Make capitalism history!

Am 7. und 8. Juni 2015 treffen sich im oberbayerischen Elmau die Staats- und Regierungschef*innen der sogenannten “G7″. Wenn die politischen Eliten Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Japans, Kanadas und der Vereinigten Staaten zu einem solchen Gipfel zusammen kommen, so tun sie dies in dem Selbstverständnis, die “bedeutendsten Industrienationen der Welt” zu repräsentieren. Entsprechend ist auch die Erwartung, dass ihre Übereinkünfte später Gültigkeit für den Rest der Welt bekommen sollen.

Dabei können die vertretenden Regierungen bestenfalls vorgeben, ein Zehntel der Weltbevölkerung zu repräsentieren. Sie handeln in der Selbstgewissheit, die “alten Großmächte” des westlichen Bündnisses zu sein, ist doch die G7 (mit Ausnahme Japans) deckungsgleich mit den wichtigsten NATO-Staaten. Wer zu ihnen gehören darf und wer nicht, bestimmen sie selbst, in der Durchsetzung ihrer Positionen vertrauen sie auf ihre politische und ökonomische Macht.

Diese Macht lässt sich nicht nur daran messen, dass in den G7-Staaten noch etwa die Hälfte des weltweiten Bruttosozialprodukts erwirtschaftet wird, sondern auch an dem Kapital, das sich dort befindet. 68 der 100 größten Konzerne der Welt haben ihren Sitz in einem der sieben Staaten. Diese sind Hauptakteure – und Profiteure der sogenannten Globalisierung, jenes wirtschaftlichen und sozialen Verdrängungskampfes, der nach dem Ende des “kalten Krieges” weltweit eingesetzt hat. In der Durchsetzung dieser Entwicklung vertrauen die G7-Staaten nicht nur auf ihre wirtschaftliche Stärke, sie geben jährlich auch über 900 Milliarden Dollar für Militär und Kriege aus, deutlich mehr als alle anderen fast 200 Staaten zusammen.

Wenn sich jetzt die “Gruppe der Sieben” in der Idylle der bayerischen Alpen trifft, geht es darum – trotz aller inneren Widersprüche – den gemeinsamen kapitalistischen Herrschaftsanspruch weiter abzusichern und auszubauen. Dieser wendet sich gegen ihre Konkurrenz, ebenso gegen die Ausgebeuteten und Unterdrückten innerhalb und außerhalb der G7-Staaten.

Wir wollen ihre Idylle stören. Wir verweigern uns der Logik, Menschen Staats – und Kapitalinteressen unterzuordnen. Wir sind gegen ihre Kriege, Grenzen, die daraus resultierende menschenverachtende Flüchtlingspolitik und gegen ihre politische und wirtschaftliche Herrschaft mit allen ihren sozialen und ökologischen Folgen. Die G7 hat weder eine rechtliche noch demokratische, geschweigedenn eine menschliche Legitimation.

Kommt zu den Protesten gegen den G7-Gipfel in Elmau und München!
Werdet aktiv, es ist Zeit die herrschenden Verhältnisse anzugreifen!
Join the antinational Black Bloc!

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