Archiv für Januar 2017

VA: „Der Repression ins Gesicht spucken“

Ein Abend in Solidarität mit den wegen Banküberfällen in Aachen angeklagten Gefährt_innen

Im Angesicht eines Repressionsapparats, der im Kontext des technokratisch-wissenschaftlichen Wahns dieser Tage immer beklemmendere Züge annimmt scheint es leicht, in Lethargie zu verfallen. Das ist so gewollt – durch technologische Aufrüstung, immer weiter reichende Forschung z.B. im Bereich der DNA-Analyse, der Auswertung von Videos und dem Zugriff auf Daten soll der Eindruck entstehen, dass es unmöglich ist sich der Überwachung, Erfassung und Speicherung zu entziehen.

Um dieser vermeintlichen Totalität etwas entgegenzusetzen, müssen wir die Situation, in der wir kämpfen, einer ständigen Analyse unterziehen. Wir müssen uns über Wege austauschen, diesen Entwicklungen auf Ebenen des Angriffs, der Solidarität und der Selbstorganisation zu begegnen.
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G20 – Welcome to hell BLOCKIEREN – SABOTIEREN – DEMONTIEREN


Der nächste Gipfel der zwanzig wirtschaftlich und politisch mächtigsten Staaten der Welt soll am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg stattfinden. Austragungsort sind die Messehallen in der Hamburger Innenstadt im Wohngebiet von St. Pauli. Die Herrschenden dieser Welt werden dabei begleitet von tausenden Delegationsmitgliedern und Journalist*innen, beschützt durch eine Armee aus Polizei, Geheimdiensten und Militär. Durch die Einbindung von internationalen Verbänden und NGO’s wird der Anspruch formuliert, weitreichende Entscheidungen zu treffen. Nach außen hin geben sich die deutschen Veranstalter*innen einen sozialen Anstrich, die Leitthemen sollen Frauen, Flucht und Gesundheit sein. Dies sind populistische Nebelkerzen, denn grundsätzlich geht es beim G20 um die Aufteilung der geopolitischen Interessenssphären und Machtansprüche und um die Koordinierung der weltweiten Ausbeutung.
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VA: „An Auschwitz erinnern…

… – zwischen Vergangenheitsbewältigungsweltmeisterschaft und linksradikaler Praxis“

Freitag, 27. Januar 2017 | 20 Uhr | Infoladen

Der 27. Januar erinnert uns jedes Jahr an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Das heißt an die Rettung der Wenigen, die bis zu diesem Tag überlebt haben. Das Bewusstsein daran wach zu halten, den Versuch zu unternehmen, das Unverstehbare zu verstehen, gehört zu den zentralen Aufgaben der radikalen Linken und aller Kommunist*innen.
Wir wollen den Jahrestag zum Anlass nehmen, um in der K*schemme mit euch über Erinnerung zu sprechen. Zum einen über die persönlichen Erfahrungen mit dem Erinnern an die Shoah, über die Bedeutung des Erinnerns für die radikale Linke und darüber, welche Praxis dem Gegenstand angemessen wäre. Zum anderen aber auch darüber, wie aktuell in Deutschland an Auschwitz erinnert wird, mit welcher Form und gesellschaftlichen Funktion und Wirkung von staatlicher Gedenkpolitik wir es zu tun haben.

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Jahresrückblick 2016 von „pro aktiv gegen rechts“

kopiert von netz-gegen-nazis.de

Jahresrückblick 2016, Bremen: Fließende Grenzen

In Bremen aktiv: Die Hooligan-Organisation „Gemeinsam stark Deutschland“ mobilisiert über Soziale Netzwerke auf die Straße, in Bremen im Juni 2016. Screenshot VK 13.01.2017

Jedes Jahr zum Jahreswechsel ziehen wir mit Expert_innen und Kooperationspartner_innen Bilanz: Was passierte im Bereich Rechtsextremismus im jeweiligen Bundesland? Welche Themen waren wichtig, welche Akteure und Akteurinnen? Heute: Bremen.

Von pro aktiv gegen rechts – mobile Beratung in Bremen und Bremerhaven, VAJA e. V.

Auch im Land Bremen haben sich 2016 Neonazis und Rechtspopulist_innen zu Wort gemeldet. Wie in den vergangenen Jahren wurde erneut deutlich, dass die Bremer Szene sehr heterogen und die ‚Grenzen‘ zwischen den verschiedenen Spektren fließend sind. Über das Jahr verteilt wurden in Bremen diverse Sachbeschädigungen und mehrere, mutmaßlich politisch motivierte, (versuchte) Brandanschlägen auf Geflüchtetenunterkünfte in verschiedenen Teilen der Stadt verübt, bei denen es glücklicherweise keine Verletzten gab. (mehr…)

Rassistischer Überfall in der Vahr

kopiert aus der Bullenpresse

Schülerin wird auf der Straße überfallen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen.

Eine 14jährige Schülerin verließ gegen 07.30 Uhr die elterliche Wohnung in der Witzlebenstraße in der Bremer Vahr. Auf dem Weg zur Straßenbahn wurde sie plötzlich angegangen, geschubst und stürzte zu Boden. Am Boden liegend konnte sie zwei Jugendliche erkennen, die zu ihr sagten: „Warum gehen schwarze dumme Kinder auf das Gymnasium?“

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VA: „Die türkisch-islamische Synthese“

Freitag, 3. Februar 2017 | 19 Uhr | DGB-Haus

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„Protest gegen AfD-Politiker Höcke“

kopiert von radiobremen.de

Unter dem Motto „Du widerst uns an“ haben am Abend etwa 100 Bremer gegen Björn Höcke demonstriert. Auf dem Bremer Marktplatz kritisierten Redner den AfD-Politiker als Nazi.

Höcke hatte Anfang der Woche mit Kritik am Holocaust-Gedenken Empörung ausgelöst. Offensichtlich mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin hatte er auf einer Veranstaltung der Jungen Alternative in Dresden gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

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DEMO: Höcke vom Hocker hau’n

Anmerkung von endofroad:
Leider zu kurzfristig für eine rechtzeitige Veröffentlichung erreichte uns der folgende Aufruf:

Am Abend des 17.01.2017 in Dresden zeigte die AfD in Person von Björn Höcke ihr wahres Gesicht. Offen wurde gegen Ausländer*innen gehetzt und das Shoah Mahnmal in Berlin als „selbsteingepflanztes Schandmal in Herzen Deutschlands“ betitelt. Der Rassismus und Antisemitismus der AfD versucht nicht einmal mehr sich hinter einem wirtschaftsliberalen Gesicht zu verstecken. Uns ist wichtig auch in Bremen erneut klare Position gegen rechts und damit vorneweg gegen die Nazis der AfD zu beziehen.
Deshalb laden wir jede*n der*die solche Aussagen nicht tolerieren will und kann, zu unserer Demonstration am 19.01.17 um 19:00 in Viertel ein. Der genauere Veranstaltungsort wird am Vormittag bekannt gegeben. Falls ihr Lust habt, könnt ihr gerne Redebeiträge halten.

Racial profiling bei der Polizei – Alltäglicher Ausnahmezustand

Ein Kommentar der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) Bremen

Zum Jahreswechsel 2015/16 kam es am Kölner Dom zu massenhafter sexueller Belästigung junger Frauen durch vermeintliche „Ausländer“. Tatsächlich ist das passiert, was immer passiert, wenn eine große Gruppe Männer im alkoholisierten Zustand irgendwo auftritt. Frauen* werden belästigt. Oktoberfeststyle. Schön und gut. Aber dieses mal waren es eben (vermeintliche) nicht-Deutsche, deswegen kochte das deutsche Herz auch so über in der Sorge um die blonde Frau. Sogar Horst Seehofer wurde auf einmal Feminist. Im Nachgang an die Geschehnisse von Köln 2016 wurde eine Debatte geführt, die (wieder) stark vom antimuslimischen Stereotypen eines sexuell dominanten muslimischen Mannes geprägt war. (mehr…)

„Bremer Mieter kämpfen gegen Abriss“

kopiert aus der taz

Kein Platz für billige Häuser

Vonovia will zwei Schlichtsiedlungen abreißen. Die Mieter wehren sich, zusammen mit der Initiative „Menschenrecht auf Wohnen“.


Werden bald abgerissen: Schlichtbauten in Sebaldsbrück

Rot-Grün will den größten Teil der rund 200 Schlichtbauten in Bremen endgültig zum Abriss freigeben. Das steht in einem Bericht, den die Baudeputation am Donnerstag zur Kenntnis nehmen wird. Doch gegen das Vorhaben gibt es noch Widerstand. Nicht nur Linkspartei, sondern auch das Aktionsbündnis „Menschenrecht auf Wohnen“ um Joachim Barloschky, das Diakonische Werk und die BewohnerInnen der Häuser kämpfen weiter für ihren Erhalt. (mehr…)