felix König]
Quelle: Felix König
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Werder-Spieler Maik Lukowicz und Co-Trainer Torsten Frings
Video zeigt angeblich verbotene Geste

Das Internetportal „Sportbuzzer“ hatte über den vermeintlichen Zwischenfall berichtet. Danach sollen sich die Werder-Spieler beim Tor zur 2:0-Führung „provokant“ vor der Fankurve der Lübecker gejubelt haben. „Als aber Nazi-Gestik ins Spiel kam, brachen die Dämme vollends, flogen auch Bierbecher“, heißt es in dem Artikel. Dort wird auch VfB-Vorstand Florian Möller zitiert: „Die Situation war sehr heikel. Wir haben uns die Videoaufnahmen angesehen, und stellten fest, dass der Spieler mit der Nummer 16 tatsächlich diese Geste gemacht hat, die in Deutschland verboten ist. Wir werden das auch in unsere Stellungnahme an das Sportgericht schreiben.“

Die Regionalligapartie endete 2:2. Der Schiedsrichter drohte wegen der angspannten Stimmung sogar damit, das Spiel abzubrechen.

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