Familienpatenschaften für Nordkurdistan: Internationale Solidarität gegen die systematische Verarmungspolitik des AKP Regime

Noch nichts für die weihnachtliche Wunschliste? Lust auf eine gemeinsame Soliaktion, alleine, mit der WG, im Freund_innenkreis oder als Politgruppe? Wir haben einen Vorschlag:

Das AKP-Regime setzt seinen Terror gegen die Bevölkerung in Nordkurdistan weiter fort. Nachdem zahlreiche Städte dem Erdboden gleichgemacht wurden und die demokratisch gewählten Stadtverwaltungen von über 40 Städten per Dekret entlassen oder verhaftet wurden, hat die türkische Regierung im nächsten Schritt mehr als 370 zivilgesellschaftliche Vereine und Institutionen verboten. Darunter auch die beiden kurdischen Vereine „Rojava Solidaritäts- und Hilfsverein“ und „Sarmasik“, die seit der Eskalation des Krieges in Nordkurdistan vor Ort wichtige Aufbau- und Solidaritätsarbeit geleistet haben. In ihrem Fokus standen Projekte wie eine Lebensmittelbank, mit der zuletzt 5400 Familien mit Grundnahrungsmitteln versorgt wurden, Hilfen zum Wiederaufbau zerstörter Häuser sowie Bildungsprojekte.

Mit dem Verbot der beiden Vereine wie fast aller politischen und zivilgesellschaftlichen Strukturen in Nordkurdistan weitet das AKP Regime seine Vernichtungspolitik gegen den kurdischen Widerstand aus.
Durch eine Politik des Aushungerns soll die Zivilbevölkerung in die Flucht oder zur Gehorsamkeit gezwungen werden. Dafür werden die Selbsthilfestrukturen in den kurdischen Gebieten zerschlagen.

Mit Familienpatenschaften die AKP-Politik durchbrechen

Im Zuge der Zerstörung der kurdischen Städte durch das türkische Militär haben tausende Familien ihre Lebensgrundlage verloren und benötigen dringend Unterstützung. Da es derzeit keine offizielle Möglichkeit gibt, Strukturen vor Ort als Ganzes zu unterstützen, wurde das Projekt der Familienpatenschaften ins Leben gerufen.

Gemeinsam mit den kurdischen Stadtverwaltungen und der Hilfsorganisation Kurdischer Halbmond (Heyva Sor a Kurdistanê) wurden bereits vor einiger Zeit Listen mit Namen von Familien angefertigt, die besonders von den Ausgangssperren und Zerstörungen betroffen sind. Durch die Vermittlung von sogenannten Familienpatenschaften, können diese Familien nun direkt von Einzelpersonen oder Gruppen aus dem Ausland unterstützt werden.

Dafür suchen die Organisator_innen der Kampagne Patinnen und Paten, die bereit sind, monatlich 150 EUR mindestens über ein Jahr an eine Familie zu überweisen. Die Organisator_innen der Kampagne vermitteln die Kontaktinformationen der Familien direkt an potentielle Pat_innen hier, damit die finanzielle Unterstützung direkt z.B. über Western Union überwiesen und auch darüber hinaus mit der jeweiligen Familie Kontakt aufgenommen werden kann.

Wir sehen das Projekt nicht als humanitäres Hilfsprojekt, sondern als wichtigen politischen Akt der internationalen Solidarität gegen die Verarmungs- und Vernichtungskrieg des AKP-Regimes gegenüber der widerständigen kurdischen Bevölkerung.

Weitere Infos findet ihr hier:
civaka-azad.org

Für weitere Fragen könnt ihr euch gerne an die Organisator_innen wenden.

Ihr erreicht sie per Mail unter: familienpatenschaften[at]gmail.com

Oder unter der Mobilfunknummer: 01577-2085796

Das Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan
checkt sokubremen.wordpress.com