Gedenkaktion zum 12.Todestag von Laye-Alama Condé

Samstag, 7. Januar 2017 | 13 Uhr | Ziegenmarkt

Am 7. Januar 2005 starb der aus Sierra Leone geflüchtete Laye Alama Condé an den Folgen einer zwangsweisen Vergabe von Brechmitteln im Polizeirevier Bremen-Vahr. Bereits 2002 wurde in Hamburg der Nigerianer Achidi John im Zuge einer Brechmittelvergabe getötet. Zwischen 1992 und 2005 wurde allein in Bremen in über 1.000 Fällen Brechmittel verabreicht, fast ausschließlich an Schwarze, mit zum Teil gravierenden gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen. Der Europäische
Gerichtshof für Menschenrechte bezeichnete die zwangsweise Vergabe von Brechmitteln im Jahr 2006 als Verstoß gegen das Folterverbot. Erst seitdem wird sie nicht mehr angewandt.
Wie seit 12 Jahrenwollen wir Herrn Condé gedenken. Die Aktion willauch an die vielen zumeist Unbekannten erinnern, die gezwungen wurden, das Brechmittel einzunehmen.
Aktuell ist dieSituation in Bremen (wie auch bundesweit) wieder sehr aufgeheizt; derrassistisch aufgeladene Anti-Drogen-Diskurs wird von Politiker_innenwie von den Medien bedient. Auch das soll auf der Gedenkaktion nichtvergessen werden.
Im Rahmen der Gedenkaktion wird ein Mobiler Gedenkort und die Website www.brechmittelfolter-bremen.de vorgestellt, die an diesem Tag freigeschaltet wird.

Initiative in Gedenken an Laye-Alama Condé
checkt initiativelayeconde.noblogs.org