VA: „Freizeit ohne Kontrollen“

Die Geschichte der westdeutschen Jugendzentrumsbewegung der 1970er Jahre

Donnerstag, 10. November 2016 | 19 Uhr | Buchte

Vortrag und Diskussion mit David Templin

Anknüpfend an die 68er-Revolte und mit Parolen wie „Was wir wollen: Freizeit ohne Kontrollen“ gingen in den 1970er Jahren tausende Jugendliche in der Bundesrepublik auf die Straßen und stritten sich mit Politiker*innen. Ihr Ziel: vor Ort ein selbstverwaltetes Jugendzentrum einzurichten. Mit der Durchsetzung hunderter selbstverwalteter Jugendzentren überall in der damaligen BRD war diese Bewegung maßgeblich beteiligt an den politisch-kulturellen Aufbrüchen der 1970er Jahre. Viele JZs oder UJZs wurden zu frühen Knotenpunkten der neuen sozialen Bewegungen. Einige sind es sogar bis heute geblieben.

Auch in Bremen stritten Jugendliche damals für unabhängige Orte, an denen zwanglose Freizeitmöglichkeiten und politische Betätigung zusammengehören sollten. Im Ostertor und in der Neustadt kam es zu Hausbesetzungen.
Überall waren die Initiativen und Zentren aber auch mit einer „Stadtbürokratie“ konfrontiert, die aus ihrer Skepsis gegenüber der Selbstverwaltung keinen Hehl machte. Bereits Mitte der 1970er Jahre häuften sich deshalb schon wieder die Schließungen von politisch unliebsamen Jugendhäusern.

Auch mit Blick auf die damaligen Ereignisse in Bremen wird David Templin sein Buch über die Jugendzentrumsbewegung vorstellen und mit uns über Geschichte und Aktualität selbstverwalteter Jugend-, Kultur- und Kommunikationszentren diskutieren.

veranstaltet vom Archiv der sozialen Bewegungen Bremen und dem Jugendhaus Buchte


1 Antwort auf „VA: „Freizeit ohne Kontrollen““


  1. 1 NutzÄr 08. November 2016 um 21:19 Uhr

    Kleiner Artikel im Weserkurier: http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Jugendclubs-als-Forschungsobjekte-_arid,1490886.html

    Rezensionen des ja nicht ganz dünnen, aber dafür umso gehaltvolleren Buches von David sind online leicht zu finden.

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