Kampagnenvorstellung: „Nationalismus ist keine Alternative“

Veranstaltung in der Veranstaltungsreihe zur bundesweiten Kampagne

Dienstag, den 5. April 2016 | 20 Uhr | Infoladen

Ende Januar fand in Frankfurt/Main ein bundesweites, antifaschistisches und antirassistisches Aktiventreffen statt. Unter dem Motto “Nationalismus ist keine Alternative” wurde sich gemeinsam auf eine Mitmachkampagne verständigt, die sich sowohl gegen den völkischen Nationalismus von AfD und Pegida als auch gegen das staatliche Grenzregime richtet. Mittlerweile haben drei Landtagswahlen die Notwendigkeit untermauert, gegen die AfD und ihre Fans vorzugehen. Über Inhalte und Ziele der Antifakampagne berichtet ein Referent der Gruppe TOP B3rlin.
Mobiveranstaltung gegen den AfD-Programmparteitag in Stuttgart


2 Antworten auf „Kampagnenvorstellung: „Nationalismus ist keine Alternative““


  1. 1 why? 31. März 2016 um 2:43 Uhr

    Gute und wichtige Kampagne, aber – konstruktive Kritik:

    wen soll so ein Plakat / Flyer denn ansprechen?

    „Kaltland“ ist ein linken-internes Wortspiel („deutsch in Kaltland“). Wer von den Leuten an die sich die Kampagne eigentlich richten sollte, kann damit was anfangen?

    Welche Assoziation ist durch die leere Hasskappe beabsichtigt? Nazihools laufen so rum, das SEK auch, paramilitärische Gruppen in der Ukraine, vor 20 Jahren auch etliche Linksradikale. Steht das für vermummte rechte Täter in „Kaltland“, oder den Widerstand dagegen?

    „so take out all your friends“. „take out“ wird geläufig übersetzt mit „beseitigen / abmurksen“, im Sport mit „jemanden übel foulen“, im Privatleben „mit jemandem ausgehen“ (Date).
    Die Bedeutung die vermutlich beabsichtigt war, steht irgendwo unter ferner-liefen.
    Warum muss die wohl wichtigste (einzige) Aussage auf einem Plakat dann englisch sein, wenn dadurch alles nur noch irritierender wird?

    https://www.linguee.de/englisch-deutsch/uebersetzung/take+out.html
    https://www.dict.cc/?s=take+out

  2. 2 Es ist so geil hier reiß deine freunde runter 03. April 2016 um 12:28 Uhr

    Kritik ist grds. immer berechtigt, aber es ist nicht unbedingt so dramatisch wie es von dir interpretiert wird.

    Es kann auch anders interpretiert werden: Da steht: „It’s gettin‘ hot in here So take out all your friends“ vom rhytmus der syntax und vom der assoziation erinnert es an der songtext zeile von dem track:

    It’s gettin‘ hot in herre So take off all your clothes, des fragwürdigen rappers nelly. unabhängig was mensch von dem sexistischen track halten mag, die zeile ist ziemlich bekannt und bezieht sich sinngemäß auf eine überhitzte tanzfläche voller menschen, bei der zur kühlung der erregten körper nur noch das ausziehen in frage kommt und im appel nelly dies den zuhörer_innen ansagt. so viel zu nellys welt der heteronormativen erotik auf tanzflächen. das die zeile eines als frauenverachtenden rappers paraphrasiert wird, hätte eigentlich eher kritisch bewertet werden können als dein ansatz. hier eingesetzt und umgebaut in „so take out all your friens“ im kontext mit der vorzeile, lässt sich der satz wie folgt interpretieren: es ist so heiß hier (im sinne von politischer reibung/kampf/auseinandersetzung) und zur auseinandersetzung „so take out all your friens“ (holt eure freunde dazu (eure politisch zur auseinandersetzung bereiten) um gemeinsam den kampf anzugehen. texte müssen im ganzen interpretiert werden und nicht nur ein teil daraus. du hast durch deine konzentration auf einzelne wörter den kontext weginterpretiert.

    der sturmmaske wohnt immer etwas verbergendes/erschreckendes/martialisches inne. heißt aber auch der schutz vor zugriff/erkennbarkeit/aufklärung von repressionsorganen oder auch dem zugriff des politischen gegners auf die individuelle person wird verhindert. die haube drückt zudem die bereitschaft zur militanz, und wenn alle in einer gruppe (friends) hauben tragen zur kollektivität in dem politischen kampf aus. Es kommt dabei doch sehr darauf an, welchem diskurs die träger_innen der sturmmaske angehören. für oder gegen eine befreite gesellschaft. da es sich gegen die afd hier konkret richtet, steht die sturmmaske wohl eher für den kampf gegen die partei und ihre inhalte.

    der englischsprachige sing-sang/rap als überschrift die schablonenartige darstellung der maske, lassen zudem deutlich werden, das es nicht im einen körperlichen kampf geht sondern um einen lockeren umgang mit der militanz für die sie steht. sonst wär sicher ein appel anderer art genutzt worden wie: greift sie an, schlagt sie, etc.. das ist wohl nicht gewollt sondern der aspekt liegt auf der note: friends… also etwas soziales und solidarisierendes.

    „Es ist so deutsch in kaltland“ kennen viele hörer_innen die zeckenrap hören von dem interpreten: capitain gips. diese assoziation ist vermutlich gewollt gewesen und damit auch die weiteren aussagen des rappers. die leute an die sich die kampagne richtet können bestimmt was damit anfangen, wieso schließt du das einfach aus dass das anders sei. wer sind diese „leute“ die du abstrakt als irgendeine masse von personen im kopf hast den du wenig zutraust. und warum überhaupt „eigentlich“ das macht nicht so richtig sinn.. merkst du selber das du von dir auf alle geschlossen hast.

    „warum muss die wichtigste (die wichtigste aussagen stehen auf der rückseite des flyers) Aussage auf einem Plakat denn englisch sein?“ Englisch ist gewöhnliche zweitsprache für eine vielzahl Menschen in der Welt und sicher muss die nicht gewählt werden, deine kritik läuft jedoch ins leere. kritisiert werden kann und darf das nur eine sprache genutzt wurde und nicht die größeren sprachen die in der republik gebräuchlich sind auf dem flyer stehen. das die sprache nicht deutsch ist, aber besser deutsch sein sollte, ist hoffentlich nicht dein ansatz gewesen.

    fazit: deine kritik ist im kern nicht ganz abwegig aber gibt nur eine perspektive aus den flyer/das plakat vor. hier von mir nur eine weitere und mir fallen noch zig weitere ein. also bitte nicht gleich auf so negative muster zurückgreifen beim interpretieren, es kann auch ganz anders sein.

    ps ich bin nicht teil der kampangne, find nur diese interpretation von why? zu einseitig.

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