„Blaue Strandlust“ mit Beatrix von Storch

Am Donnerstag, 9. April 2015, beginnt die „Veranstaltungsreihe Blaue Strandlust“ der nationalkonservativen Alternative für Deutschland (AfD) im Hotel Strandlust in Vegesack. Dort trat am 5. März bereits AfD-Vizechef und Fraktionsvorsitzender im Landtag Brandenburg Alexander Gauland auf [Info 1 & 2].

Für den 9. April (19 bis 21 Uhr) kündigt sich nun Beatrix von Storch, Abgeordnete im EU-Parlament, an.


Screenshot von alternativefuer-bremen.de

Beatrix von Storch steht wie kaum eine andere Person für all das, was an der AfD zu kritisieren und abzulehnen ist. Sie wird dem rechtskonservativen Flügel der Partei zugeordnet und betreibt aktiv Stimmungsmache gegen alles, was von ihrem traditionellen Familienbild abweicht. Für sie und weite Teile der AfD hat eine Familie aus Vater, Mutter und Kind zu bestehen, dagegen werden gleichgeschlechtliche Paare oder auch Schwangerschaftsabbrüche abgelehnt. Unter anderem nahm die Europaabgeordnete im September 2014 an einem Aufmarsch erzkonservativer „Lebensschützer“ teil, die Abtreibungen komplett verbieten wollen. Weiterhin wettert von Storch gegen die „Schwulen-Lobby“ und agiert gegen die gesellschaftliche Akzeptanz von homosexuellen Menschen. So ist sie Drahtzieherin der homophoben Proteste gegen die rot-grünen Schulbildungspläne, nach denen im Sexualkundeunterricht mehr Toleranz gegenüber Homosexualität gelehrt werden soll. Für sie und ihre Gruppierung „Demo für alle“ bedeuten die Unterrichtspläne zur sexuellen Vielfalt keinen Fortschritt im Kampf gegen Diskriminierung, sondern eine staatliche „Indoktrination“.

Wie auf der Homepage der AfD zu lesen ist, sind „Angehörige von Organisationen wie der sogen. ‚Antifa‘, der linksjugend und der Grünen Jugend (…) ausdrücklich von dieser Veranstaltung ausgeschlossen.“

Am Freitag, 27. März 2015, lädt die Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) zu einer Podiumsdiskussion in das Swissôtel am Hillmanpletz. Als Diskutant_innen sind geladen: Prof. Zdzisław Krasnodębski, Abgeordneter der polnischen, nationalkonservativen Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit) im Europäischen Parlament und Ulrike Trebesius, Abgeordnete der AfD im Europäischen Parlament.