Hochschule Bremen verbietet Veranstaltung über DITIB

Die Veranstaltung DITIB- Die Marionetten der AKP? wurde aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen seitens der Hochschule Bremen auf Druck von der Polizei verboten. Gestern hat die Polizei bereits angerufen und das mangelnde Sicherheitskonzept in Frage gestellt. Mit Absprache des Hochschul-AstA war dies unbegründet und so konnten wir uns weiterhin auf die Planung der Veranstaltung konzentrieren. Kurz vor Beginn der Veranstaltung hat uns die Polizei die Sicherheitsmänner der HS auf uns gehetzt und auf Anordnung die Veranstaltung komplett zu verbieten. Es wurde mit einer Zwangsräumung gedroht, wenn wir die Veranstaltung an der HS machen. Dies zeigt deutlich das Ergebnis des Besuches von Herrn Steinmeier in der Türkei. Hier sprach er sich deutlich dafür aus, dass härter gegen politisch Aktive Kurdinnen und Kurden in Deutschland vorgegangen werden soll.

Wir lassen uns nicht verbieten!

Nachdem sich die Hochschule gegen unsere Veranstaltung ausgesprochen hatte und diese durch die Polizei verbieten ließ, sind wir alle gemeinsam in den kurdischen Verein Biratî e.V. gegangen und haben unseren Vortrag dort abgehalten.

Vermutlich hatte sich die DITIB im Vorfeld an die Hochschule gewendet und ein Verbot der Veranstaltung gefordert. Es wäre nicht das erste Mal. Auch bei unserer Veranstaltung in Düsseldorf, rief die DITIB die Polizei an und versuchte unsere Veranstaltung zu sabotieren. Die Entscheidung unserer Hochschule kritisieren wir auf das Schärfste.

Die Bemühungen der DITIB unsere Veranstaltungen zu verbieten, zeigt uns welche Angst sie vor uns und der Wahrheit haben. Die heutige Aktion ließ uns noch stärker an uns glauben. Das Verbot seitens der Hochschule ließ das Feuer des Widerstands heller in uns lodern. Wir sind umso motivierter jetzt und wir werden unsere Präsenz an der Hochschule weiter ausbauen.

Hochschulen sollten Orte des freien Denkens und der regen Diskussion sein. Studierende müssen stets vorhandene Systeme in Frage stellen und analysieren. Stattdessen haben deutsche Hochschulen nur noch den Zweck die kapitalistische Moderne in Europa am Leben zu erhalten. Ähnlich wie in der Massentierhaltung sind auch Hochschulen zu Fabriken geworden, die versuchen immer schneller die Studierenden in die Arbeitswelt zu integrieren.

Die Hochschule gehört nicht den Dozenten und Professoren. Die Hochschule gehörte den Studierenden. Und bietet uns die Hochschule keine Räumlichkeit, so können wir selbst die kleinste Stube als Akademie nutzen und uns selber bilden.

Wir werden unseren Weg weiter gehen! Wir lassen uns nicht aufhalten! Wie lassen uns nicht verbieten!

YXK Bremen


3 Antworten auf „Hochschule Bremen verbietet Veranstaltung über DITIB“


  1. 1 Keinerregiertdiewelt 20. November 2016 um 18:50 Uhr

    Das Bild mit Erdogan als Puppenspieler der im Hintergrund die Fäden zieht, erinnert doch stark an Verschwörungstheorien in denen die geheimen Mächte im Hintergrund alles kontrollieren. Wirkt mindestens strukturell Antisemitisch und wird der komplexität eines bürgerlichen Staates nicht gerecht.

  2. 2 Schock 22. November 2016 um 17:45 Uhr

    boah das is ja furchtbar! unglaublich.
    Das ist ja diktatorisch.

  3. 3 Jacko 22. November 2016 um 20:50 Uhr

    Der antideutsche Kalauer über „strukturellen Antisemitismus“ und „eliminatorischen Antisemitismus“ zeigt allenfalls noch, wie strukturell beliebig und gegen die dummen Ansichten von Hinz oder Kunz eliminatorisch solch antideutscher Jargon sich benutzen lässt.

    Mit einer Erklärung des Antisemitismus der bürgerlichen Gesellschaft hat solch verkommener Hipster-Sprech rein gar nichts zu tun. (Mit Kurden, Erdogan, oder Uni-Leitungen übrigens ja auch nicht. Nur eine Sprachhülse der Beliebigkeit ist übrig geblieben. Vermutlich war daher auch nie mehr dran.
    Die Kritik der bürgerlichen Gesellschaft jedenfalls geht ganz anders.)

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