Archiv für September 2015

Antifaschistischer Aktionstag Nienburg/Weser

Aufgrund der anhaltenden Naziaktivitäten im Landkreis organisieren wir im Rahmen eines antifaschistischen Aktionstages für den 31.10.2015 um 14 Uhr eine Demonstration unter dem Motto „Ob Nienburg oder anderswo – Nazistrukturen offenlegen und zerschlagen!“.

Aufruf

Idyllisches Nienburg?

In Zeiten, in denen fremdenfeindliche Bewegungen wie PEGIDA und HoGeSa tausende rassistische Bürger_innen auf die Straße ziehen, wo tagtäglich Flüchtlingsunterkünfte brennen und die deutsche Bundesregierung als geistige Brandstifterin fungiert, indem sie das Asylrecht laufend verschärft, lebt es sich in einer Kleinstadt wie Nienburg, wo die Flüchtlingsproblematik einen vergleichsweise niedrigen Stellenwert einnimmt und Nazis eher als Exoten angesehen werden, scheinbar sehr gut. Doch der Schein trügt. (mehr…)

Rotgrüne Kotze: Warum Deutschland auch dann scheiße ist, wenn es einen Willkommen heißt

Das Problem mit den Geflüchteten, ist das Problem mit den Geflüchteten

“Zwang gefährdet die Akzeptanz von Geflüchteten1”, so konstatiert die Landes-Grüne kürzlich ihre Haltung, bezüglich des Vorschlags Leerstände vorübergehend für Geflüchtete zu enteignen. Wie kann dieser leise Kommentar der Bremer Landesgrünen verstanden werden, ohne dass es hier extrem nach einer Entschuldigung für bestehenden strukturellen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und ansteigenden Sozialchauvinismus stinkt?!

Weil die Regierung eine weiter erstarkende Salonfähigkeit von Rechtspopulismus und Ressentiments gegen Geflüchtete auch in Bremen gern verharmlost, verschiebt die Landes-Grüne die Ursache für schwindende “Akzeptanz”, weg von Rassist- und Sozialchauvinist_innen, hin zu den Geflüchteten und erlaubt sich damit eine dreiste Verschiebung der Ursachen, auf Kosten der Geflüchteten. Aus anderen Bundesländern ist diese Ursachenumkehr zwischen Geflüchteten und Ablehnung mit lediglich schärferen Ton bereits bekannt. (mehr…)

VA: Psychatrie-kritische Kneipe

Samstag, 26. September 2015 | 20 Uhr | Grüner Zweig

Beginnt mit einem Film, dann unterhalten mit und ohne Alkohol; bringt gerne Aktionsideen für den Tag der seelischen Gesundheit am 10.10. mit!

Wer wir sind und was wir wollen…
Wir sind ein kleiner Haufen von Menschen, die sich theoretisch und praktisch, kritisch mit Psychiatrie, bestehenden und zu entwickelnden Alternativen beschäftigen. In verschiedenen Konstellationen haben wir bis jetzt Workshops zum Thema „Polit-burn out“ veranstaltet und die Ergebnisse in einer Broschüre zusammengetragen. Es gab regelmäßige Psychiatrie kritische Cafe´s. Weiterhin arbeiten wir an selbstorganisierten Support-Strukturen, abseits des psychiatrischen Systems. Für den Anfang gibt einen ausgebauten Bauwagen, der zum Einen als Treffpunkt, aber auch von Menschen in mehr oder weniger akuten Krisenmomenten als Rückzugsort, genutzt werden kann. Angelehnt an Konzepte wie „out of action“ und „radical peer support“ würden wir diese Praktiken gern erweitern und ausbauen um somit Psychiatrie unnötig zu machen. Dafür suchen wir Menschen, die sich zu diesem Themenspektrum austauschen bzw. einbringen wollen. Erreichen könnt ihr uns entweder bei der Kneipe, die monatlich im Grünen Zweig statt finden wird oder per Mail stattpsychatrie(ät)riseup.net.

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Bremer Nachbereitungs- und Perspektiventreffen zum Tag X gegen Atomtransporte

Freitag, 25.09.2015 |19.30 Uhr | Paradox

Wir wollen berichten und zusammentragen, was am und rund um den Tag X in Bremen und an anderen Orten entlang der Transportstrecke gelaufen ist, mit euch diskutieren, ob wir die folgende (unten angefügte) Einschätzung teilen – und mit welchen Aktivitäten wir weiter gegen die Atomtransporte mobilisieren und intervenieren wollen.

einige Anti-Atom-Aktivist_innen

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Gegen die Neuauflage von „HoGeSa“ in Köln im Oktober

Zwischen Januar und August 2015 wurde nahezu täglich in der BRD ein Anschlag auf ein Flüchtlingsheim verübt. „Pegida“ und „HoGeSa“ haben den Grundstein für die größte Welle rassistischer Gewalt seit der „Wiedervereinigung“ gelegt. Ende Oktober 2015 will HoGeSa zurück nach Köln kommen. Kommt nach Köln und verhindert den Aufmarsch. Die Verteidigung gegen den rechten Mob bedeutet den Angriff auf die Verhältnisse!

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„Fingierte Drohung vom Amt“

kopiert aus der taz

Unbekannte haben einen gefälschten Abschiebebescheid an eine Migrantin verschickt. Polizei und Staatsschutz ermitteln.


Auf den ersten Blick täuschend echt: gefälschter Bescheid vom Stadtamt.

Der Abschiebebescheid ist eine Fälschung – aber nicht für jeden sofort als solche zu erkennen. Der Briefkopf der Stadt Bremen, die Aufmachung, die Sprache des Schreibens: Vieles an diesem fingierten Brief des Stadtamtes wirkt sehr offiziell. Auch Name und Adresse sind fehlerfrei geschrieben.

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„Die Unterscheidung von sogenannten ‘echten’ und ‘unechten Flüchtlingen’ ist rassistisch und antiziganistisch!“

kopiert von linksjugendsolidhb.wordpress.com:

Aktuell wird überwiegend Geflüchteten aus dem Balkan – vor allem Sinti & Roma – zugeschrieben, dass sie doch gar keine “echten Flüchtlinge” seien. Stattdessen gelten sie “nur” als sogenannte “Wirtschaftsflüchtlinge”, welche im Alltag oft auch als “Sozialschmarotzer” oder “Scheinasylanten” bezeichnet werden. Besonders problematisch ist, dass große Teile der Gesellschaft – von Pegida, AfD, CDU/CSU bis hin zu SPD und Grünen – sich in dieser Frage einig sind und an dieser Vorstellung festhalten. Inzwischen fordern allesamt eine erneute Verschärfung des “Asylkompromisses” von1993.
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Bremer Salafisten festgenommen

Wie der Weser Kurier und Radio Bremen übereinstimmend berichten, haben türkische Sicherheitskräfte zwei Bremer Salafisten an der türkisch-syrischen Grenze aufgegriffen und verhaftet. Laut Verfassungsschutz wollten die beiden Festgenommenen in Syrien auf Seiten des IS kämpfen. Beide wurden nach der Festnahme nach Deutschland abgeschoben und umgehend einem Haftrichter vorgeführt. Mittlerweile sind sie wieder auf freiem Fuß, da keine nachweisbaren Haftgründe vorlagen. Laut Innenbehörde hätten die beiden Festgenommenen zuvor Kontakt zum Islamischen Kulturzentrum (IKZ) gehabt.

siehe auch
buten un binnen: Bremer Salafisten an der Grenze zu Syrien festgenommen

Kundgebung: Aktionstag Solidarität mit Rojava & Shengal

Am Sonnabend, 12.09., fand auch in Bremen im Rahmen des überregionalen dezentralen Aktionstages zur Solidarität mit Rojava & Shengal eine Veranstaltung statt. Es folgt ein kleiner Bericht.

Der Tag begann mit unerfreulichen Nachrichten: der zeitgleich geplante Naziaufmarsch “Tag der Patrioten” in Hamburg war in der Nacht zuvor letztinstanzlich verboten worden und die Nazis hatten sich als (einen) Ausweichort Bremen ausgesucht. Für ein paar Stunden sah es so aus, als würde die Bremer Polizei unsere seit Wochen angekündigte Aktion aufgrund “polizeilichen Notstands” auch verbieten wollen, aber letztlich kam es dazu nicht. Konsequenzen hatten diese Entwicklungen im kleineren Rahmen trotzdem, negative wie auch positive. (mehr…)

Nazis jagen Antifaschisten durch Wilhelmshaven

Am 15.09.2015 versammelten sich in Wilhelmshaven mehrere Neonazis und Hooligans, (ca. 10-15 Personen) vor dem Küstenmuseum in der Werftstr. Unter ihnen war auch Jens Hillers, Jens Wagenlöhner und Daniela Bliesner. Sie folgten einem Aufruf der „Wilgida“, sich zum Kaffee trinken und anschliessendem „Beine vertretten“ zu treffen.

Die „Wilgida“ hetzt seid längerem gegen Geflüchtete und provoziert immer wieder mit Menschenverachtenden Postigs auf Facebook.

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