„Mieten steigen in Bremen am stärksten“

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In keinem anderen Bundesland sind die Kaltmieten zuletzt so stark angestiegen wie in Bremen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Der Preisanstieg trifft viele Bremerinnen und Bremer. Der Anteil der Wohnungseigentümer ist hier sehr niedrig. In den zurückliegenden Jahren sind die Kaltmieten in Bremen um 13,9 Prozent gestiegen, doppelt so stark wie in anderen Bundesländern. Auffällig ist auch: Rund 40 Prozent der Bremer lebt in den eigenen vier Wänden. Bundesweit ist es dagegen jeder zweite Bürger.

Zu wenig Sozialwohnungen

Bremer Verbraucherschützer erklären den Preisanstieg mit zunehmend exklusivem Wohnungsbau. Für Menschen mit niedrigeren Einkommen müsse das Bundesland den sozialen Wohnungsbau noch mehr vorantreiben. Das Bremer Bauressort bestätigte auf Anfrage, dass der Mietmarkt in Bremen angespannt sei.

Haus und Grund findet den Anstieg bei den Mietpreisen normal. Diese seien in Bremen jahrelang sehr niedrig gewesen. Für die Instandhaltung der Wohnungen müssten Eigentümer investieren können, sagte der Geschäftsführer des Eigentümerverbands zu Radio Bremen.

Bundesdurchschnitt lag bei 473 Euro

Das Statistische Bundesamt bezieht sich bei seiner Erhebung auf Zahlen aus dem Jahr 2014. Die monatliche Bruttokaltmiete lag demnach im Durchschnitt bei 473 Euro in Deutschland. Die Statistiker arbeiteten auch regionale Unterschiede beim Mietpreis pro Quadratmeter heraus. Bremen lag dort mit durchschnittlich mehr als sieben Euro pro Quadratmeter bereits in der Spitzengruppe mit Hamburg, Berlin und dem Großraum München. Allerdings wurde ab der Marke „sieben Euro pro Quadratmeter“ keine weitere Abstufung mehr vorgenommen.

Günstiger wohnen kann man in Niedersachsen. Allerdings gibt es auch dort große Unterschiede. Während der Mietpreis pro Quadratmeter im Nordwesten bei 5,50 Euro bis 6 Euro lag, waren östlich und südlich von Bremen 6 bis 6,50 Euro Durchschnitt.

Quelle: radiobremen.de