Kein Auftritt für Kategorie C

kopiert von Radio Bremen

Verbot für „Kategorie C“
Kein Auftritt für Bremer Hooligan-Band

Die Behörden in Niedersachsen haben einen geplanten Auftritt der rechten Bremer Band „Kategorie C“ verhindert. Die Gruppe wollte eigentlich am Samstag entweder im Emsland, der Grafschaft Bentheim oder im Raum Ostfriesland spielen. Die verantwortlichen Behörden hatten ein Auftrittsverbot für das gesamte Wochenende erlassen.

Das Vorhaben scheiterte nach NDR-Informationen offenbar, weil kein passender Konzertort gefunden wurde. Weil sie in Deutschland nicht auftreten konnten, versuchten die rechtsextremen Musiker angeblich auch auf die Niederlande auszuweichen. Doch die Polizei dort stellte bei einer Kontrolle Waffen am Veranstaltungsort sicher. Das Konzert wurde abgesagt.

Auftritt bei Hogesa-Demo in Köln
Die rechtsextreme Band aus Bremen war zuletzt bei einer gewalttätigen Demo in Köln im Oktober 2014 aufgetreten. „Strategie der Band ist es unter dem Deckmantel einer privaten Feier, Räume anzumieten“, sagte ein Polizeisprecher. Erst am Veranstaltungstag werde den Anhängern der Band dann per E-Mail der Ort des Konzerts mitgeteilt. Oftmals wüssten die Eigentümer der Veranstaltungsorte gar nicht, dass es sich um eine rechtsextreme Band handelt.

Nach Angaben der Polizei stammen die Besucher der Kategorie-C-Konzerte erfahrungsgemäß aus der rechten Szene und dem Hooliganmilieu und verstoßen demnach regelmäßig gegen Strafgesetze. Dies belegen Erkenntnisse des Verfassungsschutzes aus Bremen, Niedersachsen und Bayern. Die Texte der Band sind in hohem Maße aggressiv und verwenden typische Begriffe aus dem Nationalsozialismus.

Quelle: radiobremen.de