„Kritik an Naidoo-Auftritt“

kopiert aus dem Weser Kurier

Die Kritik an Sänger Xavier Naidoo reißt nicht ab. Eine Woche vor dem Open-Air-Auftritt des Popsängers auf der Bürgerweide fordert nun die Nachwuchsorganisation der Linken, die Linksjugend Bremen, die Absage des Konzerts.

„Wie kaum ein anderer bekannter Popmusiker propagiert Naidoo Thesen, die sonst nur im neonazistischen Spektrum zu finden sind“, sagt Tim Ruland aus dem Rat der Linksjugend Bremen. In Naidoos Texten und öffentlichen Äußerungen fänden sich offene Gewaltphantasien gegen Homosexuelle und der Ruf nach Führern.

Xavier Naidoo ist einer der erfolgreichsten Popmusiker in Deutschland. Allerdings steht er seit einem Auftritt auf einer rechten Veranstaltung massiv in der Kritik. Naidoo sprach von „amerikanischer Besatzung“, von „Ordnung schaffen“ und stellte obendrein die Gültigkeit der deutschen Verfassung infrage. Später versuchte er, seine Aussagen gerade zu rücken, was ihm jedoch nicht recht gelang. Er erklärte, auf Menschen, Reichsbürger und auch auf die NPD zugehen zu wollen.

Aus Sicht der Linksjugend darf der Popsänger nicht in Bremen auftreten. „Die wirren, menschenfeindlichen und anti-emanzipatorischen Inhalte Naidoos sind widerlich“, sagt Tim Ruland. Der Auftritt dieses Sängers sei mit dem von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) angekündigten Einsatz für homosexuelle Identitäten und dem Selbstverständnis Bremens als weltoffene Stadt unvereinbar. Er erwarte, dass die städtische Brepark als Inhaberin der Bürgerweide den Nutzungsvertrag für das Naidoo-Konzert kündigt und zukünftig keine öffentlichen Flächen mehr für derartige Inhalte zur Verfügung stellt.

Quelle: Weser Kurier