VA: „Der Antisemitismus der Ajatollahs“

Der ‚Al Quds-Tag‘ und die Ideologie des iranischen Regimes

Mittwoch, 29. Juni 2016 | 19 Uhr | Ostkurvensaal (Weserstadion)

Auffallend häufig wird der Antisemitismus des iranischen Regimes verharmlost und als bloße Rhetorik abgetan. Dagegen soll in dem Vortrag argumentiert werden, dass die permanenten Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel und die Leugnung oder Relativierung der Shoah Wesenselemente dieses Regimes sind, klassische Judenfeindschaft sich bereits bei Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini findet, und eine alles Übel dieser Welt auf den Zionismus projizierende Weltsicht konstitutiv für die Ideologie der iranischen Machthaber ist. Daran hat sich auch unter dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani nichts Substanzielles geändert. Die Vernichtungsdrohungen gegen Israel verdichten sich Jahr für Jahr am so genannten ‚Al Quds-Tag’, an dem seit der Islamischen Revolution von 1979 am Ende des Ramadan auf der ganzen Welt Anhänger des iranischen Regimes und der Hisbollah für die Zerstörung des jüdischen Staates demonstrieren – auch in Berlin, wo es auch dieses Jahr wieder am 2. Juli Gegenkundgebungen zum Aufmarsch der Freunde der Ajatollahs und des Islamismus geben wird.

Stephan Grigat ist Gastprofessor am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam, Lehrbeauftragter an der Universität Wien und hat zuletzt das Buch „Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung“ veröffentlicht.

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1 Antwort auf „VA: „Der Antisemitismus der Ajatollahs““


  1. 1 Waldorf 25. Juni 2016 um 16:44 Uhr

    Stephan Grigat, neokonservativer Protagonist, Kriegstreiber und ganz rechtsaussen innerhalb der Antideutschen Bewegung. Mitinitiator der „Stop the Bomb“ Kampagne, die einen militärischen Erstschlag gegen den Iran befürwortet. Sieht in Israel den „kollektiven Juden“. Spricht beim ultrarechten FPÖ-nahen Wiener Akademikerbund. Behauptet, der neue Faschismus sei ein Import aus den arabischen Ländern, Israel sei „zu liberal“ und sollte ein Knesset-Verbot für „islamistische arabische Israelis“ verhängen.

    Schade, dass man sich beim Kampf gegen Antisemitismus bei einem Referenten aus der falschen Ecke bedient.

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