Archiv für März 2017

VA: „Von wegen sicher!“

Veranstaltung zur aktuellen Situation in Afghanistan und Kritik der bundesdeutschen Abschiebepolitik

Mittwoch, 5. April 2017 | 19 Uhr | DGB-Haus

In Afghanistan herrscht Krieg. Erst kürzlich wurden bei einem sieben Stunden andauernden Angriff auf ein Krankenhaus in Kabul durch den Islamischen Staat 49 Menschen getötet. Dies war der vierte große Anschlag allein in Kabul seit Jahresbeginn. Einem internen Lagebericht der deutschen Botschaft in Kabul zufolge ist die Ausdehnung der Taliban heute größer als zu Beginn des militärischen Eingreifens der NATO 2001. Auch die Zahl der zivilen Todesopfer steigt kontinuierlich – nach Angaben der Vereinten Nationen wurden allein 2015 über 3500 ZivilistInnen getötet und weitere 7457 verletzt. Dennoch besteht die Bundesregierung darauf, bestimmte Gebiete – darunter auch Kabul, Herat und Masar-i-Sharif – als „sicher“ einzustufen. Seit Dezember 2016 wurden bereits 77 Geflüchtete nach Afghanistan abgeschoben, mehr als 10 000 Menschen sind von Abschiebung bedroht.

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Ludendorffer bekämpfen!

Mobi-Vortrag zur 1. Antifaschistischen Oster-Demonstration in Dorfmark (Heidekreis/Soltau-Fallingbostel)

Mittwoch, 5. April 2017 | 19.30 Uhr | Villa Rotenburg (Rotenburg)

Ludendorffer bekämpfen! Für eine antifaschistische Landpartie am Oster-Sonntag!

  • Wer sind die Ludendorffer: Entstehung und Ideologie einer völkischen, rassistischen und antisemitischen Weltanschauungsgemeinschaft
  • Ostertagungen der Ludendorffer als Netzwerktreffen für verschiedene Neonazi-Spektren
  • Antifaschistische Proteste der letzten Jahre und die Situation im Dorf
  • Aktionsplanung für die Demo am Ostersonntag – 16.04.2017 – 13:12 Uhr, Bahnhof Dorfmark
  • Den Ludendorffern Ostern versauen!

    weitere Infos auf linksunten.indymedia.org

„Das Mäandern des Mahnmals“

kopiert aus der taz

Streit um Bremer „Arisierungs“-Mahnmal

Bremen einigt sich auf einen Mahnmal-Standort, der Kühne+Nagel nicht allzu sehr wehtut. Ob er realisierbar ist, hängt aber vom Denkmalschutzes ab


Immer an der Weser lang: An der Brücke im Hintergrund baut Kühne+Nagel, denen die SPD das Mahnmal nicht zumuten wollte

Auf einen Standort für das Bremer „Arisierungs“-Mahnmal hat sich nun der rot-grüne Koalitionsausschuss des kleinsten Bundeslandes geeinigt. Es soll an der Schlachte installiert werden, Bremens innerstädtischer Flaniermeile an der Weser. (mehr…)

VA: „Rechte Aufmarschkultur: Europas Unterschiede, Deutschlands Entwicklung“

Vortrag und Lesung mit Sören Kohlhuber (Autor von ‚Retrofieber‘)

Mittwoch, 10. Mai 2017 | 19 Uhr | Haus der Jugend (Bremerhaven)

Seit 2014 stiegen die Aufmärsche von Rassisten und Neonazis in Deutschland stark an. Auch der Charakter hat sich geändert. Mehr Straftaten, Behinderung von Pressearbeit, die Rechten werden offensiver. Wie und warum hat sich dies so in Deutschland entwickelt? Wie sieht es im europäischen Ausland beim Umgang mit rechten Aufmärschen aus?

Diese Fragen versuchen wir mit einer Lesung und einem Vortrag zu erklären. Dazu liest Sören Kohlhuber aus seinem aktuellen Buch „Retrofieber“ und berichtet von den Erfahrungen in anderen europäischen Ländern, die unterschiedlicher nicht sein können.

checkt fishtown-falken.de

8. Feministisches Bildungs- und Diskussionstreffen

Freitag, 31. März 2017 | 18 Uhr | Mädchenkulturhaus

Diesen Monat möchten wir uns mit dem Hintergrund, Inhalten und Kritik des black feminism und postkolonialen Feminismen auseinander setzen. In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts haben in den USA schwarze Feministinnen wie bell hooks und Patricia Hill Collins den damaligen Feminismus als Feminismus weißer Mittelschichtsfrauen kritisiert. Die Annahme einer gemeinsamen Unterdrückungserfahrung aller Frauen verschleiere die Beteiligung von weißen Mittelschichtsfrauen an rassistischer und klassenbezogener Unterdrückung und leugne die unterschiedlichen Unterdrückungserfahrungen unter Frauen. In postkolonialen feministischen Ansätzen wurden daran anschließend westliche Feministinnen kritisiert, die erst durch die Konstruktion der „Dritten Welt Frau“ als Opfer sich selbst als modernes Subjekt konstituieren. Insgesamt gibt es sehr unterschiedliche postkoloniale feministische Ansätze, die sich insbesondere in ihrer Haltung gegenüber der Möglichkeit eines gemeinsamen feministischen Kampfes unterscheiden. (mehr…)

11 Anmerkungen zu 11 Thesen der Basisgruppe Antifa

Vorbemerkung: Am 15. März veröffentlichte die im kommunistischen …ums Ganze-Bünd­nis organisierte Basisgruppe Antifa aus Bremen 11 „Thesen zu sozialen Kämpfen“, mit de­nen sie ausdrücklich an ihr früheres Papier „Der Klassenkampf und die Kommunist*innen“ aus dem Jahre 2012 anknüpft. Auf dieses Papier hatte damals die Sozialistische Initiative Berlin (SIB), der wir zeitweilig angehörten, geantwortet. Diese kleine ‚Tradition’ des (wenn auch marginalen) innerlinken Austausches wollen wir mit unseren hiesigen Anmerkungen zu den jetzigen BA-Thesen zu sozialen Kämpfen fortsetzen.

ANMERKUNG EINS: Hoffentlich diskussionsanregende thesen-förmige Zuspitzung versus geringe Konkretheit
Es fällt auf, dass der Text insgesamt sehr abstrakt abgefasst ist und keine einziges Bei­spiel für „soziale kämpfe“ (z.B. Streiks!) genannt wird. Wenn wir aber berücksichtigen, dass es in dem Papier heißt,

„Wir wollen mit diesem Text mit Anderen ins Gespräch kommen […]. Wir haben uns be­wusst für die Form der Thesen entschieden, in dem Wissen, dass nicht alle Einzelheiten ausbuchstabiert sind. So wollen wir zu einer Diskussion anregen“,

dann mag das publikationstaktische Kalkül der Basisgruppe Berechtigung haben.

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„Protest in Bremen-Kattenesch: Anwohner gegen Flüchtlinge“

kopiert aus dem Weser Kurier

Das Übergangswohnheim an der Marie-Mindermann-Straße in Bremen-Kattenesch soll Mitte Mai eröffnet werden. Nachbarn protestieren gegen das Containerdorf – und bedrohen die Bauarbeiter.

Die Arbeiten für den Bau eines Flüchtlingsheims an der Marie-Mindermann-Straße in Kattenesch sind fast abgeschlossen. Derzeit läuft der Innenausbau. In die acht Wohncontainer sollen ab Mitte Mai 256 Geflüchtete für drei Jahre einziehen. Dagegen regt sich Protest: Seit vergangenem Jahr stemmt sich eine Anwohnerinitiative gegen das Projekt – bislang ohne Erfolg.

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„Ein Kurde als Zielobjekt“

kopiert aus der taz

Immer in Bewegung

Der Bremer Yücel Koc ist einer der höchsten Kurden-Funktionäre Europas und sollte ermordet werden. Wie lebt er damit?


Gegen den Terror des „Islamischen Staats“: Kurdische Demo in Hannover, November 2014

Es ist noch nicht vorbei, sagt Yücel Koc. „Wir haben Informationen über neue Gruppen.“ Der Satz klingt verfassungsschutzhaft, aber harmlos für das, was Koc meint: Er meint „Gruppen“, die ihn, 52, Gabelstaplerfahrer im DHL-Paketlager in Bremen und gleichzeitig einer der höchsten Kurden-Funktionäre Europas, töten sollen. (mehr…)

„Baberowski im rechten Licht“

kopiert aus der taz

Asta Bremen versus Jörg Baberowski

Laut Landgericht Köln darf der Bremer Asta den Historiker Jörg Baberowski „rechtsradikal“ nennen, nicht aber „rassistisch“. Auch verkürzte Zitate seien nicht okay.


Ist laut Bremer Asta „rechtsradikal“: der Historiker Jörg Baberowski

Der Asta der Uni Bremen darf den Berliner Historiker Jörg Baberowski als „rechtsradikal“ bezeichnen. So lautet ein Urteil des Landgerichts Köln. Aber: Die Studierenden dürfen Baberowski weder „rassistisch“ nennen noch behaupten, er verbreite etwa „gewaltverherrlichende Thesen“. Zitate, die eine entsprechende Gesinnung des Wissenschaftlers belegen sollten, darf der Asta nicht verkürzt und ohne Kontext wiedergeben. (mehr…)

Zur aktuellen Situation in Kurdistan und der Türkei im Frühjahr 2017

Dieser Artikel verfolgt die Intention einen Überblick zur aktuellen Situation in der Türkei und teilen Kurdistans zu schaffen. Auf Grund der sich täglich überschlagenden Meldungen haben wir uns auf aus unserer Sicht die aktuell am wichtigsten Themen bzw. Ereignisse fokussiert: Das bevorstehende Referendum zur Einführung des Präsidialsystems in der Türkei, der andauernde Krieg in Nordkurdistan, die aktuelle Politik der Barzani Regierung im Nordirak sowie die Rolle Deutschlands. In dem von uns publizierten Artikel befinden sich Bilder von Gräueltaten türkischer Militärs an kurdischen Zivilisten. Wir weisen daraufhin, dass diese Bilder extrem verstörend und schockierend sind, wir sehen es dennoch als Notwendigkeit an, diese hier zu veröffentlichen um zu verdeutlichen was in Teilen Kurdistans insbesondere in Nordkurdistan seit über 40 Jahren tagtäglich passiert und wozu „wir“ viel zu oft schweigen. (mehr…)