„Rassisstische Strukturen offenlegen – AWO demontieren!“

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Die AWO schreibt sich Antirassismus auf die Fahne, während sie in Wahrheit rassistische Strukturen aufbaut und verwaltet. Wir haben der AWO ein paar ihrer Fahnen geklaut und unsere eigenen hinterlassen. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass Rassismus nicht alleinige Sache der Rassist_innen aus “Dunkeldeutschland” (AFD, Pegida und wie sie alle heißen) ist, sondern dass rassistische Gewalt jeden Tag hier in Bremen stattfindet. Organisationen der vermeintlichen „Flüchtlingshilfe“ wie die AWO sind oft integraler Bestandteil der Abschiebepraxis. Die konkrete Rolle der AWO Bremen und ihrer „Rückkehrberatung“ wurde an anderer Stelle bereits erläutert (http://endofroad.blogsport.de/2016/02/24/rueckkehrhilfe-der-awo-schliessen-alle-bleiben/).

Die rassistischen Verhältnisse bestehen eben nicht nur in den rassistischen Vorstellungen und ihrer Praxis, aus welcher heraus beinahe jede Nacht Flüchtlingsheime angegriffen werden. Das verkehrte Bewusstsein in den Köpfen der Menschen spiegelt nur die materielle Wahrheit des Abschottungsregimes wider. Wollen wir das globale System rassistischer Herrschaftsverhältnisse zu Fall bringen, genügt es nicht Symptome (z.B.rassistische Übergriffe auf der Straße) zu bekämpfen – wir müssen uns gegen die Mauern und Zäune richten, die gebaut werden um Schwarze Menschen vom besseren Leben auszuschließen.

Dabei beobachten wir, dass die Eingeborenen diesseits der Grenze (nicht völlig zu Unrecht) Angst davor haben, dass durch zusätzliche Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt das Lohnniveau fallen wird. Dieser Angst setzen wir die Perspektive auf ein gutes Leben für Alle entgegen. Denn wir wissen, dass Abschottung keine Alternative ist.

Während sich also die AWO auf Fahnen und Schildern „gegen Rassismus“ ausspricht, betreibt sie mit dem als “Rückkehrberatung” getarnten Abschiebebüro eine der wichtigsten Institutionen der rassistischen Abschiebepraxis des Rot-Grünen Senats.

Wir schlagen der AWO vor das Abschiebebüro schnellst möglich zu schließen. Sonst machen wir das.

Capture the flag! AWO demontieren!
Das Gute Leben für Alle erkämpfen!

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1 Antwort auf „„Rassisstische Strukturen offenlegen – AWO demontieren!““


  1. 1 Enfant T. 30. April 2016 um 11:09 Uhr

    Die AWO führt bundesweit die umstrittene sogenannte Rückkehrberatung durch. Dabei soll es darum gehen, Geflüchteten (aber auch MigrantInnen, die sich schon länger in der BRD aufhalten) Unterstützung bei der „freiwilligen Rückkkehr und Wiedereingliederung in ihr Heimatland“ zu bieten. Das ist natürlich zynisch – erstens wissen die Geflüchteten selbst am besten, warum sie aus diesem Heimatland flohen. Und zweitens kommen die wenigsten wirklich freiwillig zu dieser Beratung – sie sehen, aufgrund abgelehnter Asylanträge etc., teils schlicht keine Möglichkeiten mehr, in Mitteleuropa zu bleiben. Drittens wird dabei die Frage der Fluchtursachen ausgeblendet. Natürlich gibt es Geflüchtete, die, hätten sie gewusst, was sie hier wirklich erwarten, den Weg nach Europa nicht angetreten hätten – ich habe dies selbst von Geflüchteten gehört. Schlimm genug – doch deshalb wären sie nicht unbedingt in ihren prekären Heimatländern geblieben, sondern hätten ggf. andere Fluchtwege gewählt. Selbst wenn in Einzelfällen also eine Rückkehrberatung hilfreich ist, so ist sie unter den gegebenen Rahmenbedingungen absolut zu kritisieren. Farbbeutelwürfe werden die AWO jedoch nicht wirklich beeindrucken. Schließlich wird Soziale Arbeit letztendlich zumeist vom Staat finanziert, so auch hier. Die Rückkehrberatung ist also ein Geschäftsmodell. Doch zum Handlanger des Staates macht sich Soziale Arbeit nicht nur bei der Rückkehrberatung. So wäre Soziale Arbeit in ihrer Funktion also grundsätzlich zu analysierem und zu kritisieren, denn der Doppelcharakter von Hilfestellung für das Individuum und gesellschaftlicher staatlicher Anpassung und Verwertbarkeit durchzieht das gesamte Arbeitsfeld. Der Fokus auf Einzelaspekte bzw. eine einzelne Organisation lenkt von der nötigen fundamentalen Kritik ab: AWO demaskieren? Schaut Euch mal die anderen Träger Sozialer Arbeit an – vor solch einseitiger, platter „Kritik“ muß man die AWO ja geradezu verteidigen. Immerhin befürchtet die AWO offenbar, daß ihre Politik auch unter den MitarbeiterInnen keine ungeteilte Zustimmung findet. So wandte man sich nach den Farbbeutelanschlägen per mail an das Personal. Die AWO-interne Stellungnahme überzeugt nicht – sinngemäß war die Argumentation: wenn wir es nicht tun, tut es wer anders, und dies im Zweifelsfall schlechter. Und schließlich arbeite man ja ergebnisoffen. Das ist angesichts der ökonomischen wie juristischen Zwangskontekte, unter denen Flucht stattfindet bzw. reguliert wird, natürlich eine Farce. Kurzum: eine Kritik der Rückkehrberatung macht nur Sinn, wenn sie mit dem gesellschaftlichen Rahmen verknüpft wird. Daher:
    - Rassistische Strukturen offenlegen – in der Sozialen Arbeit und anderswo
    - Soziale Arbeit kritisieren, politisieren, radikalisieren
    - Rückkehrberatung abschaffen
    - Fluchtursachen weltweit bekämpfen
    - Das Migrationsregime sabotieren, Zäune öffnen, Grenzen auf für alle

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