VA: „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus am Beispiel Berlins“

Donnerstag, 22. Oktober 2015 | 19 Uhr | Paradox

Vortrag mit Sophia Schmitz

In der Reichshauptstadt Berlin konzentrierten sich die Machtapparate des Nationalsozialismus – praktisch alle Behörden, die die Besatzung Europas vorantrieben, den millionenfachen Massenmord organisierten und den reibungslosen Ablauf des nationalsozialistischen Systems garantierten, hatten ihren Sitz in Berlin.
Zugleich war die Stadt von einer stark politisierten und aktiven Arbeiter_innenklasse geprägt und selbst noch in der Wahl im März 1933 errangen die SPD und KPD zusammen deutlich mehr Stimmen als die Nationalsozialisten.
So war die Struktur des Widerstands in Berlin stark heterogen geprägt. Versuchten manche, zentrale Schaltstellen der Macht anzugreifen, wie die rechtskonservativen Kreise um den 20. Juli herum, waren die flächendeckenden Widerstandstätigkeiten von vormals politisch organisierten Arbeiter_innen getragen. Mit dem Krieg und den einsetzenden Massendeportationen der jüdischen Bevölkerung Berlins änderte sich die Trägerschicht und Formen des Widerstands noch einmal deutlich: Viele Tausend versuchten, jüdische Freunde und Bekannte, aber oftmals auch gänzlich Fremde vor dem Zugriff der Gestapo zu verstecken.
Bislang wurde in der Forschung der Rolle der Frauen in diesen verschiedenen Widerstandsmilieus vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt. Dass manche Formen widerständigen Handlungen größtenteils von Frauen geleistet wurden, bleibt unerwähnt.
Dem spezifischen Beitrag der Frauen ist dieser Vortrag von Sophia Schmitz, Historikerin aus Berlin, gewidmet, exemplarisch werden einzelne Protagonistinnen vorgestellt.

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