Knapp jeder vierte in Bremen gilt als „arm“

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Knapp jeder vierte Bremer gilt als arm. Unter den Alleinerziehenden zählt sogar fast jede zweite Frau dazu. Das sind Zahlen aus dem Armuts- und Reichtumsbericht, den der Senat jetzt vorgelegt hat. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele arme Menschen wie in Bremen. Seit 2009 hat ihre Zahl sogar zugenommen.

Unter den Großstädten wird Bremen nur noch von Dortmund, Leipzig und Hannover übertroffen. Neben Alleinerziehenden haben besonders Familien mit drei und mehr Kindern zu wenig Geld zum Leben. Und das, obwohl Bremer inzwischen insgesamt besser verdienen. Als arm gilt laut dem Senatsbericht, wer als Einzelner weniger als 869 Euro netto im Monat hat. Bei einer vierköpfigen Familie liegt die offizielle Armutsgrenze bei etwa 2.000 Euro netto. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) bedauerte, dass die Armutsquote trotz aller Gegenmaßnahmen gestiegen ist.

Wer nicht nur von Arbeit, sondern auch von Einnahmen aus Vermögen lebt, dem geht es deutlich besser als früher. Diese Einkommen sind in den vergangenen Jahren um mehr als ein Drittel gestiegen. Das heißt, dass Reiche immer reicher werden.

Quelle: Radio Bremen

siehe auch:
Weser Kurier – Viele Reiche im armen Bremen