Keinen Raum für Antisemitismus

Vom 18. Februar bis 17. März soll in den Räumen der Bremer Stadtbibliothek die Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ gezeigt werden.
Als Veranstalter_innen treten alte Bekannte auf, u.a. das Bremer Friedensforum, der Arbeitskreis Nahost und das Nahost-Forum Bremen. Diese Gruppierungen bringen sich immer in Stellung, wenn es darum geht, unter dem Deckmantel der Kritik am Staate Israel, Antisemitismus zu propagieren. Uns überrascht, dass sie hierbei auf so breite Unterstützung unter anderem von Seiten der Stadtbibliothek und dem Kino City 46 zählen können.

Same same but different
Als das Bremer Friedensforum im Jahre 2011 einen Boykott jüdischer Waren forderte, gründete sich in Bremen ein Bündnis gegen Antisemitismus. In den folgenden Jahren machte das Bündnis immer wieder auf die antisemitischen Aktionen der Bremer „Friedensbewegung“ aufmerksam und hat das Ziel ihnen den Raum für antisemitische Hetze zu nehmen.
Wir mussten akzeptieren, dass es sich um renitente Antisemit_innen handelt, die sich einer sachlichen, inhaltlichen Auseinandersetzung verweigern. Akzeptieren können wir jedoch nicht, dass der eingeschworenen Gruppe um Arn Strohmeyer immer wieder Raum und Platz geboten wird. Wir rufen dazu auf, sich gegen jede Form von Antisemitismus zu stellen – auch gegen eine sogenannte „Israelkritik“ den genannten Gruppen und Personen. Der Staat Israel – Schutzraum für die von Vernichtung bedrohten Jüdinnen_Juden – ist Gegenstand dieser tendenziösen „Israelkritik“. Diese gehört nicht nur in Deutschland zum „guten Ton“. Israel wird unter anderem als künstliches Gebilde delegitimiert und als Kriegstreiber dämonisiert. Parallel wird die israelische Politik an doppelten Standards gemessen. Antizionismus bedeutet die Ablehnung und Dämonisierung des Staates Israel und ist als antisemitisch zu verstehen.1

Der Mythos „Nakba“
Der Begriff „Nakba“, der nach der Gründung des Staates Israel die Vertreibung der Araber_innen von ihrem angestammten Grund und Boden beschreiben soll, ist ein systematisch etablierter Kampfbegriff antisemitischer Bewegungen, maßgeblich der PLO (Palestine Liberation Organization) und der arabischen Nachbarstaaten. „Nakba“ ist im wissenschaftlichen Kontext nicht etabliert, weil er den Kern der Ereignisse nicht trifft und diverse Sachverhalte systematisch unterschlägt.
Er bezeichnet die (mal wieder) „systematische“ Vertreibung, aber auch angebliche (!) Massenpogrome gegen die arabische Bevölkerung nach der Etablierung des Staates Israel, während des Unabhängigkeitskrieges von 1948. Fakt ist, 1948 erklärten alle arabischen Nachbarstaaten Israel den Krieg. Die palästinensische Unabhängigkeitsbewegung, die in den Jahren zuvor offen mit den Nationalsozialisten sympathisierte und paktierte, beteiligt sich auch. Es kommt zu massiven Pogromen gegen jüdische Siedlungen, maßgeblich gegen die Kibbuzim.
Parallel werden sämtliche Jüdinnen und Juden aus den arabischen Staaten vertrieben bis diese de facto „judenfrei“ sind. Nicht selten geschieht die Vertreibung durch Pogrome. Auf die massiven Übergriffe innerhalb und außerhalb Israels reagieren die israelischen Selbstverteidigungskräfte mit der „Vertreibung“ von Teilen (!) der arabischen Bevölkerung (allerdings keineswegs vergleichbar mit der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung) in die Nachbarstaaten. Die Vorgeschichte, d.h. die Kriegserklärung an Israel, das Ausschlagen einer Staatengründung nach der Deklaration von 1947/1948 (Vorschlag der Zweistaatenlösung der Vereinten Nationen) wird im „Nakba-Mythos“ ignoriert. Die Schuld wird einseitig zugeordnet.
Der „Nakba-Mythos“ ist ein Kampfbegriff und betrifft maßgeblich die Forderungen nach einem Rückkehrrecht der palästinensischen „Flüchtlinge“. Heute müssen die Palästinenser_innen nur deshalb noch als „Flüchtlinge“ leben, weil die arabischen Staaten, die sich als ihre Schutzmächte ausgeben, sie nie als ihre Bürger_innen anerkannten. Sie wurden stattdessen in Lagern an der israelischen Grenze zusammengepfercht, um ihr Elend als moralische Waffe gegen „den Zionismus“ einzusetzen. Sie sind die einzige Flüchtlingsgruppe weltweit, deren Flüchtlingsstatus nach UN-Recht an Kinder vererbt wird, d.h. die Gruppe ist mittlerweile stark gewachsen.
Unmittelbar zusammenhängend mit dem „Nakba-Mythos“ ist die Forderung nach einem „Rückkehrrecht“ für die Palästinernser_innen. Eine Rückkehr würde jedoch auch bedeuten, dass Israel kein jüdischer Staat mehr wäre. Die Mehrheit der Bevölkerung wäre palästinensisch und damit wäre der Staat, als Schutzraum gegen Weltweiten Antisemitismus, de facto aufgelöst. Um also einen wirklichen Frieden im Nahen Osten zu wollen, müssen sich die Palästinenser_innen von der Führung antisemitischer und islamistischer Organisationen befreien. Was gleichzeitig bedeutet, den Mythos „Nakba“ als Grundlage ihrer vermeintlichen nationalen Identität endlich aufzugeben.

Handeln!
Nicht erst die Anti-Israelischen Demonstrationen im Jahr 2014, die gezielten tödlichen Angriffe auf Jüdinnen und Juden in Belgien (Mai 2014) und Paris (Januar 2015) zeigen ein erstarken antisemitischer Weltbilder. Zu diesem Erstarken passen auch die Verschwörungstheorien der Montagsmahnwachen, der PEGIDA und der vermeintlichen „Friedensfreund_innen“. Dieser Antisemitismus darf nicht unbeachtet bleiben und muss als das kritisiert werden, was er ist. Wir fordern daher es nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen gegen Antisemitismus zu belassen, sondern den Akteur_innen für ihre antisemitische Propaganda, auch unter dem Deckmantel einer vermeintlichen „Israel-Kritik“, jeden Raum und jeden Platz zu nehmen.
Wir fordern alle Beteiligten auf sich von den Organisator_innen und den geplanten Veranstaltungen mindestens zu distanzieren.

Gegen jeden Antisemitismus!

Gruppe [c]³
Gegen die Beschissenheit der Dinge

checkt beschissen.tk

  1. Andere Veröffentlichungen von uns und dem Bündnis: http://goo.gl/e5A5Xj ,
    http://goo.gl/B44693 , http://goo.gl/xEYKl , http://goo.gl/YkdpNA [zurück]

9 Antworten auf „Keinen Raum für Antisemitismus“


  1. 1 gähn 06. Februar 2015 um 2:54 Uhr

    Wie üblich fehlen eurer Kampagne überzeugende Gründe, warum denn jetzt die Ausstellung oder das Friedensforum antisemitisch sein sollten, warum sollte sich also irgendwer distanzieren? Ihr werft der Ausstellung Einseitgkeit vor? Und schreibt gleichzeitig ernsthaft: „Heute müssen die Palästinenser_innen nur deshalb noch als „Flüchtlinge“ leben, weil die arabischen Staaten, die sich als ihre Schutzmächte ausgeben, sie nie als ihre Bürger_innen anerkannten. Sie wurden stattdessen in Lagern an der israelischen Grenze zusammengepfercht, um ihr Elend als moralische Waffe gegen „den Zionismus“ einzusetzen.“ Leute, was für ideologische Scheuklappen braucht es um die rassistische israelische Apartheitspolitik mal eben so komplett auszublenden und sich zu solchen Aussagen zu versteigen???

  2. 2 datenschutz 06. Februar 2015 um 14:19 Uhr

    Unabhängig vom Inhalt. Linke Gruppen sollten meiner Meinung nach schauen, dass google und andere Datensammelmaschinen möglich vermieden werden, gerade um Links zu kürzen gibt es bessere Alternativen. bspw 0cn, t1p oder bit.ly etc.

    my two cents

  3. 3 GEGEN JEDEN ANTISEMITISMUS 06. Februar 2015 um 14:32 Uhr

    Also „Gähn“, das Friedensforum ist nicht erst seit gestern in der Kritik Antisemitismus zu schüren. Die Liste an Belegen für diese Haltung des Bremer Friedensforum ist überaus lang. und es ist auch nicht erst seit gestern ein offenes Geheimnis, dass hier der „Linkspartei“ nahestehenden moderne Antisemiten aus diesem „Forum“ immer wieder versuchen auf Bremens Straßen modernen Antisemitismus zu schüren. Norman Paech aus der Linkspartei ist eines der berühmtesten Beispiele für dumpfen aktionistischen Antisemitismus der jüngsten Zeit.

    Die Ausstellung ist einseitig, weil sie keine kritische Auseinandersetzung mit dem gesamten Nah-Ost Konflikt sucht, sondern einseitig ein Täter-Opfer Schema aufmachen will. Indem Israel als alleinige Ursache und schuldigen Täter dargestellt werden soll, und darüber eine Form des Antizionismus als vermeintliche Kritik an der Politik Israels verpackt wird. Dem modernen Antisemitismus ist es zu eigen, darauf aufbauend, stets Israel allein als Basis einer vermeintlichen Kritik zu nehmen, um über diesen Anschlusspunkt den Weg zu öffnen sekundären Antisemitismus Vorschub zu leisten.

    Der verwendete Begriff: „rassistische israelische Apartheitspolitik“ ist genau so ein dumpfer Versuch, der codierten sekundären Antisemitsmus/Antizionismus unter anderem kennzeichnet. Eine übliche Methode der Dämonsierung Israels und eine codierte Form für modernen Antisemitismus. Dies belegen inzwischen auch unzählige Schriften aus der Antisemitismus-Forschung.

    Üblicherweise wird „Apartheit“ im Zusammenhang mit dem rassistischen Regime in Südafrika verstanden. Das Ziel von modernen Antisemiten ist es auf verschiedenen Ebenen eine empörende Analogisierung herzustellen. Analogisierungen im Feld politischer historischer zu aktuellen Ereignissen, sind stets unwissenschaftlich, falsch und entwerten die historisch belegten Opfer auf sich die Analogisierung bezieht.

    Das Friedensforum das mit solchen Methoden arbeitet, argumentiert seit Jahren mit solchen haltlosen Analogisierungen, ebenso wie es Gruppen aus dem Spektrum der offenen Antisemiten aus dem neonazistischen Spektrum machen, Beispielweise beliebtt zur Abwertung Israels: – Die Politik Israels wird mit dem Holocaust analogisiert und behauptet Israel verfahre mit den Palästinensern heute so, wie einst die Nazis mit den Juden. oder wie hier ebenso unzulässige Begriffverfälschung, mit dem Apartheitsregim Südarfikas eine Analgie herzustellen. Solche Analogien sind sachlich nicht zulässig, ohne sich gefallen lassen zu müssen, die historisch belegten Opfer zu verhöhnen, um vermeintliche aktuelle Opfer zu erschaffen. Diese Vergleiche stellen für sich schon den Beleg des modernen Antisemitismus.

    Der typische antiimperialistische Antisemitismus der in vielen linken Gedächtnisstübchen immer noch zu Hause ist, ist verachtenswert und abzulehnen! Um nichts anderes handelt es sich beim Bremer Friedensforum!

    Wenn die Politik Israels von „Gähn“ mit „Rassismus“ in Zusammenhang gestellt wird, muss ernsthaft gezweifelt werden, ob dieser Person überhaupt klar ist, was der Begriff Rassismus überhaupt bedeutet!

    So einige Gruppen in Bremen sind nach Jahren der antisemitischen Agitation dieses knöchernden Haufens von altlinken Antisemiten, alias Bremer Friedensforum, dem mehr als überdrüssig und ihre strikte Ausgrenzung aus allen Veranstaltungen in Bremen sowie die Zerschlagung ihrer Organisation, die inzwischen Kooperativ mit Montagsdemos und Pegidaablegern agiert, ein wünschenwertes Ziel.

    GEGEN JEDEN ANTISEMITISMUS!
    FRIEDENSFORUM RAUS AUS DEN KÖPFEN!

  4. 4 Häh??? 06. Februar 2015 um 16:23 Uhr

    Leute ernsthaft? Ich bin wahrlich kein Freund des Friedensforums, aber wtf? soll dieser Text. Schlechter gings wohl nicht, oder?
    Erst schreibt ihr „Israel wird unter anderem als künstliches Gebilde delegitimiert“ eine Aussage die impliziert das Staaten keine Konstruke sind (Blut und Boden oder was?) um wenig später den Spieß umzudrehen und die „‚Vertreibung‘ von Teilen (!) der arabischen Bevölkerung“ durch Sicherheitsinteressen der Israelis zu rechtfertigen.
    Also entweder sind Nationalstaaten der geographisch gefasste Raum verbunden mit einer Ethnizität oder sie sind konstruierter Unsinn aber mal und mal so zu argumentieren wies gerade passt ist lächerlich.

  5. 5 Geht doch bitte wieder zur Bild-Zeitung 06. Februar 2015 um 22:36 Uhr

    „Antisemitismus ist eine der verruchtesten Formen moderner Ideologien. Diese Behauptung bedarf heutzutage keines Nachweises mehr, zu katastrophal waren seine Auswirkungen, als dass sie in Abrede gestellt werden könnte. Die Ächtung von Antisemitismus ist ohne jeden Zweifel eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Problematisch und kontraproduktiv wird es dort, wo ein vermeintlich kritischer Diskurs in herrschaftliches Bekenntnis umschlägt, wo Anti-Antisemitismus politisch missbraucht und ideologisch instrumentalisiert wird. Wenn beispielsweise Gegner der israelischen Vertreibungs- und Kriegspolitik unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den Antisemitismus Auftritts- und Diskussionsverbote erhalten, das ist eine demokratiepolitisch gefährliche Entwicklung.“

    Moshe Zuckermann: ‚Antisemit!‘ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument

  6. 6 Egal(itär) 07. Februar 2015 um 19:16 Uhr

    „Der verwendete Begriff: „rassistische israelische Apartheitspolitik“ ist genau so ein dumpfer Versuch, der codierten sekundären Antisemitsmus/Antizionismus unter anderem kennzeichnet. Eine übliche Methode der Dämonsierung Israels und eine codierte Form für modernen Antisemitismus. Dies belegen inzwischen auch unzählige Schriften aus der Antisemitismus-Forschung.“ Dieser Begriff des Rassismus wurd von niemand geringerem geprägt als Nelson Mandela. Der ANC Kämpfer bestand in seinen Reden immer wieder darauf, dass Israel als Staat weiter bestehen müsse, jedoch Golan Höhen und Gaza Streifen wieder zurückgegeben werden müssten. (Da sind ja Teile seiner Forderungen erfüllt worden.) Wollt ihr mit eurer kruden Weltsicht also nun dem Mann der Jahrzehnte seines Lebens im Knast saß für den Kampf gegen die Apartheid, genau diesen vorwerfen? Ihr geht sogar einen Schritt weiter und ist mit Madiba die neonazistische Szene gemeint? „Das Friedensforum das mit solchen Methoden arbeitet, argumentiert seit Jahren mit solchen haltlosen Analogisierungen, ebenso wie es Gruppen aus dem Spektrum der offenen Antisemiten aus dem neonazistischen Spektrum machen“
    Euer philosophisch nicht haltbarer Vorwurf Analogien seien unwissenschaftlich ist hingegen interessant. Nochmal zu eurem Text: „Analogisierungen im Feld politischer historischer zu aktuellen Ereignissen, sind stets unwissenschaftlich, falsch und entwerten die historisch belegten Opfer auf sich die Analogisierung bezieht.“ Das machte doch zum Beispiel Adorno in seinem Text Erziehung nach Auschwitz. Dort erwähnt er nach dem Holocaust, den Genozid an den Armeniern und auch den Abwurf der Atombombe. Ihr habt offenbar nicht verstanden, dass sich die Einzigartigkeit der Shoah ergibt indem man Analogien benutzt. Hierdurch lässt sich eben erst ermitteln wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Genoziden liegen. Ein feilschen um Opferzahlen sei menschenunwürdig schreibt Adorno weiter. Das hat ja auch vom Friedensforum und euren Kritikern niemand getan. Wer sind also diese Antisemiten. Adorno formuliert es sehr klar:“Schuldig sind allein die, welche besinnungslos ihren Hass und ihre Angriffswut an ihnen ausgelassen haben. Solcher Besinnungslosigkeit ist entgegenzuarbeiten, die Menschen sind davon abzubringen, ohne Reflexion auf sich selbst nach außen zu schlagen. Erziehung wäre sinnvoll überhaupt nur als eine zu kritischer Selbstreflexion.“ Ja die Selbstreflektion als Möglichkeit des Kampfes gegen den Faschismus-das wäre doch was richtig gutes.

  7. 7 renitenter Rentner beim Entern 08. Februar 2015 um 2:57 Uhr

    Es ist schon überraschend, mit welcher stoischen Beharrlichkeit auf eine in der Öffentlichkeit völlig ungewichtige Truppe wie das Bremer Friedensforum immer wieder eingedroschen wird. Mensch braucht nicht einverstanden sein mit der Sichtweise des Friedensforums, jedoch sollte mensch noch viel weniger einverstanden sein mit dieser an Dümmlichkeit und Geschichtsrelativierung grenzenden Schwarz-Weiss Malerei, wie die Gruppe [c]3 sie betreibt.

    Nach vielen kritischen Erwiderungen zum leidigen Thema, wie z.B. die schlauen Einwände von „O.“ von NoLager hier bei endofroad, zeigt sich [c]3 als Teil des elendigen Bündnis gegen Antisemitimus weiterhin erstaunlich einfarbig und kritikresistent.

    Wer hingegen wie [c]3 die Vertreibung und Flucht der palästinensischen Bevölkerung als Mythos und angebliche PLO-Propaganda zerredet,bedient sich offensichtlicher Geschichtsklitterung. Aber was erwartet mensch auch von einer Gruppe, die das Wort -Flüchtling- in Anführungsstriche setzt.

    Israel, daß sei der Staat der Juden und das soll auch so bleiben meint [c]3. Um die 20Prozent arabische Bevölkerung und anderer Bevölkerungsteile wie Alawiten und Bedouinen werden unter den demagogischen Teppich gekehrt. Das von der israelischen Regierung seit 1967 nicht gelöste Paradoxon einer möglichen Einbürgerung der arabischen Bevölkerung des besetzten Westjordanlandes wird von [c]3 gleich wohlwollend mitgelöst: Selbstredend wird das in Israel viel debatierte Rückkehrrecht der Palästinenser_innen von der deutschen Gruppe [c]3 in Abrede gestellt. Denn Israel müsse doch jüdisch bleiben.

    Entlarvend, wenn diese völlig verkürzten und deutschbefindlichen Projektionen auf den Staat Israel in einen staatsapologetisch und nationalistischen Tonfall ohne jegliche linke Analyse oder emanzipatorischen Gehalt münden.

  8. 8 * 08. Februar 2015 um 3:01 Uhr

    Diese Kommentare tun weh…

    Gegen jeden Antisemitismus!

  9. 9 Was allen Gruppen mal guttut... 08. Februar 2015 um 12:13 Uhr

    … und von viel zu wenigen gelegentlich auch beherzigt wird: Von Zeit zu Zeit die eigene Praxis mal auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Wenn ihr mit euren Aufrufen zum Thema Israel/Palästina außerhalb des kleinen Kreises völlig Gleichgesinnter niemanden erreicht, dann liegt das z.B. womöglich daran, dass sie sich ebenso manipulativ und ideologisch aufgeladen lesen, wie die der Gegenseite. Ihr werft dem Friedensforum vor, dass es nichts über antisemitische Massaker schreiben würde, selbst seit ihr aber nicht bereit, die Rolle von Terrorangriffen israelischer Milizen wie der IZL und LHI auf arabische Menschen und Dörfer bei der Staatsgründung Israels zu beleuchten? Zum Glück hat hier in Bremen heute kaum noch eine_r Lust auf ein derart abgründiges Niveau. Die meisten suchen eine differenzierte Auseinandersetzung mit der komplizierten Geschichte und Gegenwart, abseits einseitiger Feindbilder und Schuldzuschreibungen – und abseits der spiegelbildlichen Extrempole Antiimps/Antideutsche. Mit solchen Aufrufen bleibt ihr unter euch. Aber vielleicht ist das ja auch euer Wunsch…?

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