1. Nov.: Global Rally for Kobanê

Demonstration in Bremen am 1.11. um 14 Uhr ab Ziegenmarkt

Solidarität mit Kobane und Şengal

Nachdem die Terrmormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien und im Irak Gebiete erobert hat, sind seit mehreren Monaten die Stadt Kobanê und die Region Şengal stark umkämpftes Gebiet. Bei den Angriffen in Şengal wurden Tausende, überwiegend yesidische Kurd_innen vom IS ermordet und hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Aktuell drohen weitere Massaker.

In Kobanê leisten die lokalen Selbstverteidigungskräfte YPG und YPJ gemeinsam mit der PKK und verbliebenen Bewohner_innen der Stadt seit Wochen verzweifelt Widerstand. Sollte der IS die Stadt Kobanê einnehmen, droht die ganze Region Rojava zu fallen und damit das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher kultureller und religiöser Gruppen vom Terror des IS zerstört zu werden. In Rojava hat sich in den letzten Jahren ein basisdemokratisches Selbstverwaltungsmodell entwickelt, dessen Grundlagen eine gemeinschaftliche Wirtschaftsweise, Ökologie und Gleichberechtigung sind. In Rojava wird versucht, ein alternatives menschlicheres und gerechteres Zusammenleben zu gestalten, das nun in höchster Gefahr ist.

Die Türkei spielt dabei ein doppeltes Spiel: Obwohl sie offiziell Teil der Anti-IS-Allianz ist, blockierte sie wochenlang militärische und humanitäre Hilfe für die bedrohte Stadt Kobanê. An der Grenze werden Flüchtlinge durch türkische Sicherheitskräfte angegriffen. IS-Kämpfer_innen können hingegen die Grenzen ungehindert passieren und nutzen die Türkei als Rückzugs- und Anwerbegebiet. Proteste in der Türkei gegen diesen Kurs der Regierung werden äußerst brutal niedergeschlagen; es gibt bereits zahlreiche tote Demonstrant_innen.

Erdogan will ein unabhängiges, selbstverwaltetes Rojava verhindern. Die türkische Regierung setzt die demokratischen Verteidiger_innen von Rojava offen mit den faschistischen Kämpfer_innen des IS gleich.

Auch in der Bundesrepublik ist die PKK bis heute verboten und Unterstützer_innen werden auch hierzulande juristisch verfolgt. Die Kriminalisierung der PKK, die eine progressive und demokratische Entwicklung in der Region propagiert, wirkt geradezu absurd. Stattdessen verkaufen deutsche Unternehmen Waffen an Saudi Arabien und Katar. Beide Staaten haben den IS finanziert.

Eine Unterstützung durch Bodentruppen der NATO oder der Türkei lehnen die Kämpfer_innen in Kobanê ab. Stattdessen fordern sie eine Ende der Unterstützung des IS durch die Türkei und einen Korridor über die türkische Grenze nach Kobanê für humanitäre und militärische Hilfsgüter.

Noch ist der Widerstand in Kobanê und Şengal nicht gebrochen und es liegt an uns allen, uns solidarisch zu zeigen und alle vom IS-Terror Betroffenen bestmöglich zu unterstützen. Erhöhen wir den Druck – auch hier in Deutschland. Es gilt auch hier IS-Sympathisant_innen und Salafisten entschlossen entgegen zu treten. Genauso stellen wir uns gegen die rassistischen Mobilisierungen gegen den IS, wie aktuell durch rechte Hooligans in Köln, die das Thema für ihre menschenfeindliche Ideologie instrumentalisieren.

Am 1. November werden alle Menschen, die sich mit dem Widerstand von Kobanê und Şengal solidarisieren, dazu aufgerufen, im Rahmen des weltweiten Aktionstages „Global Rally for Kobanê“ auf die Straße zu gehen. Am 1. November soll überall auf der Welt gezeigt werden, dass der Widerstand gegen den IS-Faschismus nicht alleine ist.

Solidarität mit den Menschen in Rojava und Şengal!

Unterstützung der basisdemokratischen selbstverwalteten Strukturen in Rojava!

Stoppt die Unterstützung des IS!

Für die Aufhebung des PKK-Verbotes!

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