Archiv für Mai 2015

„Bekennender Rassist“? Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, Herr Seidl!

Die AfD in Person von Christoph Seidl hat uns über Blogsport mitteilen lassen, dass er in der Broschüre „Rechter Wahlkampf in Bremen“ als „bekennender Rassist“ bezeichnet werde. Dies interpretiert Seidl als „Verleumdung im Sinne § 188 StGB“, da die Bezeichnung „bekennender Rassist“ seiner Meinung nach „wahrheitswidrig“ sei.
Ebenso würde auf dem verlinkten Titelblatt der Broschüre ein von Seidl selbst erstelltes Bild verwendet. Dies verletze seine Bildrechte.
Seidl hat Blogsport eine Frist von 48 Stunden eingeräumt, um die entsprechende „Seite umgehend (…) zu entfernen“. Die Seite haben wir natürlich nicht entfernt. Wir haben uns jedoch darum bemüht, Seidls geforderter Einschränkung der Meinungsfreiheit nachzukommen.

In der Broschüre „Rechter Wahlkampf in Bremen“, die auf Indymedia linksunten von Unbekannten veröffentlich wurde, wird Christoph Seidl als „Mann fürs Grobe bei der AfD in Bremen“ beschrieben. So soll Seidl an den Protesten gegen die Unterbringung von geflüchteten Jugendlichen beteiligt gewesen sein und „die rassistischen Pegida-Demonstrationen in Dresden, als auch die entsprechende Hagida-Demo in Hannover, die bekannte Neonazis aus der ganzen Region anzog“ verteidigen.

siehe auch
Christoph Seidl (AfD) hört Nazimetal?!

„Graue Wölfe auf dem Vormarsch“

kopiert aus dem Weserkurier

Sie hetzen gegen Kurden, Aleviten und andere Minderheiten, leugnen den Genozid an den Armeniern und hegen großtürkische Allmachtsfantasien: Auch in Bremen sind türkische Ultranationalisten auf dem Vormarsch.

Unter der Bezeichnung „Graue Wölfe“ fassen Verfassungsschützer die rechtsextremen Anhänger der türkischen Partei MHP (Milliyetçi Hareket Partisi) und anderer neofaschistische Organisationen wie die „Deutsche Türk Föderation“ (ATF) zusammen. Sie selbst bezeichnen sich als „Idealisten“ („Ülkücü“). Im Vorfeld der türkischen Parlamentswahl am 7. Juli mobilisieren sie ihre Anhänger. (mehr…)

Vegan Connection Soli Cocktail Kneipe

Freitag, 26. Juni 2015 | 22 Uhr | Sielwallhaus

„Freibeuter verticken ihre Klamotten über ein Geschäft im Viertel“

folgender Artikel wurde uns zugespielt:

Sie selbst bezeichnen sich als „trinkfeste Bootsmannschaft oder Nautische Kameradschaft“ . Die Mitglieder dieser geselligen Truppe sind in der Bremer Nazi- und Hooligan-Szene unterwegs.

(Infos zu den Verstrickungen der Freibeuter siehe „HoGeSa“ – Von Köln nach Hamburg (mit Fotos) oder Rechte Hooligans Streit bei der „Hogesa“)

Auf der Facebook Seite der Freibeuter Bremen preisen sie schon eine Weile ihren Stuff an und geben preis, dass die Klamotten nahe St. Jürgen Klinik abzuholen seien. (mehr…)

Bundeswehr raus aus Schulen und Berufsmessen!

Flashmob auf der Vocatium Jobmesse in Bremen

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Glas Steine Scherben – Textilindustrie in Bremen angegriffen

kopiert von linksunten.indymedia.org

Der erzielte Gewinn ist gigantisch; Tendenz steigend. Die Zahl der zerstörten Leben ist gigantisch; Tendenz steigend. Die Rede ist von der Textilindustrie. In zwei Nächten 25/26 und 26/27 Mai 2015 wurden stellvertretend zwei Geschäfte in Bremen mit Steinen eingeworfen und mit Farbe markiert. Wir hinterließen Flugblätter mit der Aufschrift „Grüße aus Bangladesh“und „Kapitalismus tötet, Bangladesh 24.04.13“. Bei den Filialen von zero (höheres Preissegment) und KiK (bekannter Discounter) entstand ein Scherbenhaufen der daran erinnern soll, dass die Normalität von Ausbeutung und Unterdrückung angreifbar ist.

Die miserablen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie gibt es schon lange und wie auch in anderen Bereichen hat der wachsende Konkurrenzdruck zwischen den Staaten fatale Folgen. Diese kann man besonders gut in den textilproduzierenden sogenannten Billiglohnländern in Asien feststellen. Doch wer profitiert, wer zeigt sich verantwortlich?

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VA: Feminist HipHop Party

Endlich ist es wieder soweit!
Zieh die Kopfhörer raus!
Schalt den Discman aus!
Hör auf, alleine in deinem Zimmer zu tanzen!

Samstag, 13. Juni 2015 | 22 Uhr | Altes Sportamt

Mit fetten beats und dj*anes hinterm mischpult, glitzer und lametta, awarness und respekt, solischnapu und limo, freude und tanzen, highheels und achselhaaren, sneakers und freestyle, feminismus und hiphop.

denn:

HipHop steht für Überwindung von Unterdrückung und ist Ausdruck von Selbstermächtigung.
In den Anfaengen war Hip Hop ein Sprachrohr fuer die schwarze Bevoelkerung, besonders in US-amerikanischen Grostaedten. Damals wie
heute haben Frauen Lesben Inter und Trans im Hip Hop weniger Aufmerksamkeit als ihre maennlichen Kollegen erhalten.
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Gemeinsame Anreise nach Hannover!

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise nach Hannover zur Demo „Solidarität mit den betroffenen rassistischer Polizeigewalt“ in Hannover

Nach den Ereignissen rassistischer Polizegewalt in Hannover, welche vergangene Woche bekannt wurden, wird es diesen Freitag, 29. Mai 2015, 18Uhr eine Demo in Hannover geben.

Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) fährt hin und freut sich über Mitstreiter_innen. Treffpunkt 16Uhr Infopoint Hauptbahnhof Bremen.

Demonstration „Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Polizeigewalt!“

Freitag, 29. Mai 2015 | 18 Uhr | Hannover-Nordstadtbahnhof

Mit Wut und Bestürzung haben wir die aktuellen Meldungen über die rassistische Polizeigewalt in der Dienststelle der Bundespolizei in Hannover zur Kenntnis genommen. Doch genauso wütend macht uns bereits der Auftakt der Aufarbeitung der Vorfälle. Bereits im Vorfeld spricht ein Oberstaatsanwalt laut NDR davon, dass der „Vorwurf […] sehr bedenklich und einmalig wäre“.

Obwohl die bisher bekannt gewordenen Vorfälle ungeheuerlich sind, einmalig oder überraschend sind sie nicht. Oury Jalloh wurde 2005 in einer Polizeizelle in Dessau verbrannt. Nach 10 Jahren von der Polizei behinderter Aufarbeitung im Ermittlungsverfahren und vor Gericht sprechen die beteiligten Behörden immer noch von einer Selbstverbrennung, obwohl Gutachten diese ausschließen. Laye Condé ertrank 2005 im Bremer Polizeigewahrsam durch das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln und Wasser in Polizeigewahrsam. Amir Ageeb erstickte, weil Beamte während seiner trotz bekannter Suizidabsichten durchgeführten Abschiebung im Flugzeug seinen Kopf minutenlang auf seine Brust drückten. Der 16jährige Halim Dener wurde 1994 beim Plakatieren in der hannoverschen Innenstadt von einem Polizisten durch einen Schuss in den Rücken getötet. Die Liste ist lang… (mehr…)

„Aktive Mischszene in der Hansestadt“

kopiert von bnr.de

Der harte Kern der aktions- und gewaltbereiten rechten Szene hat sich in Bremen verfestigt. Das ist die Erkenntnis der dortigen Verfassungsschutzbehörde, die ihren Jahresbericht vorgelegt hat.

Ausgeprägt ist eine miteinander verknüpfte Mischszene zwischen parteigebundenen Kräften, neonazistisch organisierten Personen und einer aktionsorientierten subkulturellen Szene. Zu diesem Umfeld werden unverändert rund 110 Angehörige gezählt. Die NPD hat nur noch 30 Mitglieder und ist seit 2011 kontinuierlich weitgehend inaktiv. Bei der Europawahl brachte es die Partei auf 0,6 Prozent der Stimmen, wobei der Anteil in Bremerhaven höher war als in der Hansestadt. In Bremen hält die NPD zwei Kommunalvertreter in Stadtteilbeiräten, in Bremerhaven sitzt ein NPDler in der dortigen Stadtverordnetenversammlung. Die Worch-Partei „Die Rechte“ hat zwar eine Landesgruppe, aber keinen strukturierten Landesverband. Aktivitäten sind dennoch zu beobachten. (mehr…)