„Jede Attacke auf eine Polizistin oder einen Polizisten ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat.“

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Bremer Polizei ruft zu friedlicher Demo auf

Die Gewerkschaft der Polizei in Bremen ruft mögliche Demonstranten während des AfD-Parteitags in Bremen auf, sich friedlich zu verhalten. „Die derzeitigen Proteste und Demonstrationen im Zusammenhang mit AfD-Veranstaltungen, aber auch der Pegida-Bewegung zeigen, dass die Sicherheitskräfte besonders gefordert aber auch belastet sind“, heißt es in einer Erklärung.

    „Wir rufen zu friedfertigem Verhalten bei sämtlichen Demonstrationen und Kundgebungen in Bremen und Bremerhaven auf“, sagt der GdP Landesvorsitzende Jochen Kopelke.
    Unsere Polizistinnen und Polizisten gehen in diesen Einsatz um die Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu schützen. Wir verlangen von allen Gegendemonstranten, dass die Sicherheitskräfte weder beleidigt noch angegriffen werden. Jede Attacke auf eine Polizistin oder einen Polizisten ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat.“

Für den Polizeieinsatz rund um den Bundesparteitag der AfD sind mehrere Hundertschaften der Polizei im Einsatz. Bremen erhält dabei Unterstützung aus Bremerhaven und anderen Bundesländern wie zum Beispiel Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Aufgrund anderer Einsätze in Deutschland erhält Bremen aber nach jetzigem Stand nicht alle angeforderten Unterstützungskräfte, so die Gewerkschaft.

Ausschreitungen erwartet
Die Bremer Polizei spricht von 250 Autonomen, die sich an der Demonstration beteiligen werden. Die Beamten sind deswegen auch auf Randale eingestellt.

5.000 Demonstranten erwartet
Zwei Bündnisse mit zusammen rund 100 Organisationen und Initiativen aus dem linken und links-radikalen Spektrum rufen zu einer Demonstration am Sonnabend gegen den AfD-Bundesparteitag auf. Zu den Protesten werden nach Angaben von Mitorganisatorin Sofia Leonidakis etwa 5.000 Teilnehmer erwartet.

„Wir wollen den Parteitag nicht verhindern, wir wollen friedlich und lautstark für soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus, Nationalismus und gegen Pegida demonstrieren“, ergänzte Leonidakis. Die Demonstration soll gegen 13 Uhr in der Innenstadt starten und bis zum Congress-Centrum am Bahnhof führen, wo eine Bühne für Reden und Live-Musik aufgebaut wird. Dort tagt die AfD von Freitag bis Sonntag und erwartet dazu etwa 2.200 Mitglieder. Weil im Congress-Centrum nicht genug Platz ist, muss ein Teil der Parteitagsgänger auf das Bremer Musical-Theater in der Innenstadt ausweichen, wohin die Debatte per Videoleinwand übertragen wird. „Uns geht es nicht um Krawalle, sondern um eine klare politische Botschaft“, betonte Andre Kramhöft vom Arbeitskreis kritischer Juristen, der die Demonstration angemeldet hat.

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