„Bürgerwehr im Netz – Bremer Staatsschutz beobachtet Aktivitäten“

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Der Bremer Staatsschutz beobachtet im Internet eine neu gegründete Bürgerwehr. Das teilte ein Sprecher der Bremer Polizei mit. Bürgerwehren werden verdächtigt, als selbst ernannte Hilfspolizisten für Recht und Ordnung sorgen zu wollen. Die Bremer Gruppe hat auf Facebook knapp 900 Mitglieder.

Sie wird vom Staatsschutz als rechtspopulistisch, aber nicht als rechtsextrem eingestuft. Deswegen hat der Staatsschutz noch nichts gegen die Gruppe unternommen, so ein Polizeisprecher. Eine zweite Bremer Bürgerwehr im Netz beobachtet der Staatsschutz jetzt genauer.

Auf deren Seite heißt es: „Anlässlich der Silvesternacht in Köln ist es auch in Bremen notwendig, eine Gruppe zu bilden, um solches zu verhindern.“ Einige Mitglieder haben Bilder veröffentlicht, unter anderem Fotos der Band Kategorie C. Diese wird der rechtsextremen Hooliganszene zugeordnet.

In Niedersachsen haben sich insgesamt zehn Bürgerwehren im Internet gebildet. Laut niedersächsischem Innenministerium geben sie aber keinen Grund zur Sorge und werden auch nicht beobachtet. Zuletzt hatte im September vergangenen Jahres eine Bürgerwehr in Schwanewede für Verunsicherung gesorgt: Sie war mehrmals in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft aufgetaucht. Laut Auskunft der Kommune ist sie aber nicht mehr aktiv.

Quelle: radiobremen.de