Sozialrevolutionärer 1. Mai 2015 in Bremen

SOZIALREVOLUTIONÄRER 1. MAI 2015 IN BREMEN – ANTIKAPITALISTISCH, EMANZIPATORISCH, LIBERTÄR
EIN STADTSPAZIERGANG FÜR ALLE, DIE NICHT NACH OLDENBURG FAHREN!


Bringt eure Inhalte auf Transparenten und Schildern mit!

Treffpunkt: Buchtstrassenfest 14.30 Uhr

AN DER BEFREIUNG ARBEITEN
Widerstand leisten – Gesellschaft von unten aufbauen

1. MAI: WARUM GEGEN DEN KAPITALISMUS
Nach Arbeitskämpfen in den USA im Mai 1886 werden hunderte Arbeiter*innen verhaftet und sieben anarchistische Arbeiterführer zum Tode verurteilt. Die Urteile, die an vier von ihnen vollstreckt wurden, stuft ein Gouverneur später als Justizmord ein. Der 1. Mai wird zum jährlichen »Arbeiterkampftag«. Im Laufe der Geschichte vereinnahmen immer wieder herrschende Gesellschaftsschichten den 1. Mai für ihre Zwecke. Denn das Sinn entleerte Ritual, welches der DGB jedes Jahr mit arbeitgeberfreundlichen Forderungen und Hilfestellung bei der nationalen Standortsicherung praktiziert, hat den Kampftag gegen Ausbeutung und Unterdrückung in sein Gegenteil verkehrt. Der DGB verrät mit dem Prinzip der „Sozialpartnerschaft“ die zentralen Interessen der Lohnabhängigen: Die Befreiung von Lohnarbeit, von Ausbeutung und Unterdrückung. Deswegen ist es notwendig, dem 1. Mai auch in Bremen wieder seine Bedeutung zurück zu geben.
Der Kapitalismus ist in unserer Gesellschaft in alle Lebensbereiche der Menschen eingedrungen. 
Agenda 2010 und Hartz IV verschärfen die Rahmenbedingungen für das Ziel der bestmöglichen Verwertung aller Menschen im Dienste des Profits. Konkurrenz, Leistungsdruck und ökonomische Zwänge bestimmen nicht nur unsere Arbeitswelt, sondern regeln auch die sozialen Beziehungen der Menschen untereinander. 
Dieses Prinzip wird uns eingeimpft, von der Erziehung im Elternhaus, über Schule und Ausbildung bis ins Berufsleben.

LOHNARBEIT ABSCHAFFEN
Durch die Abhängigkeit von Lohnarbeit werden wir in Existenzangst gehalten und müssen unsere Arbeitskraft und Lebenszeit verkaufen. Von der eigentlichen Funktion von Arbeit als selbstbestimmter und gesellschaftlich sinnvoller Tätigkeit, ist dies alles weit entfernt.
Immer weniger Zeit bleibt für gesellschaftliches Miteinander. Konsum nimmt als Ersatzbefriedigung eine immer größere Rolle ein.
Lohnarbeit ist in aller Regel nicht schöpferisch, sondern erhöht sogar noch den Druck auf die gesellschaftliche notwendige, aber unbezahlte Sorgearbeit. Diese Tätigkeiten werden dann in geschlechtlich ungerecht verteilter Arbeitsteilung aufgebracht. Es findet eine Mehrfachbelastung jener Menschen statt, die in der Geld- und Verwertungslogik untergeordneten Positionen zugeschrieben werden. Dies betrifft zumeist Frauen.

KAPITALISMUS IST DIE KRISE!
Heute entscheiden unlegitimierte, nichtgewählte Institutionen wie IWF, EZB oder die EU-Kommission über Leben und Tod und über die Lebensgrundlage ganzer Länder. Wie skrupellos diese Herrschenden im Dienst des Finanzkapitals agieren, kann man im Süden Europas beobachten.
Mittels dem Diktat eines mörderischen Sparzwangs, ist die individuelle und kollektive soziale Sicherung fast vollständig der kapitalistischen Umverteilung von unten nach oben geopfert worden. Getroffen werden wie immer die Ärmsten. Doch die Kredite der zumeist deutschen und französischen Banken werden bedient – mit dem Leben und dem Blut der Griechen.
Um eine solche unmenschliche Härte vor der hiesigen Bevölkerung zu rechtfertigen, wird skrupellos die Nationalismuskarte ausgespielt und die Menschen gegeneinander aufgehetzt.

Die Griechenland-Krise ist aber nur eines von vielen Beispielen für die desaströsen Auswirkungen der kapitalistischen Krisenpolitik. Die gigantischen Konjunktur- und Banken-Rettungsprogramme werden hierzulande und in ganz Europa auf die Lohnabhängigen und EmpfängerInnen von Sozialleistungen abgewälzt. Die wirklichen Ursachen der Krise sind nicht allein gierige Finanzmanager oder korrupte Politiker. Die wirkliche Ursache der Krise ist vor allem das kapitalistische Wirtschaftssystem selbst.

DIE VERHÄLTNISSE BEDEUTEN AUSGRENZENUNG!

  • Flüchtlingsmord durch die Festung Europa, rassistische Hetze und Abschiebungen
  • Patriarchale Verhältnisse und Sexismus

DIE VERHÄLTNISSE BEDEUTEN AUSBEUTUNG!

  • Arbeitszwang, Leistungsdruck, Armut
  • Umweltzerstörung und drohendes Klima-Desaster
  • Landgrabbing, Kriege um Böden, Märkte und Rohstoffe

DIE VERHÄLTNISSE BEDEUTEN UNTERDRÜCKUNG

  • Sparzwang, Sozialabbau und AGENDA 2010 und HARTZ IV
  • BRD/TROIKA-Terror in den Ländern Süd-Europas
  • Polizei-Morde und staatliche Willkür überall
  • staatliche Überwachung im Internet und im öffentlichen Raum

DIE VERHÄLTNISSE SIND UNERTRÄGLICH!

  • Privatisierung, Mietsteigerung, Verdrängung
  • Abbau und wirtschaftliche Verwertungslogik von Bildung
  • Angriffe auf Freiräume
  • Aufrüstung und globale Militarisierung
  • staatliche Mittäterschaft im NSU/VS-Komplex

Brauchen wir noch mehr Hinweise dafür, dass Menschen in diesem System absolut keinen Wert haben?! 
Außer, wenn wir uns »verwerten« lassen … und unsere Zukunft gleich noch dazu!

Also: VERKAUF DICH!--ODER WEHR DICH!--DU ENTSCHEIDEST!

ES GIBT ALTERNATIVEN
Leitende Prinzipien für ein besseres Zusammenleben sollten sein:

  • Eine Welt, in der die Wirtschaft dem Leben der Menschen dient
  • Eine Welt ohne Grenzen: Bewegungsfreiheit für alle – weltweit

  • Selbstorganisierung von unten: In basisdemokratischen Prozessen entscheiden diejenigen, die selbst von den Folgen betroffen sind
  • Solidarität, statt Profitlogik: Solidarische Ökonomie, statt Ausbeutung durch Eigentum
  • Vergesellschaftung der Gemeingüter: freie Bildung; gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums; 
bedingungslose und teilhabegerechte Existenzsicherung – für alle

DIE REGIERENDEN REPRÄSENTIEREN UNS NICHT!
Auf eine grundlegende Veränderung durch Wahlen zu hoffen, wäre angesichts der herrschenden Verhältnisse naiv. Der Staat mit seinen Institutionen ist auf die Ziele der Wirtschaft ausgerichtet. Es ist der Staat, der diese Verhältnisse mit Hilfe von Wahlen, Parteien und Parlamenten absichert.

Erheben wir unsere Stimme – anstatt sie abzugeben!
Darum komm mit uns auf die Straße! Sei mit uns kreativ, sei mit uns laut, sei mit uns wütend,
denn Du hast verdammt noch mal allen Grund dazu! Sei kreativ, wo es sonst keiner ist!

Anarchist_innen in Bremen und Umzu


2 Antworten auf „Sozialrevolutionärer 1. Mai 2015 in Bremen“


  1. 1 An der Befreiung kleben « end of road Pingback am 30. April 2015 um 12:53 Uhr
  2. 2 Bericht vom Sozialrevolutionären 1. Mai-Stadtspaziergang « end of road Pingback am 02. Mai 2015 um 18:06 Uhr
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