BASTA, OXI, ENOUGH

Am 17.10. zur Euromarsch-Großdemo nach Brüssel – am 15.10. den EU-Gipfel umzingeln

Seit dem 1. Oktober haben sich Menschen aus ganz Europa im Rahmen der diesjährigen Euromärsche auf den Weg nach Brüssel gemacht, wo sie am 15.10. zu Aktionstagen zusammenkommen wollen, um den EU-Gipfel zu umzingeln und dann am 17.10. auf einer abschließenden Großdemo gemeinsam für ein demokratisches, egalitäres, solidarisches, ökologisches und friedliches Europa einzutreten. An den Euromärschen beteiligt sich ein breites Spektrum linker bis emanzipatorischer Kräfte – von Parteien und NGO’s über Gewerkschaften bis hin zu linksradikalen und autonomen Gruppen. Hierzulande ist die Mobilisierung allerdings kaum zur Kenntnis genommen worden, während die Euromärsche insbesondere in den Ländern der europäischen Peripherie von allen Teilen der Linken als zentrales Ereignis betrachtet werden, um der herrschenden neoliberalen Entmündigungs- und Verarmungspolitik in einer gmeinsamen Aktion jenseits von Grenzen und nationalstaatlichen Zugehörigkeiten ein entschlossenes NEIN eines solidarischen Europas von unten entgegenzusetzen. Schließen wir uns deshalb zumindest der Großdemo für ein anderes Europa am 17.10. an, um die Zugehörigkeit zu emanzipatorischen Bewegungen in ganz Europa und der ganzen Welt zu demonstrieren und unsere Solidarität und Bereitschaft zu gemeinsamen Kämpfen zu bekunden!

In Deutschland wird die Mobilisierung u.a. vom Blockupy-Bündnis getragen. Die Koordination der gemeinsamen An- und Rückfahrt, sowohl für die Aktionstage vom 15.-17. Oktober, als auch nur für die
Großdemonstration am 17. Oktober haben die jeweiligen Attac-Ortsgruppen übernommen. Nähere Infos daher auf der Internetseite zur Koordination von Mitfahrgelegenheiten: http://www.attac.de/index.php?id=12766 oder über bremen@attac.de .

Am Di., den 13. Oktober wird im Rahmen des Sternmarsch von Norddeutschland nach Brüssel ab 11 Uhr außerdem eine „Kreuz-Aktion“ auf dem Domshof stattfinden. Näheres dazu unter dieopferderagenda2010.wordpress.com

Aufruf EuroMärsche 2015

Für ein Europa der Menschen! NEIN zum Europa des Kapitals!

Immer mehr Menschen, Bürger der sogenannten Europäischen Union, beenden ihren Tag ohne Arbeit, ohne die vollständige Anerkennung ihres Rechts auf menschenwürdiges Wohnen, auf Gesundheit, auf eine gleichmachende Bildung, auf angemessene Mindestrenten. Die sogenannte Finanzkrise hat dem globalisierten Kapitalismus als Vorwand gedient, Bürgerrechte möglichst zu beschneiden und die demokratische Souveränität der Völker anzugreifen.

Wir wissen, wer die Unterdrücker sind, nämlich die tyrannische Macht der Superreichen, die heutzutage unsere eigene – von ihren Banken verwaltete – Ersparnisse dazu nutzen, sich zum Finanztotalitarismus zu entwickeln. Wir haben jedoch auch gelernt, jene Politiker zu identifizieren und zu entlarven, die gewählt wurden, dem Volk zu dienen, und stattdessen im Dienst der Geldmacht stehen und europäische Normen mit dem Kapital undemokratisch vereinbart haben, ohne auf die Bürger zu hören.

  • Wenn unsere Vertreter die Demokratie der Gier der Märkte untergeordnet haben, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn die Troika uns mit einer rechtswidrigen Staatsverschuldung zu ersticken droht, die ursprünglich eine Bankverschuldung war, und deren Rückzahlung Vorrang vor den Sozialausgaben hat, so daβ Völker wie das griechische in die Sklaverei gezwungen werden, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn uns in Südeuropa durch das währungspolitische Europa und den Pakt für den Euro die Möglichkeit verwehrt wird, eigenständige politische Maβnahmen zu entwickeln, um die unerträgliche Arbeitslosenquote zu bekämpfen und die Krise zu bewältigen, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn eine Mehrheit der europäischen Abgeordneten für die Unterstützung eines Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), gestimmt haben, das groβen transnationalen Unternehmen ermöglichen wird, auβerhalb der demokratischen Institutionen zu handeln bzw. die Regierungen ohne demokratische Kontrolle vor Sondergerichte zu bringen, wenn sie das Allgemeinwohl gegenüber dem Freien Markt verteidigen, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn es in den europäischen Gebieten Steueroasen gibt, die über Regeln zugunsten von reichen Menschen, Groβkapital und Groβkonzernen verfügen, und die als Plattform zur Steuerumgehung, Steuerhinterziehung und Steuerbetrug dienen bzw. zur Abwicklung von dunklen Geschäften oder zu Finanzspekulation und Geldwäsche durch korrupte Menschen und organisierte Verbrecher benutzt werden, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn die Verschlechterung unserer Umwelt, unserer Wälder, unserer Atmosphäre, unserer Gewässer und Meere fortfährt, ohne daβ radikale und wirksame Stopp-Maβnahmen ergriffen werden und ohne daβ man die Beschlüsse und Maβnahmen einhält, die bei den internationalen Gipfeltreffen vereinbart werden, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn wirksame politische Maβnahmen weiterhin nicht ergriffen werden, um die Gleichstellung der Geschlechter zu gewährleisten, männlichen Chauvinismus auszumerzen und Gewalt gegen Frauen zu beseitigen, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn physische und gesetzliche Mauern (wie die EU-Einwanderungsrichtlinie oder «Richtlinie der Schande») gegen Menschen errichtet werden, die vor Krieg, Elend und Krankheit fliehen, und politische Maβnahmen gefördert werden, die ein rassistisches, fremdenfeindliches und unsolidarisches Europa erwarten lassen, müssen wir sagen: Es reicht!!!
  • Wenn dieses Europa Finanz- und Marktinteressen vor Menschenrechte und soziales Wohlergehen stellt, indem öffentliche Dienstleistungen privatisiert, Bürger zu Kunden gemacht werden, und soziale Rechte (Wohnraum, Wasser, Gesundheit, Bildung, Pflege) insbesondere von sozial Schwächsten beeinträchtigt werden, müssen wir sagen: Es reicht!!!

Das langersehnte demokratische, egalitäre, soziale, geeinte und friedliche Europa, von dem so viele Menschen seit dem Zweiten Weltkrieg geträumt haben, ist gescheitert. Die heutige Situation ist hoffnungslos für die Bürger und Völker Europas.
Wir sind zur Zeit in einer sozialen und bürgerlichen Notlage, doch Demokratie ist zu wertvoll, um sie in den Händen der Märkte zu belassen. Die Regierungen haben schon lange vor dem Kapital kapituliert und die Medien verbreiten und applaudieren ihre grausamen politischen Maβnahmen. Wir rufen alle Bürger auf, gegen die Bankendiktatur zu rebellieren. Es ist an der Zeit, unsere historische Rolle gegen die Tyrannei der Wenigen zu erfüllen, indem wir eine Europäische Union fordern, die im Dienst der Menschen steht, nicht des Kapitals.

Deshalb haben wir, verschiedene soziale Bewegungen und politische und gewerkschaftliche Organisationen Europas, eine gemeinsame Aktion geplant, nämlich die EUROMÄRSCHE 2015. Vom 1. bis zum 17 Oktober 2015 werden sich die europäischen Völker gen Brüssel mobilisieren, um eine drastische Veränderung der politischen Maβnahmen der EU zu verlangen. Im spanischen Staat, zusammen mit den anderen Mitgliedern der EU, sind wir dabei, die entsprechenden Aktionen und Veranstaltungen zu organisieren. Wir laden Menschen und Organisationen zur Teilnahme ein.

Für die Vereinigung der europäischen Bürger, gegen das Europa des Kapitals und für ein demokratisches, soziales, umweltfreundliches und solidarisches Europa der Menschen

Nimm teil an den EUROMÄRSCHEN 2015
Gibraltar – Brüssel – 1. bis 17. Oktober

¡BASTA!, OXI, ENOUGH
Bauen wir ein anderes Europa auf!

checkt euromarchas2015.net