VA: „Faschismus und Antifaschismus“

Freitag, 4. September 2015 | 20 Uhr | Infoladen

Im Zuge der Ermittlungen gegen Valentin und c.a. 30 weitere Genossen, meinen wir es tut not, sich mal genauer mit der Kritik des Faschismus und den Konsequenzen für den Antifaschismus auseinanderzusetzen:

In Bremen gibt es Nazis, die davon überzeugt sind, dass ihr höchstes Gut, die Nation, am Abgrund stünde und dass dies seinen Grund in Versündigungen am Allgemeinwohl hat. Ausgehend davon, dass man hier nur brav seinen Dienst leisten müsse, damit jeder zu dem seinen komme, ziehen sie den Schluss, dass sich jemand am angeblichen Allgemeinwohl versündigt, wenn die Nation nicht dort steht, wo sie in ihren Augen stehen sollte. Von diesem nationalistischen Fahndungsstandpunkt aus suchen sie nach Sündern und Fremden, die die Volksgemeinschaft spalten würden. Diejenigen, die sie als solche ausmachen, erklären sie sich zum Feind und greifen sie an.

Es braucht entschlossenen Antifaschismus, um sich gegen diese faschistische Feindschaftserklärung zu wehren und die Faschisten klein zu halten. Doch Antifaschismus kann nicht dabei stehen bleiben, sich gegen faschistische Angriffe gerade zu machen. Wir müssen weiter gehen. Denn es ist das normale demokratische Knechtsbewusstsein, das die Grundlage für die faschistischen Schlüsse bildet. Der Unterschied von Nazis und Demokraten ist, dass die Nazis – enttäuscht vom demokratischen Staat – nicht mehr das Personal der Staatsgewalt wählen gehen, sondern selbst zur Gewalt greifen. Unsere Kritik muss sich deshalb gegen faschistischen und demokratischen Nationalismus richten.

Wenn wir nicht immer nur Feuerwehr spielen wollen, dann müssen wir den Grund dieses falschen Bewusstseins anpacken. Es ist der demokratische Staat, der seinen Bürgern mit der Gewalt des Rechts bedürfnisfeindliche Lebensbedingungen aufherrscht, die sie in ständige Abhängigkeit zu ihm setzen. In Abhängigkeit von staatlichen Leistungen, von Vertragsrecht bis Schulwesen, erscheint es vielen so, als sei der Staat dafür da, dass es ihnen gut geht. Und mit all ihren Problemen wenden sie sich ausgerechnet an denjenigen, der ihnen mit seiner Gewalt die Probleme erst eingebrockt hat. Das ist der Grund, weshalb sie zu allerhand Härten für den Erfolg des Staats bereit sind und die von ihm eingerichtete Klassengesellschaft als Nation abfeiern.

Deshalb muss vernünftiger Antifaschismus revolutionär sein. Er beschränkt sich nicht auf den Kampf gegen Nazis. Revolutionärer Antifaschismus richtet seine Kritik gegen die Nation, ob demokratisch oder faschistisch. Das werden wir ausführlich in unserer Veranstaltung begründen.

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2 Antworten auf „VA: „Faschismus und Antifaschismus““


  1. 1 Toni Byler 31. August 2015 um 17:08 Uhr

    Wohlmöglich wäre es für die Veranstaltenden besser, sich mal genauer mit der Kritik an Facebook, Twitter und Whats App und den Konsequenzen für den Antifaschismus auseinanderzusetzen!

  2. 2 Anschläge verhindern 04. September 2015 um 15:35 Uhr

    Was für ein arroganter dozierender Sprachstil der KJGB.
    Bei denen, die die kennen, weckt das Amüsement,
    bei denen, die sich für die Lage interessieren, stößt es ab.

    für eine antifa-antira-Vernetzung, die ein gutes Miteinander anstrebt.

    Den III.Weg abschaffen!

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